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Der Markt der Healthcare-IT-Systemhäuser wird von zunehmender Digitalisierung, regulatorischer Compliance und dem Bedarf an skalierbaren IT-Lösungen getrieben. Wettbewerbsdynamik und Wachstumshebel in diesem wachsenden Sektor im Überblick.
Dies ist ein Auszug aus unserem Viewpoint zu Healthcare-IT-Systemhäusern. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr über Markttrends, Geschäftsmodelle, die Wettbewerbslandschaft und Wachstumshebel in diesem Markt erfahren möchten.
~135000
ambulante Praxen in Deutschland
bis zu 70%
Marktanteil von KMU
~38%
der Praxen von Cyber-Vorfällen betroffen
Executive Summary
Healthcare-IT-Systemhäuser durchlaufen eine deutliche Transformation durch zunehmende Digitalisierung, strengere regulatorische Anforderungen und den Generationenwechsel bei Praxisinhabern. Zentrale Wachstumstreiber: der Ausbau sicherer Telematik-Infrastruktur, öffentliche Fördermittel wie die TI-Pauschale, steigende Cyberrisiken, die professionalisierte IT-Umgebungen erfordern, und die strukturelle Verschiebung hin zu größeren Praxen und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ).
Der Markt bleibt stark fragmentiert; KMU halten einen dominierenden Anteil, mit Konsolidierungspotenzial bei regionalen Anbietern. Geschäftsmodelle entwickeln sich hin zu wiederkehrenden Erlösen aus Managed Services, Hosting und Compliance-getriebenen Lösungen. Die Wettbewerbsdynamik zeigt skalierbare Generalisten neben Nischen-Spezialisten (z. B. Zahnmedizin, Radiologie). Die Investitionsattraktivität variiert je nach operativer Größe und Fokussierung; regionale Player bieten hohes Upside-Potenzial durch Konsolidierung.
Generationenwechsel bei Praxisinhabern treibt die Outsourcing-Nachfrage nach skalierbaren IT-Lösungen.
Regulatorische Vorgaben schaffen anhaltende Nachfrage nach konformen Managed-Service-Umgebungen in Praxen.
Fragmentierte Marktstruktur bietet erhebliches Konsolidierungspotenzial für regionale Anbieter und Nischenplayer.
Healthcare-IT-Systemhäuser verzeichnen starkes Wachstum durch die Digitalisierung von Praxisabläufen, den Generationenwechsel bei Praxisinhabern und regulatorischen Druck. Praxen setzen zunehmend auf digitale Akten, E-Rezepte und Patientenportale – und damit auf integrierte IT-Systeme und laufenden Support. Jüngere, digital affine Nachfolger modernisieren Infrastrukturen und verlagern IT an skalierbare Managed-Service-Anbieter. Regulatorische Vorgaben wie die KBV-IT-Sicherheitsrichtlinien verpflichten Praxen zu konformen Systemen. Öffentliche Förderprogramme wie die TI-Pauschale senken die Einstiegshürden und stabilisieren die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen. Kleinere Praxen hinken bei der Digitalisierung hinterher, was die Adoption in ländlichen Regionen verlangsamt.
Key Takeaways:
Strengere Regulierung und steigende Cyber-Bedrohungen verändern den Markt für Healthcare-IT-Dienstleistungen. KBV-Vorgaben verlangen kontinuierliche Updates und zertifizierte Managed-Umgebungen und verankern langfristige Serviceverträge für externe Anbieter. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Interoperabilität zwischen Praxisverwaltungssystemen, Telematik-Anwendungen und angeschlossenen Medizingeräten – was die technische Komplexität der Praxis-IT erhöht und die Nachfrage nach End-to-End-Management von Hardware, Software und Schnittstellen steigert. Praxen sehen zunehmende Risiken durch Ransomware und Datenlecks und sind bereit, für professionalisierte, proaktiv überwachte IT-Umgebungen zu zahlen. Öffentliche Förderung wie die TI-Pauschale reduziert Investitionshürden und stabilisiert die Nachfrage nach konformer Infrastruktur. Die Nachfrage bleibt weitgehend konjunkturunabhängig; wiederkehrende regulatorische und technische Ereignisse (z. B. Support-Ende von Betriebssystemen) lösen jedoch erhebliche Einmal-Ersatzzyklen bei Hardware aus und erzeugen deutliche Umsatzspitzen für Healthcare-IT-Systemhäuser zusätzlich zur stabilen Managed-Services-Basis.
