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Gemeinsam erfolgreich – unser valantic Team.
Lernen Sie die Menschen kennen, die mit Leidenschaft und Verantwortung bei valantic Großes bewegen.
Mehr über uns erfahren30. Juli 2026
Nachtschicht in einem Fertigungsbetrieb. Eine Anlage steht, weil eine Dichtung defekt ist. Die Schichtleiterin öffnet das Kundenportal des Herstellers. Das Ersatzteil ist auf Lager. Ob es zur Konfiguration der Anlage passt, verraten die technischen Details jedoch nicht. Sie wählt die Hotline des Supports und wird von einer Bandansage auf Servicezeiten zwischen 8 und 17 Uhr verwiesen.
Kein fiktives Szenario, sondern eine häufige Erfahrung. Bei dringenden oder komplexen Anliegen hilft das Serviceportal nur bedingt weiter und liefert nicht das, was es könnte: schnelle Lösungen, direkte Antworten, Zugriff auf alles, was ein Nutzer oder eine Nutzerin in diesem Moment braucht und wissen möchte.
Der Druck, das zu ändern, wächst: Bei den 71 Prozent der B2B-Unternehmen, die laut Global B2B Pulse Survey 2026 von McKinsey bereits auf E-Commerce setzen, machen digitale Vertriebskanäle rund ein Drittel des Umsatzes aus. Mit Blick auf diesen Trend kann ein B2B-Portal ein effektives Werkzeug für das margenstarke Aftersales-Geschäft sein – wenn es richtig auf- und eingesetzt wird.
Lange wurde der Aufbau digitaler Servicekanäle als reine IT-Aufgabe gesehen. Tatsächlich berühren Kundenplattformen aber unterschiedliche Teams und Abteilungen, die historisch bedingt in vielen Unternehmen getrennt arbeiten:
Bleiben diese drei Bereiche isoliert, entstehen Informationslücken und Brüche wie in der Erzählung der Schichtleiterin. Das Portal liefert zwar Antworten zu Verfügbarkeiten und Bestellhistorie, verknüpft die Informationen aber nicht mit dem Kontext der Kundin oder des Kunden – weder zu technischen Details noch zum individuell verhandelten Preis.
Hinzu kommt, dass Käufergruppen in der Industrie deutlich heterogener geworden sind. Im Schnitt bewegen sich Kundinnen und Kunden laut der Studie von McKinsey über zehn verschiedene Kanäle und erwarten, dass die Übergänge reibungslos funktionieren. Lückenhafte Informationen und fehlende fachliche Unterstützung zählen zu den häufigsten Gründen für einen Anbieterwechsel.
Wer erfüllen möchte, was Kundinnen und Kunden von Servicekanälen erwarten, muss alle drei Disziplinen einbeziehen: Marketing, Vertrieb und Commerce als funktionale Einheit brauchen eine konsolidierte System- und Dateninfrastruktur. Erst wenn CRM, CPQ (Configure, Price, Quote), PIM und ERP auf eine gemeinsame Datenbasis zugreifen, kann das Serviceportal vollständige, aktuelle und verlässliche Informationen bereitstellen. Klappt das nicht, bleibt die Plattform ein digitales Aushängeschild, das Kundinnen und Kunden bei der ersten Komplikation wieder zum Telefon greifen lässt.
Erfolgsbeispiel aus der Praxis: B2B-Self-Services mit MyTriflex
Wie es in der Praxis funktionieren kann, zeigt unser Projekt mit Triflex: Über das Kundenportal MyTriflex führt der Hersteller digitale Verkaufs- und Informationsprozesse in einer zentralen B2B-Self-Service-Plattform zusammen. Die Integration in bestehende Systeme (CRM, SAP ERP, PIM, Payment) und ein Composable-Commerce-Ansatz ermöglichten es, Bestellungen, Produktdetails, Kunden- und Preisdaten zu verknüpfen und zentral bereitzustellen.
Wer es richtig angeht, kann mit einem Serviceportal mehr erreichen als Effizienzsteigerung und eine Verlagerung der Vertriebskanäle. Neben verknüpften System-, Daten- und Prozessstrukturen empfiehlt sich ein klares Monetarisierungsziel. Zwei Modelle, die aus einem digitalen Servicekanal eine zusätzliche Einnahmequelle machen:
Wenig überraschend: In diesen und nahezu allen anderen Monetarisierungsmodellen kann KI das Geschäft auf vielfältige Weise unterstützen und den Business Impact von Serviceportalen verstärken.
