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Digitalisierte Arbeitsabläufe, PE-gestützte Konsolidierungen und eine alternde Bevölkerung prägen die robuste, premiumorientierte Strategie für Plattformen im deutschen Dental-Labor-Markt.
Dies ist ein Auszug aus unserem Viewpoint zum Dental-Labor-Markt in Deutschland. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr über die Markttrends, Geschäftsmodelle, die Wettbewerbslandschaft und Wachstumshebel in diesem Markt erfahren möchten.
~5900
Zahnlabore in Deutschland (2023)
24%
Anteil der Laborinhaber über 55 Jahre, die aufgrund fehlender interner Nachfolger oft verkaufen
3%
CAGR-Prognose für das Volumen des Prothetikmarktes
Executive Summary
Der deutsche Zahnlabor-Markt bleibt fragmentiert, während die Konsolidierung voranschreitet. Unabhängige Labore stehen vor Nachfolgeproblemen und lohnbedingtem Kostendruck. Größere Plattformen nutzen Vorteile bei der Beschaffung, standardisieren digitale Arbeitsabläufe und setzen auf hybride Hub-and-Spoke-Modelle, um die Auslastung zu erhöhen. Die Nachfrage wird durch eine alternde Bevölkerung sowie verstärktes Outsourcing von Zahnarztpraxen gestützt, während digitale Fallannahme und CAD/CAM-Produktion die Fehlerquote und Durchlaufzeiten verbessern.
Erfolgreiche Plattformbetreiber konzentrieren sich auf hochwertige, „made-in-Germany“-Prothetik und Implantatrestaurationen, um Preise und Qualität zu sichern. Einige haben SaaS-artige Portale etabliert, die als unkomplizierte Ebene für Fallmanagement und Abrechnung dienen. Trotz eines Rückgangs der Anzahl von Laboren um 16 % seit 2018 auf etwa 5.879 im Jahr 2023 wuchs das Pool von mittelgroßen Übernahmekandidaten (>2 mEUR steuerpflichtiges Einkommen) um etwa 9 %, was den Akquisitionsprozess stützt. Zu den Hauptrisiken zählen Fachkräftemangel, Abhängigkeit von gesetzlichen Erstattungssystemen sowie technische Disruption durch 3D-Druck, der sich hauptsächlich auf einfache ästhetische Arbeiten auswirkt.
Konsolidierung hebt Skalenvorteile hervor und vergrößert den Margenvorsprung gegenüber kleinen unabhängigen Laboren.
Digitale Arbeitsabläufe entwickelten sich zu einem Retentionsvorteil und einer zukünftigen Monetarisierungsmöglichkeit im SaaS-Bereich.
Alternde Demografie und verstärktes Outsourcing unterstützen ein stabiles Volumenwachstum nahe am BIP.
Die Anzahl der Labore sank von 2018 bis 2023 um 16 % auf etwa 5.900 Labore, während der Anteil mittelgroßer Übernahmekandidaten stieg – ein Zeichen für verstärkte Roll-up-Aktivitäten. Zahnarztpraxen lagerten aufgrund von Personalmangel mehr Arbeiten aus, während digitale Fallannahme, CAD/CAM-Prozesse und Portal-Workflows zum neuen Standard wurden. Das Marktvolumen wird voraussichtlich dem BIP folgen, wobei das Wachstum auf Premium-Restaurationen und Implantate fokussiert bleibt. Plattformen setzen zunehmend auf Hub-and-Spoke-Modelle, bei denen komplexe Fälle an regionale Zentren weitergeleitet werden. Fachkräftemangel bleibt ein limitierender Faktor – rund 24 % der Meistertechniker sind über 55 Jahre alt.
Key Takeaways:
Eine alternde Bevölkerung erhöht die Nachfrage nach Kronen, Brücken und Prothesen. Aufgrund steigender Löhne und Fachkräftemangel nehmen Zahnarztpraxen mehr Outsourcing in Anspruch – dies erhöht das Volumen externer Labore deutlich. Digitale Arbeitsabläufe wie Intraoralscans oder zentrales Fallmanagement reduzieren Fehlerquoten sowie Wiederholungen erheblich. Digitale Portale optimieren Intake-, Logistik- und Abrechnungsprozesse und schaffen langfristig Optionen für SaaS-Gebührenmodelle.
Key Takeaways:
Das Feld teilt sich auf in konsolidierte Premium-Ketten, regionale Premium-Gruppen, unabhängige Handwerkslabore, hybride On-/Offshore-Modelle sowie Inhouse-Labore großer Praxisgruppen oder globale Niedrigkostenanbieter. Premium-Ketten kombinieren nationale Abdeckung mit digitaler Infrastruktur sowie Full-Service-Portfolios; regionale Gruppen setzen auf Handwerkskunst & lokale Nähe – ihnen fehlt jedoch Einkaufsmacht; Hybride planen in Deutschland & produzieren extern für preissensible Segmente; Offshore-Anbieter konkurrieren mit standardisierten Produkten zu niedrigen Margen.
Key Takeaways:
Erfolgreiche Plattformen zentralisieren wichtige Schritte wie digitales Design, Qualitätskontrollstandards und Beschaffung, während sie das zahnarztnahe Handwerk lokal beibehalten. Die Fallannahme und der After-Sales-Service bleiben in der Nähe der Praxis, um Beziehungen zu schützen, während CAD/CAM, Materialbeschaffung und Fertigung zentralen Standards folgen, um die Auslastung zu erhöhen. Führende Anbieter nutzen digitale Portale für den Austausch digitaler Dateien, die Nachverfolgung von Logistikprozessen und die Rechnungsstellung. Diese Portale bilden eine Grundlage für zukünftige Monetarisierungsmöglichkeiten.
Key Takeaways:
Die Akquisitionspipeline bleibt robust trotz insgesamt weniger Labore, da mittelgroße Ziele im Jahr 2023 um etwa 9 % auf ~330 gestiegen sind (YoY). Unbesetzte Regionen – insbesondere in Teilen Ost- und Norddeutschlands – bieten weiterhin Potenzial zur Marktdurchdringung. Nahegelegene Expansion nach Österreich und in die Schweiz eröffnet zudem eine höhere Eigenzahlerquote. Langfristig könnten Plattformportale sich zu SaaS-Strukturen mit geringem Betreuungsaufwand für Fallmanagement, Abrechnung und Analysen entwickeln.
Key Takeaways:
Typischer Umfang unserer Viewpoints:
Khalid Ouaamar
Managing Director
Private Equity Practice
Christoph Nichau
Partner & Managing Director
Private Equity Practice
Jan Dingerkus
Partner & Managing Director
Private Equity Practice