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Mehr über uns erfahren8. August 2024
In einer zunehmend globalisierten und konsumgetriebenen Welt ist die Notwendigkeit von nachhaltigen Prinzipien insbesondere in der Lebensmittelbranche unbestreitbar. Eine nachhaltige Lebensmittelindustrie erfordert Produktionsweisen, die die Umwelt schonen und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig sind. Zudem muss soziale Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gefördert werden. Dies kann primär durch eine ressourcenschonende Landwirtschaft, faire Handelspraktiken und Abfallreduktion erzielt werden.
Solche Prozesse sind entscheidend für die langfristige Gesundheit unserer Gesellschaft. Gleichzeitig verschaffen sie Unternehmen, die bewusst nachhaltige Praktiken integrieren, einen klaren Wettbewerbsvorteil. Innovative Technologien und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produktionsmethoden setzen neue Maßstäbe. Sie steigern die ökonomische Effizienz und tragen zur Reduktion von Umweltauswirkungen bei.
Die Lebensmittelbranche hat in den vergangenen Jahren spürbare Fortschritte erzielt. Viele Unternehmen setzen inzwischen auf nachhaltige Beschaffungsstrategien und investieren in erneuerbare Energien. Dennoch steigt der Druck durch wachsende Verbraucheranforderungen kontinuierlich. Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen bei der Umsetzung globaler, EU-weiter und nationaler Nachhaltigkeitsstandards bestehen.
Besonders herausfordernd ist der Umgang mit den erheblichen Emissionen der Branche, da sie mit bis zu 37 Prozent für die globalen Treibhausgase verantwortlich ist. Dabei wirken direkte Emissionen mit 12 Prozent auf diesen Wert ein. Verantwortlich dafür sind vorwiegend landwirtschaftliche Aktivitäten, die Verarbeitung der Lebensmittel und die Tierhaltung.
Basierend auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit, lässt sich eine nachhaltige Lebensmittelbranche auch wie folgt definieren:
Wenn ein Unternehmen über einen ausreichenden Lagerbestand verfügt, hat es die Möglichkeit agil und zügig auf eine steigende Nachfrage zu reagieren. Durch die schnelle Reaktion auf die Kundenbedürfnisse wird die Zufriedenheit gesteigert.
Unter der Dimension der Ökologie wird primär eine umweltschonende Landwirtschaft verstanden. Dabei geht es um die Verwendung von biologischen und regenerativen Anbaumethoden, um die Gesundheit des Bodens zu erhalten und Schadstoffbelastungen zu verringern.
Außerdem ist es Aufgabe einer nachhaltigen Lebensmittelindustrie, den Schutz der Biodiversität sicherzustellen. Dies gelingt zum Beispiel durch den Anbau vielfältiger Pflanzenarten und die Förderung natürlicher Lebensräume.
Die soziale Dimension zielt auf faire und sichere Arbeitsverhältnisse entlang der gesamten Lieferkette. Zusätzlich sollen lokale Gemeinschaften gezielt unterstützt werden. Dazu zählt beispielsweise der Einkauf bei kleinen, regionalen Produzenten und die Förderung von sozialen Projekten.
Ökonomische Nachhaltigkeit legt in der Lebensmittelindustrie den Fokus auf langfristige Wirtschaftlichkeit. Ziel ist es, Geschäftsmodelle zu schaffen, die sowohl profitabel als auch nachhaltig sind. Konkret bedeutet das beispielsweise durch den Kauf von fair gehandelten Lebensmitteln. Des Weiteren ist die kontinuierliche Entwicklung neuer Technologien und Praktiken notwendig, um die Produktionseffizienz zu steigern und Kosten zu senken.
Die Umsetzung von nachhaltigen Prinzipien in der Lebensmittelindustrie ist jedoch mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, welche identifiziert und bewältigt werden müssen.
Die wichtigsten Herausforderungen sind:
Diese Kosten müssen kompensiert werden. Das bedeutet, dass entweder die Preise für Endverbraucher:innen erhöht oder die Gewinnmargen der Produzenten reduziert werden müssen. Des Weiteren müssen Produkte, die für Verbraucher:innen gesund sind, nicht zwingend nachhaltig für die Umwelt sein. Beispielsweise gelten Avocados als gesund für den Menschen. Allerdings haben sie einen hohen ökologischen Fußabdruck, da ihre Produktion viel Wasser erfordert und die Transportwege meist sehr lang sind.
Zusätzlich erfordert die Erfassung von allen Daten entlang der Wertschöpfungskette fortgeschrittene IT-Systeme, um relevante Informationen unverzüglich gewinnen und bewerten zu können.
Diese Unterschiede erschweren sowohl die Standardisierung als auch die Implementierung nachhaltiger Praktiken. Daher ist eine effiziente Kommunikation zwischen allen relevanten Stakeholdern unerlässlich. Dazu zählen Landwirte, Produzenten, Handelsunternehmen, Regierungen und Verbraucher:innen gleichermaßen.