Kommen KI-Agenten und Assistenten ins Spiel, erweitern sich die Möglichkeiten im Einsatz von Serviceportalen. Mussten sich Kundinnen und Kunden sonst durch Ersatzteilkataloge und statische Produktseiten klicken, beantwortet KI Fachfragen im Chat und findet in Sekunden das passende Teil inklusive Seriennummer, Datenblätter und Anlagenkonfiguration. Verfügbarkeits- und Machbarkeitsprüfungen laufen automatisiert im Hintergrund.
Der nächste Schritt geht über die reine Automatisierung und das Reagieren auf Anfragen hinaus. Ein KI-gestütztes Serviceportal kann zum Beispiel den Wartungsbedarf antizipieren (Predictive Maintenance) und den Austausch von Ersatzteilen vorschlagen, bevor es zu Störungen kommt und eine Anlage ausfällt. Aus dem reaktiven Servicekanal wird ein proaktiver Orchestrator.
Vom reaktiven Maschinenanbieter zum proaktiven Service-Orchestrator
Wie Agentic AI Serviceportale vom reaktiven Support-Kanal zum vorausschauenden Aftermarket-Geschäft weiterentwickelt, lesen Sie in unserem Whitepaper.
Bei allen technischen Möglichkeiten und Fortschritten: Echtes Umsatzpotenzial birgt ein Serviceportal nur, wenn der Vertriebsprozess dahinter stimmt. Eine einheitliche Datenbasis, digitale Tools für CPQ und Guided Selling, klare Workflows und Governance befähigen Mitarbeitende, individuelle Serviceangebote schneller, konsistenter und kundenorientierter zu erstellen und zu steuern. Genau das bedeutet Sales Excellence in der Industrie und beschreibt den Ansatz, den wir bei valantic verfolgen:
1) Mit einem Business Case beginnen
Bevor es an die Planung der Architektur geht, sollte die initiale Frage lauten: Wie hoch ist das realistische Umsatzpotenzial eines Kundenportals, welche Einsparungen können erzielt werden, welche Investitionskosten fallen an und wann amortisiert sich die Investition? Wer den Servicekanal als Business Case denkt und konkrete Erlösziele beziffert – etwa für das Ersatzteilgeschäft, kostenpflichtige digitale Services oder ein Pay-per-Use-Konzept – entscheidet auf belastbarer Basis, welche Technologien und Funktionen sinnvoll sind.
Wie die Rechnung aufgeht, zeigt ein aktuelles Projektbeispiel:
Für einen international marktführenden Mittelständler mit mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz hat valantic kürzlich den Business Case für ein geplantes Kundenportal kalkuliert – mit Break-even nach einem Jahr und einem kumulierten positiven Nettoeffekt im stabilen zweistelligen Millionenbereich über vier Jahre.
2) Vertrieb und Kundschaft von Anfang an einbeziehen
Häufig scheitern Serviceportale an der Akzeptanz derer, die sie einsetzen sollen: Der Vertrieb erlebt Zusatzaufwand statt Entlastung. Kundinnen und Kunden greifen bei der ersten Hürde wieder zum Telefon. Wer beide Gruppen früh in die Konzeption und Tests einbezieht und den Mehrwert im Tagesgeschäft sichtbar macht, verhindert, dass die Plattform an Nutzerbedürfnissen vorbei gebaut wird.
3) Teams, Tools und Daten verbinden
Marketing, Vertrieb und E-Commerce verantworten das Portal gemeinsam. Das erfordert eine konsolidierte Datenbasis aus CRM, CPQ, PIM und ERP sowie Kennzahlen, die Fortschritte in Personalisierung, Abschlussquoten und digitale Umsatzanteile messbar machen.
Ein B2B-Serviceportal ist heute weder ein reines Effizienztool noch eine Komfort-Feature für höhere Kundenzufriedenheit. Es ist der Ort, an dem Marketing, Vertrieb und Commerce zusammenlaufen. Und an dem aus Daten, KI und neuen Erlösmodellen ein strategischer Umsatzkanal entstehen kann.
Wer das B2B Kundenportal weiterhin nur als Kostenstelle sieht, verschenkt Potenzial, das im margenstärksten Teil des Geschäfts liegt: der langfristigen Kundenbeziehung nach dem ersten Verkauf.
Serviceportale – Die nächste Stufe der Kundeninteraktion
In welchen Branchen lohnt sich ein Serviceportal und wie lässt sich KI sinnvoll integrieren? Unser Whitepaper ordnet im Interviewformat ein, wie User Hubs die Kundeninteraktion im E-Commerce verändern.
Fabian Littau
Director Industry Business | Prokurist
valantic
Als Director Industry Business begleitet Fabian Littau Industrieunternehmen bei der digitalen Transformation von Sales, Marketing und Customer Service. Mit dem Ziel, aus digitalen Vertriebskanälen echte Wachstumstreiber zu machen, verbindet er vorausschauende B2B-Strategien mit technischen Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
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