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Mehr über uns erfahrenMünchen, 04. Mai 2026: Für die meisten Unternehmen im deutschsprachigen Raum gehört die SAP Transformation zur betrieblichen Realität. Bei 70 Prozent der SAP Kunden läuft die Migration zu S/4HANA zurzeit oder ist bereits abgeschlossen. Das zeigt die aktuelle SAP Studie 2026 von valantic mit dem Analystenhaus techconsult. Demnach ist die Private Cloud mit 64 Prozent das dominierende Betriebsmodell, während On-Premises-Umgebungen weiter an Bedeutung verlieren. Auch Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich zum Standard: 67 Prozent der Befragten nutzen KI operativ oder als integralen Bestandteil ihrer Geschäftsprozesse, vor allem, um Prozesse zu beschleunigen und Kosten zu sparen. valantic führt die SAP Studie seit 2018 durch. An der diesjährigen Befragung haben 409 Führungskräfte aus der DACH-Region teilgenommen.
Das Digital Consulting-, Solutions- und Software-Haus valantic befragt jährlich Entscheiderinnen und Entscheider nach dem Stand ihrer SAP S/4HANA Transformation sowie nach Investitionsabsichten, präferierten Technologien und den davon erwarteten Geschäftschancen. Damit ist die valantic SAP Studie ein wichtiges Stimmungsbarometer der SAP Community.
Die aktuelle Ausgabe fokussiert die Themen Cloud-Strategie, Datenplattformen und Künstliche Intelligenz. Die Erhebung wurde gegenüber 2025 methodisch* erweitert: Sie stützt sich auf eine deutlich größere Stichprobe von Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und erlaubt somit erstmals einen regional differenzierten Vergleich innerhalb der DACH-Region. Darüber hinaus liefert sie 2026 vertiefte branchenspezifische Analysen – insbesondere für zentrale SAP Industrien wie die Diskrete Fertigung, Lebensmittelindustrie und Handel.
Der Markt hat die Planungsphase weitgehend verlassen, die Umsetzung der SAP S/4HANA Migrationen sowie die Stabilisierung der modernisierten Systemlandschaften dominiert. Gleichzeitig verschieben sich die Schwerpunkte. Was zunächst als ERP-Migration begann, entwickelt sich zunehmend zu einer umfassenderen Transformation der IT-Umgebungen in Richtung einer Cloud-basierten Plattformarchitektur zur Integration von Daten, Prozessen und KI auf Basis der SAP Business Technology Platform (SAP BTP) und SAP Business Data Cloud (SAP BDC).
Die Umstellung auf SAP S/4HANA markiert für viele Unternehmen nicht das Ende der Transformation, sondern einen Ausgangspunkt für weitere Optimierungen mit dem Ziel, die möglichen Wettbewerbsvorteile auszuschöpfen.
Der Großteil der befragten Unternehmen ist in der SAP S/4HANA Umsetzungs- und Stabilisierungsphase angekommen. 28 Prozent der Befragten arbeiten bereits produktiv mit ihren neuen ERP-Systemlandschaften, 42 Prozent befinden sich mitten in ihren Implementierungsprojekten, weitere 25 Prozent planen konkret die Migration. Lediglich fünf Prozent haben aktuell keine Umstellung vor.
Dabei wandert die Transformation durch die Marktsegmente: Während größere Organisationen früher gestartet sind und sukzessive produktiv gehen (65 Prozent abgeschlossene Projekte), steigt bei KMUs der Anteil laufender Implementierungen im Vorjahresvergleich von 17 auf 25 Prozent.
Beim Betriebsmodell baut die Private Cloud ihre dominante Stellung aus. 64 Prozent (2025: 58 Prozent) der Befragten betreiben ihre SAP Systeme in einer eigenen Cloud-Umgebung. Das bestätigt den Trend des Vorjahres: Die Mehrheit der Unternehmen bevorzugt eine stetige, kontrollierte Transformation.
