Highlight
Gemeinsam erfolgreich – unser valantic Team.
Lernen Sie die Menschen kennen, die mit Leidenschaft und Verantwortung bei valantic Großes bewegen.
Mehr über uns erfahren29. Februar 2020
Die Verbesserung der Effizienz von Planungs- und Berichterstattungsprozessen oder die Erhöhung der Aussagequalität und -genauigkeit von Planzahlen sind kontinuierliche Optimierungsthemen in jeder Controlling-Organisation. Bei einem Blick auf mögliche IT-Lösungen führt kaum ein Weg am Produkt SAP BPC vorbei, insbesondere dann, wenn das Unternehmen bereits eine „SAP-Strategie“ verfolgt.
Wird die Implementierung von SAP BPC erwogen, sollten Entscheidende jedoch genauer hinsehen und ihre langfristigen Ziele und Strategien einbeziehen. Der Grund: Es gibt mindestens drei Varianten SAP BPC zu integrieren, die in Unternehmen angewendet werden:
Der Grad der Integration mit einem möglicherweise bereits vorhandenen SAP S/4HANA bzw. der HANA-Datenbank nimmt zwischen den Varianten eins bis drei ab – mit Tendenz zu einem Unentschieden zwischen Standard on HANA und Standard on BW.
Ein SAP BPC Embedded on S/4HANA (Embedded BW) (Variante 1) bedingt das Vorhandensein eines SAP S/4HANA ERP-Systems und bietet dort eine sehr interessante Integrationslösung zwischen Planung und ERP. Dies ermöglicht es z.B. eine Kostenstellenplanung mit den Planungswerkzeugen des SAP BPC zu erstellen (d.h. z.B. Verteilungsfunktionen oder andere Algorithmen zu nutzen) und diese dann im ERP zu speichern. Voraussetzung ist u.a. die Einhaltung einer konsistenten Kontenplanstruktur. Zudem kann das BPC in dieser Variante Daten via HANA-Views in Real-Time aus dem S/4HANA lesen (d.h. ohne Datenreplikation). Wer daher eine S/4HANA Einführung plant, kann hier langfristig sehr große Potenziale freisetzen. Das typische, zur Erstellung von Dateneingabe- bzw. Ausgabetemplates, eingesetzte Berichtswerkzeug ist SAP Analysis for Office bzw. SAP Lumira 2.0 für grafisch unterstützte Berichte.
Zu beachten ist, dass in einem SAP BPC Embedded on S/4HANA (Embedded BW) die Konfiguration nicht nur über eine SAP BPC Benutzeroberfläche, sondern zu weiten Teilen auch über SAP BW erfolgt. Dies bedeutet, dass z.B. alle Hierarchien für Kontenpläne, Konsolidierungskreis, aber auch Planungsfunktionen im SAP BW Umfeld definiert werden (vereinfachte Darstellung) und somit SAP BW-Kenntnisse notwendig sind.
Die Ausprägung des S/4HANA Systems kann hierbei auch eine Transformationsphase abdecken. Dies bedeutet, dass z.B. ein Unternehmen, das heute noch klassische ERP-Systeme (d.h. kein S/4HANA ERP) im Einsatz hat, ein SAP BPC Embedded on HANA aufsetzen könnte, ohne dass zu Anfang operative Buchungskreise im S/4HANA geführt werden. Diese könnten dann schrittweise integriert werden. Hierbei ist jedoch generell zu beachten, dass die S/4HANA Konzeption nicht einen vollumfänglichen Enterprise DWH-Ansatz umfasst, da maximal 20 Prozent des Datenvolumens des Embedded SAP BW für weiterführende Reportingbereiche (z.B. ein HR Reporting) genutzt werden sollen. Wer also auf einem S/4HANA ein umfassendes Enterprise Data Warehouse nutzen möchte (z.B. ERP-übergreifendes Vertriebs-, HR-, Supply Chain-Reporting etc.), wird auch in diesem Umfeld bei entsprechenden Volumina nicht um die separate Einführung eines SAP HANA basierten „normalen“ (d.h. nicht embedded) Business Warehouse herumkommen.
Die Integration zwischen SAP BPC und SAP Enterprise BW unterliegt jedoch nicht mehr den Namensraum-Beschränkungen zwischen SAP BPC und dem SAP Enterprise BW, sodass ein Datenaustausch für Reporting-Zwecke einfach ist.
