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Mehr über uns erfahren30. April 2025
Effizient und effektiv die relevanten Optimierungspotenziale entlang einer Supply Chain zu identifizieren, ist eine zentrale Aufgabe im heutigen Supply Chain Management (SCM). Besonders in der Konsumgüterindustrie zählt dies zu den wesentlichen Herausforderungen.
Denn Unternehmen werden mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert: Zum einen ist die erhöhte Lieferketten-Komplexität aufgrund der geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Konflikte eine große Herausforderung. Daher ist es besonders wichtig, die Supply Chain Resilience zu stärken. Eine weitere Herausforderung bilden die rasante Digitalisierung und die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI). Werden hier die Potenziale nicht genutzt und der Digitalisierungsgrad entlang der Supply Chain Prozesse überprüft, ist ein Mithalten mit dem Wettbewerb kaum möglich.
Zudem erschweren volatile Frachtpreise aufgrund von sich verändernden Personal- und Transportkapazitäten die Planbarkeit. Da mittelfristig kein Ende der Preisvolatilität zu erwarten ist, müssen Frachtpreise kontinuierlich im Blick behalten werden, um Potenziale schnell realisieren zu können. Für diese Herausforderungen hilt ein effektives Supply Chain Benchmarking.
FMCG-Supply Chains sind im Regelfall komplex, die Ansatzpunkte vielfältig und die Ressourcen begrenzt. Ein strukturiertes Supply Chain Benchmarking der Optimierungspotenziale aller Dimensionen des SCM hilft, wesentliche Potenziale schnell und treffsicher zu identifizieren.
Die große Herausforderung bei der Identifizierung von Optimierungspotenzialen entlang einer Supply Chain liegt im breiten Spektrum der zugehörigen Funktionen und Prozesse. Diese werden typischerweise der Supply Chain oder dem Supply Chain Management zugerechnet. So werden vielfach die Funktionen Produktion, Logistik und Einkauf der Supply Chain zugeordnet.
Gleichzeitig ist bei der Suche nach Optimierungspotenzialen eine große Bandbreite von Strukturen und Abläufen zu analysieren. Sie reicht von strategischen Themen wie dem physischen Aufbau der Supply Chain über den Wertschöpfungsprozess bis hin zu unterstützenden Aufgaben wie dem Supply Chain Controlling.
Bei dieser Vielzahl an Bereichen und Themen geht der Überblick schnell verloren. Dadurch besteht die Gefahr, nicht alle relevanten Potenziale zu identifizieren und den Fokus auf die falschen Themen zu legen.
In dieser Situation hilft ein strukturiertes Supply Chain Benchmarking, um sich auf die tatsächlich relevanten Themen zu fokussieren. Im Folgenden wird ein Analyserahmen für das Supply Chain Management vorgestellt. Auf dieser Basis werden verschiedene qualitative und quantitative Benchmarking-Methoden beleuchtet. Abschließend wird gezeigt, wie sich aus den Ergebnissen der Analyse ein stringentes Maßnahmenprogramm ableitet.
Das Supply Chain Management Integration Framework (SCMIF, siehe Abb. 1) ist ein strukturiertes Analyseraster für ganzheitliches Supply-Chain-Benchmarking. Es bewertet alle relevanten Dimensionen des Supply Chain Managements systematisch und gliedert sie in fünf funktionale Ebenen.
Die Ebene Strategy & Performance adressiert die strategische Ausrichtung der Supply Chain sowie übergreifende Steuerungsmechanismen. Im Vordergrund stehen Fragen zur Zukunftsfähigkeit der Lieferkettenstruktur. Dabei geht es unter anderem darum, ob strategische Ziele wie Nachhaltigkeit, Resilienz oder Leistungssteuerung wirksam verfolgt werden.
Auf der Ebene SC Organization & People rückt die organisatorische Verankerung des Supply Chain Managements in den Fokus. Analysiert werden die Aufbau- und Ablauforganisation, klare Rollenverteilungen sowie die vorhandenen Kompetenzen im Unternehmen. Diese gelten als zentrale Hebel für die erfolgreiche Umsetzung strategischer und operativer Ziele.
Die Ebene Planning umfasst die gesamtheitliche Planung entlang der Wertschöpfungskette. Sie beleuchtet, wie gut Absatz, Bestände und Bedarf miteinander abgestimmt sind, wie präzise Prognosen funktionieren und ob Planungsverantwortlichkeiten klar zugewiesen sind.
