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Mehr über uns erfahren23. November 2020
Neues aus dem Hause Congree. Heute dürfen wir bereits zum zweiten mal Stefan Kreckwitz im EXPERT_TALK begrüßen. Stefan ist CEO bei der Congree Language Technologies GmbH und steht uns für ein Interview zur Verfügung.

Kahler: Stefan, bei Congree stehen Neuigkeiten ins Haus. Kannst du uns berichten, was es Neues gibt?
Kreckwitz: Es freut mich sehr, dir berichten zu können, dass wir uns mit dem Team und den Assets der „IAI Linguistic Content Aktiengesellschaft“ verstärkt haben. Das Team der IAILC AG hat mit CLAT eines unserer Vorgängerprodukte entwickelt, Congree mitgegründet und seitdem eng mit uns an der Entwicklung unserer linguistischen Intelligenz zusammengearbeitet. Nun können wir die Synergien noch mehr ausschöpfen. Es entsteht ein einzigartiger Mix aus linguistischem Knowhow und Software, mit dem wir Unternehmen bei den sprachlichen Herausforderungen der Digitalisierung helfen können.
Kahler: Was versprichst du dir von der Übernahme?
Kreckwitz: Mit der Übernahme vervollständigen wir unser Knowhow. Wir können Kunden nun noch umfassender mit Werkzeugen und Dienstleistungen dabei unterstützen, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Egal, ob es um die Bereinigung von sprachlichen Altdaten oder um die Wissenserschließung mit linguistischer Intelligenz geht.
Kahler: Was versteht ihr unter „Wissenserschließung mit linguistischer Intelligenz“?
Kreckwitz: Unternehmen verfügen über einen Wissensschatz in Form von unzähligen Dokumenten, die über die Jahre entstanden sind. Auf diesen Wissensschatz kann nur sehr bedingt zugegriffen werden, weil die Standardsuchverfahren die Sprache sehr oberflächlich berücksichtigen. Hier kommt unsere linguistische Intelligenz ins Spiel. Unsere Congree Linguistic Engine erkennt automatisch Benennungsvarianten und flektierte Formen. Die Ergebnisse können mit Terminologiedatenbanken abgeglichen und statistisch unter Einbeziehung von Semantikklassen gewichtet werden. All dies erhöht die Vollständigkeit und Relevanz von Suchergebnissen deutlich. Das im Dokumentenbestand enthaltene Wissen kann mit der linguistischen Intelligenz effizient erschlossen werden.
Kahler: Wir erleben in Unternehmen, dass das Thema Linguistik oft stiefmütterlich behandelt wird. Wird das Thema perspektivisch prominenter werden? Wie siehst du die Zukunft?
Kreckwitz: Wir merken bereits den Wandel. Im Zuge der Digitalisierung kommen Anfragen zunehmend aus Bereichen wie dem Master Data Management, Produkt Information Management oder Marketing zu uns. Die Unternehmen erkennen, dass die Personalisierung von Content und effiziente Informationserschließung ohne Standardisierung und linguistische Intelligenz nicht möglich sind.
Kahler: Für viele Unternehmen ist das Thema „Neuland“. Ich vermute, dass Congree hier viel Pionierarbeit leisten muss, ist das so? Oder kommen Kunden mit konkreten Anforderungen auf euch zu und wenn ja, mit welchen?
Kreckwitz: Viele Unternehmen sind bezüglich der Möglichkeiten, die wir bieten, schlecht informiert. Hier ist in der Tat Pionierarbeit zu leisten. Wenn Kunden ihre Anforderung bereits formulieren können, geht es meist darum, sprachliche Konsistenz zu erreichen. Das fängt mit der Konsolidierung von Bestandsdaten an und endet mit dem Einsatz des Congree Authoring Servers zu Sicherstellung der Qualität neuer Inhalte.
Kahler: Abschließend möchte ich noch eine Frage zur Zukunft stellen. Congree hat sich nun mit der IAI Linguistic Content Aktiengesellschaft strategisch ausgerichtet. Was plant ihr noch für die Zukunft? Wo geht die Reise hin?
Kreckwitz: In Bereichen wie der Technischen Dokumentation oder dem Product Information Management ist Congree bereits etabliert. Wir beobachten, dass es nun zunehmend Anfragen aus anderen Bereichen gibt. Wenn man bedenkt, wie viel Zeit Kunden und Interessenten mit dem Lesen von Inhalten verbringen, wird klar, dass gute Texte zu einem hohen Maß das Bild einer Firma prägen. Wir möchten Unternehmen dabei helfen, Textoptimierung unternehmensweit einzuführen, um den oftmals übersehenen Wert der geschriebenen Inhalte zu steigern.
Kahler: Vielen Dank für das Interview.
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