Unternehmen, welche die Vorteile von SAP HANA als Datenbank nutzen wollen (v.a. Geschwindigkeit und Massendatenhaltung), gleichzeitig aber die Konfiguration des SAP BPC ausschließlich über eine SAP BPC-Benutzeroberfläche ohne SAP BW-Kenntnisse durchführen möchten, können dies mit dem SAP BPC Standard (Netweaver) on BW on HANA (Variante 2) tun. Hier gelten jedoch ein paar Einschränkungen in der gemeinsamen Datennutzung, die den Austausch mit dem ERP nicht in Real-Time und ohne Datenreplikation, sondern über Extraktoren ermöglichen. Einschränkungen bestehen in der Wahl der möglichen Reporting-Werkzeuge, da hier standardmäßig das SAP EPM Plug-in als Excel-Front-End zum Einsatz kommt. Dabei ist die Nutzung von SAP Analysis for Office generell möglich. Es werden aber in SAP Analysis for Office noch nicht alle Funktionen des SAP EPM Plug-in bereitgestellt.
Diese Frage erscheint uns als eine der wesentlichen für das Szenario, in dem ein stufenweiser Übergang von SAP BPC Standard (Netweaver) on BW on HANA auf ein SAP BPC Embedded on HANA erfolgen soll (nachdem das ERP auf SAP S/4HANA umgestellt wurde). In einem solchen Szenario muss auch das Datenmodell neu aufgebaut werden, da die beiden Varianten von SAP BPC unterschiedlich modelliert werden.
Wer sich die HANA-Datenbank nicht zunutze machen möchte, findet den vollen Funktionsumfang von SAP BPC Standard auf SAP BW (Variante 3) auch auf einer „normalen“ relationalen Datenbank.

Wir erachten hierbei die Konkretisierung einer SAP S/4HANA-Einführung als wesentlichen Schlüssel. Danach ist das Steuerungsmodell des Unternehmens in einem integrierten System zu validieren, d.h. welche Kennzahlen auf welcher organisatorischen Ebene erforderlich sind. Wer dann die enge Verzahnung zwischen SAP BPC und dem SAP ERP möchte, ist mit der Embedded Version optimal aufgestellt.
Die Voraussetzungen zur Einführung von SAP S/4HANA sind aber für sich genommen wieder ein eigenes, großes Projekt, weshalb sich dann ein SAP BPC Embedded on HANA entweder parallel einreihen oder hintenanstellen muss.
Inwieweit sich ein SAP BPC Standard on HANA von einem SAP BPC Standard auf einer relationalen Datenbank unterscheidet, hängt von Anwendungsfällen ab, die in Richtung Data Analytics und Massenverarbeitung von Daten gehen und somit stark auf die notwendige Performance abzielen.
Sie haben Fragen?
Sofern Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, freuen wir uns sehr über eine Kontaktaufnahme zu einem unserer Expert*innen.
Customer Experience 9. Juli 2026
Customer Centricity im Manufacturing: Wie Hersteller steigende Kundenerwartungen erfüllen
Kundenorientierung ist auch im B2B-Umfeld unverzichtbar, um langfristige Beziehungen aufzubauen. Doch wie gelingt echte Kundenzentrierung und wie wird der ROI messbar? Praxistipps und ein reales Projektbeispiel zeigen, wie Fertigungsunternehmen Customer Centricity als Wachstums- und Wettbewerbsvorteil nutzen.
Customer Centricity im Manufacturing: Wie Hersteller steigende Kundenerwartungen erfüllen
Künstliche Intelligenz 25. Juni 2026
KI-Potenziale in der Fertigung: Welche Use Cases laufen bereits – und was rechnet sich?
In der Fertigungsindustrie zählt KI schon heute zu den wichtigsten Technologien. Doch zwischen Ambition und produktivem Einsatz mit messbarem Outcome klafft eine deutliche Lücke. Wo lohnt sich KI in der Fertigungsindustrie 2026 und welche Use Cases machen die Potenziale schon heute greifbar?
KI-Potenziale in der Fertigung: Welche Use Cases laufen bereits – und was rechnet sich?
Künstliche Intelligenz 24. Juni 2026
Model Context Protocol: MCP als Infrastruktur für KI-Integration
Model Context Protocol, kurz MCP, taucht zunehmend in strategischen KI-Diskussionen auf. Der offene Standard bietet einen effizienten Weg, KI-Assistenten mit CRM, ERP und internen Systemen zu verbinden. Dieser Beitrag ordnet ein, warum MCP für Entscheider relevant ist, welche geschäftlichen Chancen entstehen und wo Vorsicht geboten ist.
Model Context Protocol: MCP als Infrastruktur für KI-IntegrationNichts verpassen.
Blogartikel abonnieren.