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Mehr über uns erfahren24. Juli 2026
Es ist 22:47 Uhr.
Eine Einkäuferin sitzt vor der Beschaffungsplattform ihres Lieferanten. Die richtige Ersatzkomponente ist fast gefunden, der Warenkorb bereits gefüllt. Nur eine Frage hält sie noch zurück: Passt die neue Variante wirklich zu meiner bestehenden Anlage?
Die Antwort existiert längst. Der technische Berater kennt sie aus Erfahrung. Er hat ähnliche Fälle schon unzählige Male begleitet und könnte sie in wenigen Sekunden beantworten. Nur ist er um diese Uhrzeit nicht mehr erreichbar.
Die Einkäuferin bricht den Kaufprozess ab und schreibt am nächsten Morgen eine E-Mail.
Was eigentlich ein digitaler Abschluss hätte werden können, landet wieder im manuellen Prozess – oder im schlimmsten Fall beim Mitbewerber.
Solche Situationen passieren täglich – im B2B genauso wie im B2C. Nicht weil Informationen fehlen. Sondern weil genau das Wissen, das für eine Entscheidung nötig wäre, dort bleibt, wo es entstanden ist: in den Köpfen der Mitarbeitenden.
Die eigentliche Herausforderung im digitalen Commerce ist deshalb heute nicht der Mangel an Daten. Es ist der fehlende Zugang zu Erfahrungswissen.
In den vergangenen Jahren haben Unternehmen massiv in ihre digitale Infrastruktur investiert. Produktdaten werden zentral verwaltet, ERP- und CRM-Systeme sind integriert, Dokumentationen gepflegt und Prozesse standardisiert. Trotzdem entsteht genau im entscheidenden Moment eine Lücke.
Der digitale Kanal kennt Artikelnummern, Preise und technische Spezifikationen. Was ihm fehlt, ist Erfahrung.
Genau diese Fragen entscheiden oft darüber, ob ein Kauf abgeschlossen wird oder nicht.
Der Unterschied zwischen einem Katalog und einem Berater liegt nicht in der Menge der Informationen. Er liegt darin, Wissen im richtigen Moment anwenden zu können.
Die Erwartungen der Kundschaft haben sich längst verändert.
Der aktuelle B2B-Monitor von Carpathia zeigt ein spannendes Bild: 87 Prozent der Einkäuferinnen und Einkäufer nutzen aktiv die Beratung ihres Lieferanten. Gleichzeitig bestellen 75 Prozent am liebsten über dessen Onlineshop. Für 59 Prozent ist die Qualität der Informationen auf einer Website sogar ein entscheidendes Kriterium bei der Lieferantenwahl.
Das wirkt zunächst widersprüchlich. In Wirklichkeit beschreibt es genau die Erwartung moderner Kundinnen und Kunden.
Kunden möchten heute nicht zwischen persönlicher Beratung und digitalem Einkauf wählen. Sie erwarten beides gleichzeitig. Sie möchten selbständig bestellen – und dennoch genau dann kompetente Antworten erhalten, wenn Unsicherheit entsteht.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob ein Unternehmen beraten kann. Sondern ob diese Beratung auch im digitalen Kanal verfügbar ist.
Viele Unternehmen sprechen heute über Wissensmanagement. Oft geht es dabei um Dokumentationen, Wikis oder Datenbanken. Doch Wissen besteht aus weit mehr als sauber abgelegten Dokumenten.
Der grösste Wissensspeicher eines Unternehmens sind seine Mitarbeitenden.
Es ist das Erfahrungswissen des Servicetechnikers, der seit fünfzehn Jahren dieselben Anlagen betreut. Das Wissen der Verkaufsberaterin, welche Produktkombination sich in der Praxis bewährt. Das Gespür des Produktspezialisten für Sonderfälle, die in keiner Dokumentation beschrieben sind.
Dieses Wissen ist oft der eigentliche Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens.
Gleichzeitig ist es das Wissen, auf das Unternehmen am schwierigsten zugreifen können. Es verteilt sich auf E-Mails, Serviceberichte, Gesprächsnotizen oder bleibt schlicht im Kopf derjenigen Menschen, die täglich mit Kunden arbeiten. Genau deshalb genügt es heute nicht mehr, Wissen lediglich zu dokumentieren. Es muss dort verfügbar werden, wo Entscheidungen getroffen werden.
Hier eröffnet Künstliche Intelligenz eine neue Möglichkeit. Nicht weil sie Wissen erzeugt. Sondern weil sie vorhandenes Wissen miteinander verbinden kann.
Die eigentliche Stärke moderner KI liegt nicht darin, Fragen aus dem Internet zu beantworten. Sie liegt darin, unterschiedliche Wissensquellen intelligent zusammenzuführen: Produktdaten, technische Dokumentationen, Servicefälle, öffentlich verfügbare Informationen und vor allem das Erfahrungswissen der Mitarbeitenden.
