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valantic Viewpoint

Software im Sozialwesen

Der Markt für Software im Sozialwesen verzeichnet starkes Wachstum – getrieben von demografischen Verschiebungen, regulatorischer Komplexität und zunehmender Digitalisierung. Der Markt ist stark fragmentiert, mit erheblichen Chancen für Konsolidierung und regionale Expansion.

Dies ist ein Auszug aus unserem Viewpoint zum Markt für Software im Sozialwesen. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr über Markttrends, Geschäftsmodelle, die Wettbewerbslandschaft und Wachstumshebel in diesem Markt erfahren möchten.

Eine jüngere Frau sitzt neben einer älteren Frau in einem Sessel, hält ihre Hand und spricht mit ihr in einem hellen, gemütlichen Raum mit Pflanzen.

~8% CAGR

Wachstumsrate des deutschen Sozialwesen-Marktes (2018–2024)

~ €550Mio.

Geschätzte Größe des deutschen Software-Marktes im Sozialwesen bis 2024

~85%

Anteil der Pflegebedürftigen in Deutschland in ambulanter Pflege (Stand Dezember 2023)

Unsere Perspektive auf den Markt für Software im Sozialwesen

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Executive Summary

Software im Sozialwesen: Fragmentiert, aber wachsend – getrieben von Regulierung und Demografie

Software im Sozialwesen unterstützt Pflegeorganisationen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben wie Dokumentation von Pflegeleistungen, Dienstplanung und Berichtserstellung.

Der Markt für Software im Sozialwesen wächst beständig; Europa zeigt starkes Potenzial aufgrund alternder Bevölkerung und zunehmender regulatorischer Komplexität. Der deutsche Sozialwesen-Markt allein wuchs von 2018 bis 2024 mit ~8 % CAGR und erreichte Gesamtausgaben von etwa 66 Mrd. EUR. Allerdings fließen derzeit nur etwa 0,75 % dieser Umsätze in Softwarelösungen – ungenutztes Potenzial für Technologieanbieter. Die Branche bleibt fragmentiert aufgrund unterschiedlicher regionaler Vorschriften, die Skalierbarkeit für Anbieter erschweren.

Führende Player verfolgen typischerweise akquisitionsgetriebene Strategien zur geografischen Expansion und entwickeln Zusatzmodule und Funktionen als Allrounder, die regions- und kundensegmentübergreifend verkauft werden können. Da die Digitalisierung durch Fachkräftemangel und Compliance-Anforderungen beschleunigt wird, bestehen Chancen in Bereichen wie Telecare-Lösungen und KI-gestützter Automatisierung. Investoren können von diesen Trends profitieren, indem sie Anbieter mit starker Kundenbindung und skalierbaren Produktportfolios unterstützen.

Key Findings

  1. 1

    Alternde Bevölkerung treibt langfristiges Nachfragewachstum in Europa.

  2. 2

    Fragmentierte Regulierung begrenzt die länderübergreifende Skalierbarkeit, schafft aber lokale Spezialisierungschancen.

  3. 3

    Digitalisierung beschleunigt sich durch Fachkräftemangel und Compliance-Komplexität.

Fordern Sie die vollständige Analyse (15+ Seiten) zum Markt für Software im Sozialwesen an.

Khalid Ouaamar Managing Director

Khalid Ouaamar
valantic Managing Director

„Regulatorische Vielfalt macht lokalisierte Lösungen unerlässlich, schafft aber auch Chancen für maßgeschneiderte Produktangebote.“

Markttrends: Digitalisierung trifft auf wachsende Nachfrage

Der Markt für Software im Sozialwesen wird maßgeblich von demografischen Verschiebungen geprägt – u. a. rasch alternde Bevölkerung und steigende psychische Belastungen in Europa. In Deutschland werden bis 2035 netto etwa 3 Mio. zusätzliche Menschen ab 65 Jahren erwartet; ähnliche Trends zeigen sich in Ländern wie Italien und Frankreich. Diese Markttrends treiben die Nachfrage nach professionellen Pflegeleistungen und Technologielösungen zur Steigerung der operativen Effizienz. Fachkräftemangel beschleunigt die Digitalisierung weiter; Pflegeanbieter suchen Tools zur Automatisierung von Abläufen und Reduktion des Verwaltungsaufwands. Zudem fördern regulatorische Rahmen in Europa digital-first Lösungen zur Einhaltung komplexer Dokumentations- und Berichtsstandards.

Key Takeaways:

  • Regulatorische Anforderungen treiben die digitale Transformation
  • Zunehmende psychische Belastungen erweitern die adressierbaren Märkte
  • Alternde Bevölkerung treibt anhaltende Nachfrage in Europa
Laptop with slide on social care software market

Markttreiber: Regulierung und Automatisierung treiben den Wandel

Regulatorische Anforderungen bleiben ein zentraler Treiber der Software-Adoption im Sozialwesen, da Compliance in Europa zunehmend komplex wird. In Deutschland schreibt z. B. §113 SGB XI digitale Dokumentationsstandards in der Altenpflege vor; Finnlands Client Data Act (703/2023) verlangt Interoperabilität in IT-Systemen. Diese Vorgaben schaffen Chancen für Softwareanbieter mit konformen, an nationale Anforderungen angepassten Lösungen. Gleichzeitig ermöglichen Fortschritte bei KI die Automatisierung repetitiver Aufgaben wie Dokumentation und Berichterstattung – was den Verwaltungsaufwand senkt und die operative Effizienz steigert. Bei anhaltendem Fachkräftemangel werden Automatisierungstools zentral für die Sicherstellung der Versorgungskontinuität.