Key Takeaways:
Die Wettbewerbslandschaft im Healthcare-IT-Markt ist stark fragmentiert: skalierbare nationale Plattformen, vertikale Spezialisten und regional verankerte Systemhäuser. Skalierbare Generalisten wie Bechtle und CompuGroup Medical agieren als multiregionale Anbieter mit standardisierten Managed Services, zentralem Helpdesk und breiter Vor-Ort-Abdeckung. Große Spezialisten wie VisionmaxX, Curagita, Plandent, IT Ärzte und Informatics fokussieren auf klinische Vertikale (z. B. Zahnmedizin, Radiologie), wo tiefe Workflow-Expertise und zertifizierte Geräte- bzw. Software-Integration hohe Wechselkosten und starke Kundenbindung schaffen. Darunter bedient eine breite Gruppe regionaler Generalisten (z. B. Hoenicke, Sysmedo, Optimit, Schlenotronic, Numera IT, Lendeckel IT, QIT Systeme) ambulante Praxen verschiedener Fachrichtungen und oft weitere KMU-Segmente. Für viele Praxen bleibt die räumliche Nähe der Techniker ein wichtiges, aber nicht alleiniges Kriterium; schneller Vor-Ort-Support und stabile lokale Beziehungen zählen neben skalierbaren Servicemodellen. Zahlreiche kleine Nischenplayer, v. a. in Zahnmedizin und Radiologie, verlängern den langen Wettbewerbsschwanz und unterstreichen das Konsolidierungspotenzial im KMU-Segment.
Key Takeaways:
Healthcare-IT-Systemhäuser decken typischerweise die gesamte Wertschöpfungskette von Konzeption über Implementierung bis zu Betrieb und Updates ab. Dabei erlösen sie über Software-Services, einmalige Projektarbeit, Managed Services und Hardware-Verkauf. Software-Services umfassen z. B. First-Level-Support für Praxisverwaltungssysteme, Telematik-Anwendungen und Sicherheitslösungen – oft als Serviceverträge oder Support-Pakete. Einmalige Projektumsätze entstehen durch Installation und Konfiguration von IT-Geräten, Netzwerkaufbau oder Migrationsprojekte bei Modernisierung der Praxis-IT. Managed Services bilden eine zentrale, wiederkehrende Säule (IT-Sicherheit, Backups, Monitoring, Systemverfügbarkeit gemäß regulatorischen Anforderungen). Zusätzlich erzielen Anbieter Hardware-Umsätze mit Desktops, Servern, Netzwerkkomponenten und physischen TI-Anschlüssen. Diese Mischung aus wiederkehrenden und projektbasierten Erlösen bei mission-kritischer Leistungserbringung ergibt ein resilientes Geschäftsmodell mit attraktiven Möglichkeiten zur Steigerung des Share of Wallet pro Praxis.
Key Takeaways:
Wachstumshebel für Healthcare-IT-Anbieter ergeben sich aus steigendem Cybersecurity-Bewusstsein, regulatorischen Compliance-Vorgaben und dem Generationenwechsel bei Praxisinhabern zugunsten outgesourcter Lösungen. Konsolidierung in fragmentierten regionalen Märkten bietet erhebliches Upside-Potenzial für skalierbare Plattformen, die standardisierte Services über Regionen oder Fachrichtungen liefern. Die Erweiterung von Software-Ökosystemen und vernetzten Medizingeräten erhöht zudem die Nachfrage nach Interoperabilitätslösungen und eröffnet Upselling in Beratung und Managed Services.
Key Takeaways:
Der vollständige Viewpoint zu Healthcare-IT-Systemhäusern ist auf Anfrage verfügbar.
Typischer Umfang unserer Viewpoints:
Christoph Nichau
Partner & Managing Director
Private Equity Practice
Khalid Ouaamar
Managing Director
Private Equity Practice
Jan Dingerkus
Partner & Managing Director
Private Equity Practice