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Mehr über uns erfahrenMünchen, 10. September 2026: Startups haben für börsennotierte Unternehmen eine wichtige strategische Bedeutung. Durch die enge Einbindung innovativer, junger Firmen gelangen neue Ideen, aktuelles Wissen und agile Methoden ins Unternehmen, ohne dass gewachsene Strukturen die Weiterentwicklung bremsen. Doch wie arbeiten große Unternehmen und Startups am besten zusammen?
Der Startup- und Innovationsmonitor 2026 von valantic zeigt: Die Kooperationsmodelle haben sich verschoben.
Einige haben an Bedeutung verloren, andere sind neu hinzugekommen. Der Monitor, den das Digital Consulting-, Solutions- und Software-Haus valantic jetzt in neunter Auflage herausgibt, analysiert die Geschäftsberichte und Innovationsprogramme von 130 Unternehmen aus DAX, MDAX, ATX und SMI und lässt Fachleute aus der Programmpraxis zu Wort kommen.
Innerhalb der Programmlandschaft verschiebt sich das Gewicht vom betreuungsintensiven Kohortenformat hin zur Kapitalbeteiligung. Acceleratoren gehen um ein Viertel zurück, Inkubatoren um ein Drittel, während die Zahl der Venture-Capital-Einheiten leicht wächst und erstmals mehr als die Hälfte aller unternehmenseigenen Programme stellt.
Kooperationsprogramme, an denen sich mehrere Unternehmen parallel beteiligen, gewinnen dabei relativ an Gewicht: Sie geben mit vier Prozent deutlich schwächer nach als die Programme einzelner Konzerne. Geteilte Plattformen verteilen Kosten und Risiko auf mehrere Träger, senken die Eintrittsschwelle für Startups und überdauern Entscheidungen einzelner Konzerne.
Parallel hat sich mit dem Venture Clienting ein Modell etabliert, das die bisherigen Kooperationsformen ergänzt: Der Konzern wird zum Kunden des Startups. Am Ende eines erfolgreichen Pilotprojekts stehen eine Bestellung und der Status als Lieferant. Für den Konzern entfällt die Kapitalbindung, für das Startup die Verwässerung.
Bemerkenswert ist die Reichweite über Branchengrenzen hinweg. Neben Automobilbau, Logistik und Industrie findet sich das Modell in der Immobilienwirtschaft, wo Vonovia seit Juli 2025 als strategischer Partner und Pilotkunde des PropTech-Programms ATechX auftritt, und in der Versicherungswirtschaft, wo der von Munich Re mitgegründete InsurTech Hub Munich ein eigenes Venture Client Programm betreibt.
26 der 40 DAX-Unternehmen sind an mindestens einem unternehmensübergreifenden Kooperationsprogramm beteiligt, nach 30 im Vorjahr; 14 Unternehmen partizipieren an keinem Programm. Die Zahl der Beteiligungen sinkt um 23 % von 115 auf 88. Die meisten führt SAP mit neun Programmen, gefolgt von BASF mit sieben sowie Allianz und Infineon mit je sechs. Ein Teil des Rückgangs geht auf den Wechsel von Porsche in den MDAX zurück; das Unternehmen lag im Vorjahr mit acht Programmen gemeinsam mit SAP an der Spitze.
„Programme investieren oft sehr viel Energie in Speaker:innen, Sessions, Timetables, Kommunikation und Organisation, weil diese Dinge sichtbar und planbar sind. Die eigentliche Frage müsste aber sein: Was braucht dieses konkrete Startup genau jetzt? Ein Team mit ersten zahlenden Kund:innen braucht vielleicht keine weitere Session über Product-Market-Fit, sondern Zugang zu drei relevanten potenziellen Kunden. Ein anderes Team hat möglicherweise ein Leadership-Problem zwischen den Gründer:innen. Ein drittes braucht jemanden, der zwei Stunden mit ihnen durch ihr Finanzmodell geht.“
„Drei Themenfelder prägen den Startup- und Innovationsmonitor 2026. Künstliche Intelligenz ist häufig Bestandteil von Programmen, aber nur selten der Grund, aus dem sie entstanden sind. Defence und Dual-Use sind neu hinzugekommen, bisher aber vor allem bei wenigen Konzernen und stärker in der Zusammensetzung der Indizes als in den Programmen selbst. Im Bau- und Immobiliensektor bieten die Unternehmen den Startups etwas an, das kein anderer Sektor hat: Zugang zu ihren eigenen Baustellen, Gebäuden und Netzen, in denen sich Technologie im laufenden Betrieb testen lässt.“
„Etablierte Unternehmen im DACH-Raum brauchen Innovationskraft, Kreativität und Agilität, um bestehende Marktanteile zu sichern, neue Märkte zu erschließen und zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Unser Startup- und Innovationsmonitor 2026 bietet einen strukturierten, praxisnahen Überblick über Formate und Programme, die Unternehmen und Startups zusammenbringen – und so neue Chancen für Wachstum und Innovation schaffen.“
Jetzt den Startup- und Innovationsmonitor 2026 downloaden
Wie Konzerne mit Startups arbeiten: der Blick hinter die Programmlandschaft im DACH-Raum.
Bildquelle: valantic
Patricia Haas, Senior Consultant bei valantic und Leiterin des Startup- und Innovationsmonitors
Bildquelle: valantic
Dr. Jens Lehnen, Principal bei valantic und Co-Autor der Studie
Bildquelle: valantic
Durchschnittliche Marktkapitalisierung und Rate eigener Programme im Vergleich