Key Takeaways:

  • Fachkräftemangel erhöht die Nachfrage nach Effizienzlösungen
  • KI-Tools reduzieren den manuellen Aufwand deutlich
  • Compliance-Komplexität treibt die Software-Adoption
Männlicher Arzt liest Krankenakte eines Patienten, während er im Untersuchungszimmer sitzt.

Wettbewerbslandschaft: Regionale Fragmentierung schafft Chancen

Die Wettbewerbslandschaft für Software im Sozialwesen bleibt aufgrund unterschiedlicher regionaler Vorschriften und lokaler Bedürfnisse in Europa fragmentiert. Zentrale Player lassen sich vier Kategorien zuordnen: End-to-End-Suite-Anbieter mit umfassenden Lösungen; Spezialanbieter in bestimmten Domänen; allgemeine Health-IT-Unternehmen mit Ausweitung ins Sozialwesen; sowie branchenübergreifende Anbieter wie ERP-Hersteller mit begrenzter Sektor-Anpassung. Führende Anbieter verfolgen akquisitionsgetriebene Strategien zur geografischen Expansion und adressieren lokale regulatorische Anforderungen. Integrationsherausforderungen verhindern oft vollständige Produktkonsolidierung; modulare Lösungen sind für Skalierung über Ländergrenzen entscheidend. Diese fragmentierte Umgebung eröffnet Chancen für Anbieter, die regionale Spezialisierung mit breiterer Skalierbarkeit verbinden.

Key Takeaways:

  • Akquisitionsgetriebene Strategien dominieren den Wettbewerb
  • Regionale Regulierung erschwert länderübergreifende Skalierbarkeit
  • Umfassende Suites bieten End-to-End-Abläufe
Viewpoint anfordern
Woman reading on tablet and holding a letter with her other hand

Geschäftsmodelle & Wertschöpfungskette: Modulare Skalierbarkeit treibt Erlöse

Anbieter von Software im Sozialwesen operieren vor allem mit abo-basierten SaaS-Modellen, ergänzt durch Lizenzgebühren und Projektumsätze aus Implementierungsleistungen. Modulare Add-ons ermöglichen skalierbare Lösungen, die an die regulatorischen Anforderungen verschiedener Regionen angepasst sind, und erhöhen die Kundenbindung durch Produkt-Stickiness. Telecare-Plattformen oder Qualitätsmanagement-Module adressieren spezifische Bedürfnisse in Segmenten wie Alten- oder Jugendpflege und steigern die operative Effizienz. Anbieter nutzen oft Partner-Ökosysteme für nicht-kernige Funktionen (z. B. Recruiting, Schulungen), behalten aber unabhängige Plattformen als zentralen Value Proposition. Dieser modulare Ansatz sichert Flexibilität und eröffnet Upselling-Chancen über Kundensegmente hinweg.

Key Takeaways:

  • Hybride Modelle verbinden Tech-Tools und menschliche Therapeuten
  • Multi-Indikations-Content-Bibliotheken steigern die Skalierbarkeit
  • Abo-Gebühren machen einen erheblichen Anteil der Erlöse aus
Junge Frau benutzt ein Tablet, um in einem Onlineshop zu bestellen.

Wachstumshebel: Skalierung durch Partnerschaften & Innovation

Zentrale Wachstumshebel im Markt für Software im Sozialwesen sind geografische Expansion über Akquisitionen, Produktinnovation durch angrenzende Module und der Einstieg in neue Kundensegmente wie psychische Gesundheit oder Rehabilitation. Akquisitionen bleiben z. B. zentral für den Markteintritt in Frankreich oder Italien, wo regulatorische Expertise für den Erfolg entscheidend ist. Produktverbesserungen wie KI-Diagnostik oder Telecare-Lösungen differenzieren Anbieter von Nischenwettbewerbern und schaffen Upselling-Potenzial in bestehenden Regionen. Die Expansion in angrenzende Segmente ermöglicht es, bestehende Infrastruktur zu nutzen und neue addressierbare Märkte effizient zu erschließen.

Key Takeaways:

  • Telecare-Plattformen und KI-Diagnostik steigern das Upselling-Potenzial
  • Expansion in angrenzende Segmente vergrößert die addressierbaren Märkte effizient
  • Produktinnovation stärkt die Differenzierung gegenüber Nischenwettbewerbern
  • Akquisitionen erleichtern den Einstieg in regulierte Märkte wie Frankreich oder Italien
woman looking at slides on a laptop about m&a activities in the social care software market

Kontaktieren Sie unsere Experten

Der vollständige Viewpoint zum Markt für Software im Sozialwesen ist auf Anfrage verfügbar.

Typischer Umfang unserer Viewpoints:

  • Marktgröße
  • Markttrends und -treiber
  • Wettbewerbslandschaft inkl. Wettbewerbergruppen und Benchmarking
  • Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette
  • Zukünftige Wachstumspotenziale
Christoph Nichau - Partner und Geschäftsführer valantic

Christoph Nichau

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