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Wie KI-Agenten Business-Probleme lösen

Junge Leute arbeiten am Laptop

Im Rahmen der DSAG-Technologietage 2026 in Hamburg wurde Innovation nicht nur diskutiert, sondern aktiv entwickelt: Gemeinsam mit valantic hat die Deutschsprachige SAP Anwendergruppe (DSAG) einen Hackathon organisiert, bei dem sieben Teams aus Studierenden und Young Professionals ihre Ideen rund um Agentic AI präsentierten.

Die Herausforderung: Auf Basis des bewährten valantic Agent Frameworks sollten die Teilnehmenden multimodale KI-Agenten entwickeln, die Sprache und Text kombinieren und direkt in SAP nahe Prozesse integriert werden können. Der Fokus lag dabei auf einem Ziel: Business-Mehrwert schaffen, keine technologische Spielereien.

DASG Hackathon: klare Struktur, klare Bewertung

Für die Erarbeitung ihres Use Cases hatten die Teams drei Tage Zeit, in denen sie bei ihrer Entwicklungsarbeit sowohl vom valantic Fachteam als auch von der DSAG unterstützt wurden. Dann folgte die dynamische Präsentation der Ergebnisse: Drei Minuten für den Pitch, drei Minuten für kritische Rückfragen der Jury, eine Minute für die Bewertung und drei Minuten für die finale Punktevergabe.

Bewertet wurde anhand zentraler Kriterien wie Verständlichkeit, Innovationsgrad und Umsetzbarkeit. Das Ergebnis waren prägnante Präsentationen der Studierenden und Young Professionals, die sich konsequent auf den Nutzen der Lösungen konzentrierten. Sieben Teams waren dabei. Deren Bandbreite zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig KI-Agenten heute eingesetzt werden können, insbesondere im Zusammenspiel mit bestehenden Unternehmensprozessen.

ConnectaAI: intelligenter Service Desk

Das Team hinter ConnectaAI adressierte eine klassische Herausforderung im IT-Service: die effiziente Bearbeitung eingehender Tickets. Die Lösung automatisiert den gesamten Prozess – vom Ticket-Eingang über die intelligente Zuteilung bis hin zur KI-gestützten Antwort. Dabei werden Skills, Verfügbarkeiten und Kontext berücksichtigt, um Tickets zielgerichtet zuzuweisen. Der Mehrwert liegt klar auf der Hand: schnellere Bearbeitung, weniger Fehlzuweisungen und eine spürbar höhere Servicequalität.

Ticket AI: vom Meeting direkt ins System

Ein anderes Team setzte genau dort an, wo viele Prozesse heute noch ineffizient sind: zwischen Meeting und Umsetzung. Ticket AI wandelt unstrukturierte Meeting-Notizen oder Transkripte automatisiert in strukturierte Ticket-Vorschläge um. Titel, Beschreibung, Zuständigkeiten und Deadlines werden direkt generiert – bleiben aber vor der finalen Erstellung prüfbar. Damit wird ein häufig unterschätztes Problem gelöst: Informationsverlust und manuelle Nacharbeit. Gleichzeitig wird der Übergang in operative Systeme wie Asana deutlich beschleunigt.

Siegenia-Team: Automatisierung im Wareneingang

Ein besonders praxisnaher Ansatz kam aus dem Umfeld Logistik und Produktion. Das Team entwickelte eine Lösung zur automatisierten Verarbeitung von Lieferscheinen im Wareneingang. Statt manueller Erfassung und Abgleich übernimmt ein KI-Agent die Verarbeitung, erkennt Positionen und Mengen und integriert die Daten direkt in bestehende Systeme. Das Ergebnis ist messbar: mehrere Stunden Zeitersparnis pro Tag, reduzierte Fehlerquoten und ein klar quantifizierbarer wirtschaftlicher Nutzen.

Process Pilots: Struktur aus unstrukturierten Aufträgen

Die Process Pilots konzentrierten sich auf einen häufig unterschätzten Engpass im Vertrieb: unstrukturierte Auftragseingänge per E-Mail. Ihre Lösung schafft eine „intelligente Brücke“ zwischen Freitext und ERP-System. KI extrahiert relevante Informationen, strukturiert diese und überführt sie direkt in den Prozess. Der Effekt: weniger manuelle Arbeit, höhere Datenqualität und eine bessere Skalierbarkeit im Vertrieb.

Weitere KI-Agenten: Governance, Optimierung und Integration

Auch die übrigen Teams zeigten spannende Ansätze – von KI-Governance-Lösungen über Prozessoptimierung bis hin zu SAP-nahen Assistenzsystemen. Gemeinsam wurde deutlich: Der Fokus verschiebt sich zunehmend von isolierten KI-Tools hin zu integrierten, prozessorientierten Lösungen.

Gewinner-Team überzeugt mit KI in der Supply-Chain

Den ersten Platz sicherte sich das Team Tjaro mit einer Lösung für das Supply-Chain-Management. Im Zentrum steht die Fähigkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Lösung kombiniert eine vorausschauende Risikoanalyse, autonome Entscheidungsunterstützung und einen Human-in-the-loop-Ansatz zur Absicherung des Prozessablaufs. Gerade vor dem Hintergrund zunehmend volatiler Lieferketten traf das Team damit einen Nerv – und überzeugte die Jury sowohl inhaltlich als auch konzeptionell.

Fazit: KI-Agenten werden zum integralen Bestandteil von Prozessen

Der DSAG Hackathon 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wohin die Reise geht: KI-Agenten sind nicht länger isolierte Anwendungen, sondern entwickeln sich zu integralen Bestandteilen von End-to-End-Prozessen. Die präsentierten Lösungen verdeutlichen, dass der größte Mehrwert dort entsteht, wo KI direkt in bestehende Systemlandschaften eingebettet wird – mit klarem Fokus auf Effizienz, Qualität und Skalierbarkeit.

Für valantic als Partner des Hackathons ist klar: Die Kombination aus technologischer Expertise und praxisnahen Use Cases wird entscheidend sein, um Unternehmen erfolgreich in die nächste Phase der digitalen Transformation zu führen.

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