Highlight
Gemeinsam erfolgreich – unser valantic Team.
Lernen Sie die Menschen kennen, die mit Leidenschaft und Verantwortung bei valantic Großes bewegen.
Mehr über uns erfahren16. September 2019
Heute dürfen wir Herrn Emil Hadner begrüßen. Herr Hadner ist Geschäftsführer bei der PROCLANE Integration GmbH. Herr Hadner steht uns zum Interview zur Verfügung.

Kahler: Herr Hadner, Sie sagen, jeder an ein SAP-System angebundene Webshop sollte ein PIM haben. Richtig?
Hadner: Ja, definitiv! Wir sind jetzt seit mehr als 12 Jahren auf die SAP/eCommerce-Integration spezialisiert, und diese Erfahrung machen wir immer wieder. Wer schon einmal ein SAP-System gesehen hat, weiß, dass es nicht dafür vorgesehen ist, Vertriebs- und Marketingtexte komfortabel zu pflegen. Erst recht nicht, wenn die Texte in mehreren Sprachen vorliegen müssen und Bilder, Videos oder Download-Dokumente dazu kommen. Oder wenn unsere Kunden nicht nur über einen Onlineshop, sondern auch über Marktplätze oder weitere Kanäle verkaufen. Dann wird die Organisation der Produktinformationen schnell sehr komplex…
Kahler: Wie viele Ihrer Kunden haben denn ein PIM-System, wenn Sie in eine eCommerce-Integration einsteigen?
Hadner: Rund 40%. 20% pflegen ihre Daten anders. Die restlichen 40% entscheiden sich im Zuge des eCommerce-Projektes für die Einführung eines PIM-Systems.
Kahler: Das verzögert dann aber doch erst einmal die eCommerce-Integration, oder?
Hadner: Ja, aber nur geringfügig – und vorübergehend. Organisiert und gepflegt werden müssen die Daten ja in jedem Fall. Die Zeit für die Einführung des PIM-Systems holen wir wieder auf, weil in dem Zusammenhang Workflows geklärt werden und Daten anschließend deutlich besser zur Verfügung stehen. Wenn wir während der Evaluation des PIM-Systems schon an Bord sind, können wir sicherstellen, dass PIM- und SAP-Strukturen zueinander passen.
Kahler: Haben Sie dafür ein Beispiel?
Hadner: Die SAP-Vertriebsbereiche: Darin werden in SAP-Systemen Informationen zu Tochterunternehmen oder Landesvertriebsorganisationen gebündelt. Verkauft ein Unternehmen auch in Spanien, sind hier nicht nur die spanischen Produkttexte gespeichert, sondern beispielsweise auch die Information, dass in Spanien eine andere Mindestverkaufsmenge gilt. Und vielleicht liegen auch portugiesische Informationen hier, weil in Portugal zwar eine andere Sprache gesprochen wird, das Land aber zur selben Vertriebsorganisation des Unternehmens gehört.
Kahler: In Onlineshops sind diese Informationen anders organisiert?
Hadner: Ja. Hier werden die Informationen meist nach Ländern oder Sprachen organisiert. Das PIM-System muss die Struktur des SAP-Systems abbilden, die Anreicherung der Daten einfach machen und dann an die richtigen Kanäle ausspielen. Je besser seine Strukturen auf das SAP-System abgestimmt sind, desto einfacher ist die SAP/PIM Integration und Kompatibilität und desto schlanker können die Prozesse anschließend laufen.
Kahler: A propos Prozesse: Wie genau sehen die aus, wenn SAP-System, Shop und PIM ineinandergreifen?
Hadner: Die Hoheit über die Grunddaten zu Produkten und Preisen liegt meist noch im SAP-System. Das ist vielen SAP-Verantwortlichen in Unternehmen wichtig. Event- oder zeitgesteuert werden sie an das PIM übertragen, hier für die unterschiedlichen Vertriebskanäle angereichert und dann automatisiert ausgespielt. Das bedeutet, die gesamte Contentpflege für alle Vertriebs- und Marketingkanäle erfolgt in einem System, auf das alle Verantwortlichen zugreifen und das nach ihren Anforderungen aufgesetzt werden kann. Die Lokalisierung, also Pflege der landesspezifischen Texte und zusätzlichen Informationen, wird von den Vertriebsgesellschaften übernommen, die Freigabe in der Zentrale. Diese Workflows lassen sich mit einem PIM ideal organisieren. Und es fällt den Redakteuren auf, wenn beispielsweise für einen Marktplatz ein Bild fehlt oder ein hinterlegtes Dokument nicht aktuell ist.
Kahler: Wo liegt aus Ihrer Sicht der größte Vorteil eines integrierten PIM-Systems?
Hadner: Der liegt meiner Einschätzung nach nicht nur in der eCommerce-Integration. Die Unternehmen sind mit einem PIM einfach deutlich besser aufgestellt für alle Vertriebs- und Marketinganforderungen der Zukunft, egal ob in Print oder Online, auf Websites, Marktplätzen oder in Social Media. In größeren Unternehmen wird es nicht mehr ohne PIM gehen.
Kahler: Vielen Dank für das Interview.
Customer Experience 30. Juli 2026
Kostenfaktor oder Umsatzkanal: Was bringen B2B-Serviceportale 2026?
Rund ein Drittel des B2B-Umsatzes wird mittlerweile über E-Commerce und digitale Kanäle generiert. Oft noch ungenutzt bleibt dabei das Potenzial von Self-Serviceportalen in B2B. Wie Kundenplattformen mit KI, Sales Excellence und innovativen Erlösmodellen zum Umsatzkanal werden, beantwortet dieser Beitrag.
Kostenfaktor oder Umsatzkanal: Was bringen B2B-Serviceportale 2026?
Agentic Commerce 24. Juli 2026
KI im Wissensmanagement: Wissen in den digitalen Kanal bringen
Es ist 22:47 Uhr, der Warenkorb ist gefüllt, doch eine Frage bleibt offen. Die Antwort kennt der Berater, nur ist er nicht mehr erreichbar. Das wertvollste Wissen eines Unternehmens sitzt bei seinen Mitarbeitenden, selten im digitalen Kanal. Wie KI dieses Erfahrungswissen verfügbar macht, lesen Sie hier.
KI im Wissensmanagement: Wissen in den digitalen Kanal bringen
Customer Experience 23. Juli 2026
Service-as-a-Software: Wie wird das Marketing KI-ready? | Interview
Der Marketing Tech Monitor 2026 macht deutlich: Während KI-Anwendungen und Agenten sich rasant weiterentwickeln, kämpfen viele Unternehmen mit der Umsetzung. Warum zwischen technologischem Fortschritt und organisatorischer Realität oft eine große Lücke entsteht, beantworten wir im Interview.
Service-as-a-Software: Wie wird das Marketing KI-ready? | InterviewNichts verpassen.
Blogartikel abonnieren.