Dies gilt gerade für industrielle Sektoren wie die Diskrete Fertigung, die Lebensmittelindustrie sowie Transport und Logistik. Die Gründe: ein hoher Individualisierungsgrad, komplexe Produktions- und SCM-Logiken, die Integration von Shopfloor- und PLM-Systemen sowie strengere regulatorische Rahmenbedingungen. 25 Prozent der Unternehmen nutzen die Public Cloud (2025: 22 Prozent), während On-Premises-Umgebungen mit nunmehr elf Prozent weiter deutlich an Attraktivität verlieren (2025: 20 Prozent).
„Die dominierende Rolle der Private Cloud in der SAP Community ist ein deutliches Signal: Unternehmen wollen ihre Transformation kontrolliert und in ihrem eigenen Tempo gestalten“, sagt Rüdiger Hoffmann, Partner & Managing Director bei valantic. „Gleichzeitig wächst der Anteil der Public-Cloud-Nutzung, insbesondere dort, wo Standardisierung und schnelle Rollouts gefragt sind. Unsere Studie zeigt: Die erfolgreichsten Unternehmen kombinieren beide Welten und bauen mit SAP S/4HANA, SAP BTP und SAP BDC eine flexible Plattformarchitektur, die sie für zukünftige Daten- und KI-Szenarien optimal positioniert“, so Hoffmann.
Bei der SAP Cloud ERP-Migration rückt aufgrund der gestiegenen Anzahl laufender Implementierungen und bereits produktiver Systeme die tatsächliche Projekterfahrung in den Fokus. Die Bewertung fällt in den Transformationsphasen Implementierung und Betrieb differenziert aus.
In laufenden Migrationen herrscht bei den Befragten finanzielle Ambivalenz. So erwarten 42 Prozent mehr Kosteneffizienz durch Cloud-ERP, gleichzeitig befürchtet eine Mehrheit (57 Prozent) hohe Projektkosten. Vor allem KMUs (45 Prozent) und die Versorgerbranche (63 Prozent) nehmen die Transformationskosten als zu hoch wahr.
Rund 30 Prozent der Entscheiderinnen und Entscheider betrachten die Migrationskomplexität als zu hoch, in der Chemie- und Pharmaindustrie sind es mit 44 Prozent sogar deutlich mehr. Bremsfaktor ist dabei weniger die Cloud-Technologie selbst, sondern die Überführung historisch gewachsener Prozesse und proprietärer Systeme in standardisierte Cloud-Umgebungen.
Nach dem Go-live bewerten Unternehmen, ob sich der Aufwand für die Transformation auf SAP Cloud ERP tatsächlich auszahlt. Hier liefert die Kostenwahrnehmung ein erstes deutliches Signal: 51 Prozent der Befragten attestieren ihrer Cloud-Lösung einen kosteneffizienten Produktivbetrieb.
Auch die bessere Zugänglichkeit der Systeme gewinnt jetzt an Bedeutung und wird von jedem zweiten Unternehmen positiv bewertet, in der Chemie- und Pharmaindustrie wissen dies sogar 56 Prozent zu schätzen. Für Logistik (69 Prozent) und Handel (46 Prozent) mit ihren dezentralen Strukturen und Omnichannel-Modellen zahlt sich der einheitliche Zugriff auf zentrale Lösungen und Plattformen besonders aus.
Künstliche Intelligenz ist für Unternehmen klar geschäftsrelevant. Sie versprechen sich eindeutige Business-Mehrwerte wie Prozessbeschleunigung, Kosteneinsparungen und bessere Problemanalysen. Entsprechend breit wird die Technologie bereits eingesetzt (insgesamt 67 Prozent).