Neben den Herausforderungen, mit denen die Lebensmittelbranche konfrontiert ist, eröffnet die Integration nachhaltiger Prinzipien im Geschäftsmodell viele Chancen. Besonders hervorzuheben sind die ökologischen, ökonomischen und sozialen Vorteile. Eine Umstellung auf nachhaltige Geschäftsprozesse verbessert nicht nur die Markenreputation, sondern ermöglicht auch folgende Vorzüge:
Sie sollten stets Ihren Lagerbestand im Blick behalten, um auf Basis dessen die Wirtschaftlichkeit Ihres Lagers kontinuierlich messen und bewerten zu können. Zur Ermittlung des durchschnittlichen Lagerbestandes stehen verschiedene Formeln zur Verfügung. Die relevantesten Methoden sind:
Zur Förderung umweltfreundlicher Geschäftspraktiken wurden gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen. Unternehmen in der Lebensmittelindustrie sind dadurch verpflichtet, nachhaltige Beiträge zu leisten.
Die Verordnung der EU zielt in erster Linie darauf ab, die Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln sicherzustellen. Gleichzeitig soll das Vertrauen der Verbraucher:innen in die Versorgungsketten gestärkt werden. Dafür verpflichtet sie Lebensmittel-Unternehmen zu folgenden Handlungen:
Dieses Gesetzbuch legt den Fokus primär auf die Sicherheit und Qualitätsstandards von Nahrungs- und Futtermitteln. Zum einen schreibt es umfassende Hygienevorschriften vor, die Maßnahmen zur Vermeidung von Verunreinigungen und zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit definieren. Vorgaben gelten für sämtliche Schritte von der Produktion über die Verarbeitung bis hin zur Distribution.
Das LFGB legt die zulässige Höchstmenge von Rückständen von Pflanzenschutzmitteln oder chemischen Zusätzen fest. Es zielt darauf ab, dass die Produkte frei von gesundheitsschädlichen Stoffen sind. Auch diese Verordnung verpflichtet Lebensmittel-Unternehmen dazu, ihre Lebensmittel hinsichtlich Herkunft, Allergenen etc. zu kennzeichnen. Außerdem sieht sie eine regelmäßige Kontrolle durch die zuständigen Behörden vor.
Es gibt einige Faktoren, die einen maßgebenden Einfluss auf den Lagerbestand haben. Ein effektives Lagerbestandsmanagement sollte diese einer gründlichen Analyse unterziehen, um potenzielle Herausforderungen gezielt bewältigen und somit reibungslose Betriebsprozesse gewährleisten zu können. Die Einflussfaktoren sind:
Auch in der Lebensmittelindustrie haben sich technologische Innovationen etabliert, die Qualität, Nachhaltigkeit und Effizienz der Geschäftsprozesse fördern.
Dazu gehören primär:
| Systeme | Beschreibung |
|---|---|
| Software für Routenoptimierung und Qualitätskontrolle | Diese Lösungen sichern sowohl die Produktionssicherheit als auch die Effizienz der Logistik. Sie optimieren Liefer- und Transportrouten, um Lieferzeiten zu verkürzen und Kosten zu senken. Um eine effiziente Logistik gewährleisten zu können, werden alle relevanten Einflussfaktoren berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem Verkehrslage, Wetterbedingungen und verfügbare Ladekapazitäten. |
Eine nachhaltige Lebensmittelindustrie integriert Produktionsprozesse, die sowohl zum Umweltschutz beitragen als auch sozial verantwortlich und wirtschaftlich tragfähig sind. Dabei sollte die Qualität und Sicherheit der Produkte stets garantiert werden, um die Gesundheit der Verbraucher:innen zu gewährleisten. Dieses Ziel kann durch die Integration von fairen Handelspraktiken und ressourcenschonender Landwirtschaft in die betrieblichen Prozesse und durch Abfallreduktion angestrebt werden.
Durch die Umsetzung nachhaltiger Praktiken können Sie den ökologischen Fußabdruck Ihres Unternehmens verringern und einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Gleichzeitig sichern Sie sich langfristige Wettbewerbsvorteile und können die Effizienz Ihrer innerbetrieblichen Prozesse erheblich verbessern.
Unsere ESG-Beratung bietet ein vielfältiges Leistungsspektrum, welches individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Unsere ergebnisorientierten Expert:innen begleiten Sie end-to-end von der Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten bis hin zur Etablierung, Implementierung und Überwachung nachhaltiger Strategien.
Gemeinsam entwickeln wir die für Sie passende Lösung, damit Ihr Unternehmen seine ökologischen, sozialen und ökonomischen Ziele erreichen kann. Unsere langjährige Erfahrung mit Kund:innen aus der Lebensmittelbranche macht uns zum passenden Partner an Ihrer Seite.
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Gemeinsam identifizieren wir ESG-Potenziale und entwickeln Lösungen, die Wirkung zeigen. Sprechen Sie uns an – wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Jan Laakmann
Partner
valantic
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