Erst diese Kombination schafft einen digitalen Berater, der Zusammenhänge erkennt und Antworten liefert, die sich am tatsächlichen Unternehmenswissen orientieren.
Damit verändert sich die Rolle des digitalen Kanals grundlegend. Er entwickelt sich vom digitalen Katalog zum digitalen Berater.
Viele Unternehmen starten ihre KI-Initiativen mit der Auswahl eines Modells oder eines Chatbots. Dabei beginnt ein erfolgreiches Projekt viel früher. Die entscheidende Frage lautet:
Welches Wissen macht unser Unternehmen eigentlich einzigartig?
Wer lediglich einen Chatbot auf eine Dokumentenablage setzt, erhält oft Antworten, die plausibel klingen, aber nicht zuverlässig sind. Gerade im Commerce kann das teuer werden.
Eine falsche Aussage zur Kompatibilität einer Industriekomponente, eine fehlerhafte Empfehlung oder eine unvollständige Sicherheitsinformation verursachen deutlich höhere Kosten als eine ehrliche Antwort, die an einen Menschen weitergeleitet wird.
Deshalb entscheidet nicht das Sprachmodell über den Erfolg eines Projekts. Entscheidend ist die Qualität der Wissensbasis.
Ein guter digitaler Berater beantwortet nicht jede Frage. Er beantwortet die richtigen. Und er weiss, wann er an einen Menschen übergeben muss. Nicht jede gute Antwort kommt von einer KI. Manchmal besteht ihre wichtigste Aufgabe darin, den richtigen Menschen einzubeziehen. Genau deshalb beginnt jedes erfolgreiche Wissensprojekt mit vier einfachen Schritten:
Wissen aus Beratung, Service und Dokumentation an einen Ort bringen
Diese Informationen mit Produkt- und Kontextdaten verbinden
Jede Antwort auf eine nachvollziehbare Quelle stützen, statt auf Vermutungen
Das Wissen dort ausspielen, wo Kundinnen und Kunden entscheiden
Mindestens ebenso wichtig ist jedoch die Definition der Grenzen. Nicht jede Anfrage gehört in einen automatisierten Prozess. Preisverhandlungen, komplexe Sonderfälle oder individuelle Projektberatung bleiben bewusst beim Menschen.
Gerade diese klare Aufgabenteilung schafft Vertrauen – sowohl bei den Kunden als auch innerhalb des Unternehmens.
Unternehmen investieren seit Jahren in bessere Produktdaten. Der nächste Wettbewerbsvorteil entsteht jedoch an einer anderen Stelle. Nicht dort, wo Informationen gespeichert werden. Sondern dort, wo Wissen verfügbar wird.
Wer das Erfahrungswissen seiner Mitarbeitenden in den digitalen Kanal bringt, verkürzt Suchzeiten, entlastet den Vertrieb, beschleunigt das Onboarding neuer Mitarbeitender und verbessert gleichzeitig das Einkaufserlebnis.
Vor allem aber entsteht etwas, das bisher kaum skalierbar war: die Kompetenz der besten Mitarbeitenden – jederzeit verfügbar, unabhängig von Öffnungszeiten oder einzelnen Personen.
Bei einem Schweizer Anbieter mit erklärungsbedürftigem Sortiment liessen sich wiederkehrende Fachanfragen direkt im Kanal beantworten, sobald das Erfahrungswissen strukturiert hinterlegt und an die Produktdaten geknüpft war. Die Beratung gewann so Zeit für die Fälle, die sie wirklich braucht. (V-Zug AI Assistant)
Vor einigen Jahren bestand digitaler Commerce darin, Produkte online verfügbar zu machen.
Heute erwarten Kunden Antworten. Und morgen erwarten sie Beratung. Nicht irgendwann, sondern genau in dem Moment, in dem eine Kaufentscheidung entsteht.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob Unternehmen über genügend Wissen verfügen. Die meisten tun das längst. Die eigentliche Frage ist, ob dieses Wissen genau dort verfügbar ist, wo Kundinnen und Kunden ihre Entscheidung treffen.
In den letzten zwanzig Jahren haben Unternehmen vor allem ihre Daten digitalisiert. Die nächsten Jahre entscheiden sich daran, ob sie auch ihr Wissen digital verfügbar machen. Denn der Wettbewerb wird künftig nicht mehr über den besseren Katalog entschieden – sondern über den besseren digitalen Berater.
Wieder sitzt eine Einkäuferin vor dem Warenkorb, wieder taucht die Frage auf. Diesmal erhält sie die Antwort in Sekunden, weil das Wissen des Unternehmens genau dort verfügbar ist, wo es gebraucht wird, unabhängig davon, wer gerade im Büro sitzt.
Welches Wissen in Ihrem Kanal den grössten Hebel hat, finden wir gemeinsam heraus.
valantic begleitet Unternehmen bei digitalem Commerce und Customer Experience, im B2B wie im B2C, von der Auswahl der richtigen Use Cases bis zum messbaren Geschäftsergebnis. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.
Fabian Ritter
Director Sales
valantic
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