Im Detail nutzen 42 Prozent der Unternehmen erste KI-Anwendungen und Services, 25 Prozent haben sie sogar bereits fest in ihre Geschäftsprozesse integriert – insbesondere Unternehmen mit abgeschlossener Cloud-ERP-Transformation (28 Prozent) sowie in der Automobilindustrie (53 Prozent). 17 Prozent der Unternehmen haben eine KI-Strategie erstellt, während 13 Prozent aktuell daran arbeiten.
Bei konkreten KI-Lösungen wünschen sich die Unternehmen von SAP und Partnern vor allem KI-Agenten (42 Prozent). Weitere Prioritäten sind die KI-gestützte Planung und Analyse, KI-Unterstützung für Entwickler und in SAP Anwendungen integrierte KI-Funktionen; letzteres ist besonders gefragt in der Logistik (rund 70 Prozent) sowie in der Diskreten Fertigung, im Automotive- und Pharma-Bereich.
„Sprachbasierte KI-Agenten können Mitarbeitende im Arbeitskontext enorm entlasten”, sagt Sascha Göpfert, Head of SAP AI bei valantic. „Projekte in Vertrieb und Instandhaltung zeigen neben Effizienzeffekten auch eine höhere Datenqualität.”
Für den wertstiftenden Einsatz von KI kommt es auf integrierte Daten an. Nicht zuletzt deshalb etabliert sich die SAP Business Data Cloud (SAP BDC) bei den Unternehmen als zentraler Referenzpunkt für datenbasierte Steuerung. Insgesamt 60 Prozent der Befragten sehen die Plattform als integralen Bestandteil ihres Datenmanagements. Für die Mehrheit (66 Prozent) spielt die SAP BDC bereits der Planungsphase eine Schlüsselrolle und steht damit schon früh auf der Transformations-Roadmap.
Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende Konsolidierung zugunsten SAP naher Datenarchitekturen: Der Anteil der Unternehmen, die eine vergleichbare Architektur außerhalb des SAP Portfolios nutzen, sinkt auf 30 Prozent (2025: 40 Prozent).
Mit der SAP Business Technology Platform (BTP) und der SAP Business Data Cloud (BDC) entsteht eine Plattformarchitektur für Integration, Datenmanagement und Erweiterungen. Die SAP Landschaft entwickelt sich damit zu einer technologischen Plattform für Daten, Prozesse und Innovation.
Migration auf SAP S/4HANA
Präferierte Betriebsmodelle
Cloud-Migration
SAP Business Data Cloud
Künstliche Intelligenz
SAP Business Technology Platform (SAP BTP)
*Aufgrund der erweiterten Stichprobe und der stärkeren regionalen Differenzierung können sich einzelne Werte im Vergleich zum Vorjahr (n=201) leicht verschieben. Die grundlegenden Trends und Entwicklungslinien bleiben jedoch vergleichbar und erlauben eine fundierte Einordnung der aktuellen Entwicklungen.
valantic SAP Studie 2026: Architektur. Daten. Künstliche Intelligenz.
Die valantic SAP Studie 2026, durchgeführt mit dem Analystenhaus techconsult liefert ein aktuelles Stimmungsbild der SAP Community im DACH-Raum zu S/4HANA Transformation, Cloud, KI und Datenplattformen.
Bildquelle: valantic / techconsult
Die Zeit drängt: 25 % der Befragten befinden sich noch in der Planungsphase vor der Migration.
Bildquelle: valantic / techconsult
Dominante Stellung der Private Cloud: 64 % der Befragten betreiben ihre SAP Systeme in einer eigenen Cloud-Umgebung.
Bildquelle: valantic / techconsult
60 % der Befragten sehen die SAP Business Data Cloud (BDC) als integralen Bestandteil ihres künftigen Datenmanagements.
Bildquelle: valantic / techconsult
42 % der Studienteilnehmenden setzen bereits erste KI-Anwendungen ein.
Bildquelle: valantic / techconsult
Beim Status der Transformation auf SAP S/4HANA zeigen sich Unterschiede im Ländervergleich.