In der Ebene Operations stehen die operativen Kernprozesse der Leistungserstellung im Mittelpunkt. Bewertet werden Effizienz, Reaktionsfähigkeit und Stabilität – von der Beschaffung über die Produktion bis zur internen Auftragsabwicklung. Darüber hinaus umfasst diese Ebene die operative Steuerung der physischen Warenflüsse innerhalb der Supply Chain. Dabei geht es um die Ausgestaltung und Steuerung der Logistikprozesse, Lagerstrukturen und Transportflüsse – zentrale Elemente für eine kosten- und serviceoptimierte Lieferkette.
Die Grundlage bildet die Ebene Digitalization. Sie unterstützt alle anderen Ebenen durch digitale Tools, Datenverfügbarkeit und IT-Schnittstellen und schafft damit die Voraussetzungen für Automatisierung, Transparenz und Steuerbarkeit.
Der Leistungsstand eines Unternehmens wird qualitativ und – wo möglich – zusätzlich quantitativ benchmarkt. So lassen sich gezielt Optimierungspotenziale erkennen und in konkrete Maßnahmenprogramme überführen.
Das qualitative Benchmarking basiert auf einer sogenannten „Stages-of-Excellence“-Bewertung. Bei dieser werden alle Aufgaben und Prozesse einer Dimension des Supply Chain Management Integration Framework auf vier unterschiedlichen Ausprägungsniveaus (z.B. „Nachzügler“, „Durchschnitt“, „Fortschrittlich“ und „Best-Practice“) beschrieben. So kann z.B. die Aufgabe „Prognosegütenmessung und Incentives“ in der Dimension „Sales & Operations Planning“ folgende Ausprägungsstufen haben (siehe Abb. 2).
Nun gilt es, den aktuellen Leistungsstand des Unternehmens zu erfassen und einer Stufe zuzuordnen. Insgesamt sind für eine gesamthafte Bewertung des aktuellen Leistungsstands des Unternehmens zahlreiche Einzelbewertungen vorzunehmen. Auf diese Weise wird schnell deutlich, bei welchen Dimensionen und bei welchen Themen die größten Abweichungen zu Best-Practice existieren.
Ergänzend zum qualitativen Benchmarking erfolgt in einer Reihe von Analysedimensionen ein quantitatives Benchmarking. Auf diese Weise werden viele Einschätzungen des qualitativen Benchmarkings nochmals objektiviert. In vielen Fällen werden sie zudem quantifiziert, sodass die Größenordnung eines möglichen Potenzials ermittelt werden kann. Die Möglichkeiten des quantitativen Supply Chain Benchmarkings sind vielfältig. Einige Benchmarking Beispiele:
Wie bei jedem Benchmarking besteht natürlich die Gefahr, „Äpfel mit Birnen“ zu vergleichen. Daher sind die quantitativen Vergleiche zunächst einmal mit einer gesunden Skepsis zu betrachten. Größere Abweichungen von den relevanten Best-Practice-Benchmarks deuten in der Regel auf vorhandene Potenziale hin. Diese können anschließend gezielt gehoben werden.
Letztlich werden die Benchmarking-Ergebnisse zusammenfassend dargestellt, um die nun anzustoßenden Optimierungsmaßnahmen für Ihre Lieferkette zu definieren (siehe Abb. 3). Dazu werden drei Bewertungen aufgenommen:
Zur Schließung der Lücken werden im Anschluss die entsprechenden Optimierungsmaßnahmen definiert. Die Supply-Chain-Benchmarking-Ergebnisse stellen sicher, dass
Mit qualitativem Supply Chain Benchmarking und – wo immer möglich – quantitativem Benchmarking lassen sich Schwachstellen im Supply Chain Management eines Unternehmens schnell erkennen. Sie werden dabei gezielt und punktgenau identifiziert.
Der umfassende Ansatz über alle Dimensionen des Supply Chain Management Integration Framework hinweg gewährleistet eine ganzheitliche Analyse. So werden alle relevanten Themen durchleuchtet und keine Potenziale übersehen. Zusätzlich liefert das Benchmarking eine erste Indikation über die Höhe der möglichen Potenziale. Somit ist funktionales Benchmarking der ideale Ansatz, um ein Supply Chain Optimierungsprojekt zu starten.
Wie kann Ihre Supply Chain optimiert und resilienter aufgestellt werden?
Wir identifizieren Optimierungspotenziale und gestalten Lösungen, die Wirkung zeigen. Sprechen Sie uns an – wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Dennis Goetjes
Partner
valantic Supply Chain & Procurement Consulting
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