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Die Brandschutzbranche vereint regulierungsgetriebene Resilienz, margenstarke, wiederkehrende Services und neue Technologien und schafft damit attraktive Plattform‑ sowie Buy‑and‑Build‑Cases.
Dies ist ein Auszug aus unserem Viewpoint zur Brandschutzbranche. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr über Markttrends, Geschäftsmodelle, die Wettbewerbslandschaft und Wachstumshebel in diesem Markt erfahren möchten.
117
registrierte Transaktionen in der Brandschutzbranche seit 2018
> 4 % CAGR
2022–2025
> 50 %
Bruttomargenpotenzial in wiederkehrenden Wartungs‑ und Inspektionsservices
Executive Summary
Die Brandschutzbranche bietet eine strukturell attraktive Kombination aus regulierungsgetriebener Nachfrage, nicht‑zyklischen Umsatzströmen und zusätzlichem Upside durch neue Technologien. In Deutschland lag der Markt 2020 bei rund € 9,4 Mrd. und wird für 2025 auf etwa € 10,7 Mrd. geschätzt, mit einem jährlichen Wachstum von rund 4 % zwischen 2022 und 2025 und damit deutlich über der rückläufigen Bauleistung. Gesetzlich vorgeschriebene Inspektionen, verpflichtende Wartung und wiederkehrende Nachrüstungsbedarfe führen zu margenstarken, stabilen Serviceverträgen mit geringer Abwanderung, häufig mit einem Bruttomargenpotenzial von 50 bis 70 % und Kundenbeziehungen über mehrere Jahrzehnte.
Gleichzeitig verschärfen immer strengere EU‑ und deutsche Regulierungen sowie aktualisierte Normen und Zulassungen kontinuierlich die technischen Anforderungen und treiben Systemupgrades. Die nachgelagerte Landschaft ist fragmentiert, insbesondere bei lokalen Spezialisten, während weiterentwickelte nationale Anbieter und internationale Integratoren über Engineering‑Tiefe und Technologiekompetenz konkurrieren. Die anhaltende Konsolidierungsdynamik mit mehr als einhundert registrierten Transaktionen seit 2018 unterstreicht die Relevanz von Buy‑and‑Build als zentralem Wertschöpfungshebel.
Regulierung und verpflichtende Wartung haben die Brandschutzbranche resilient gemacht, mit historischem Wachstum über dem zugrunde liegenden Baumarkt.
Wiederkehrende Service‑ und Nachrüstungsaktivitäten liefern margenstarke, planbare Cashflows über fragmentierte KMU‑Kunden und Multi‑Site‑Kunden hinweg.
Konsolidierung und Technologieadoption haben die Wettbewerbslandschaft neu geformt und skalierte, technologiegestützte Plattformen gegenüber einzelnen regionalen Anbietern bevorzugt.
Die Brandschutzbranche in Deutschland zeigte eine bemerkenswerte Resilienz. Von 2020 bis 2022 wuchs der Markt weiter, und zwischen 2022 und 2025 expandierte er zusätzlich, während die Bauleistung zurückging. Diese Entkopplung vom Bauzyklus spiegelt die Verlagerung von reiner Neubau‑Exponierung hin zu regulierungsgetriebener Nachrüstung, Wartung und Inspektionsaktivitäten über aktiven und passiven Brandschutz wider. Wiederkehrende Serviceverträge prägen zunehmend den Umsatzmix der Anbieter, da verpflichtende Inspektionszyklen, Dokumentationsanforderungen und Systemupgrades eine stabile Nachfrage absichern. Gleichzeitig begannen technologiegestützte Lösungen wie IoT‑fähige Melder, KI‑basierte Kameras und digitale Inspektionstools, sich von Pilotprojekten hin zu einer breiteren Nutzung zu entwickeln, insbesondere in komplexen industriellen und großen gewerblichen Umgebungen. Für Investoren definiert diese Kombination aus strukturell, regulierungsverankerter Nachfrage, wachsendem digitalen Anteil in Systemen und Services sowie moderatem, aber stabilem Umsatzwachstum das mittelfristige Trendbild der Brandschutzbranche.
Key Takeaways:
Das Wachstum der Brandschutzbranche wurde primär durch ein zunehmend dichtes regulatorisches Rahmenwerk und häufige Aktualisierungen von Normen und Richtlinien getrieben. Auf EU‑Ebene verschärfte die Construction Products Regulation (CPR) Anforderungen an Leistung, Nachhaltigkeit und Dokumentation, während EN‑Brandschutznormen, etwa die relevanten EN‑Standards für Brandmelde‑ und Löschsysteme, die Erwartungen an Zuverlässigkeit, Installationsqualität, Prüffrequenz und Wartung erhöhten. Parallel dazu drängten EU‑Initiativen zu Fire Safety Engineering und Harmonisierung die Mitgliedstaaten zu strengeren Inspektionsregimen und höheren Qualifikationsanforderungen für Installateure. In Deutschland erhöhten die Musterbauordnung, die Betriebssicherheitsverordnung und VdS‑Richtlinien und ‑Zulassungen kontinuierlich die Prüftiefe, Dokumentationspflichten und technische Spezifikationen. Diese Entwicklungen lösten wiederkehrende Nachrüstungsnachfrage aus, etwa wenn bestehende Systeme aufgerüstet werden mussten, um konform zu bleiben, oder wenn Komponenten wie Schäume ersetzt werden mussten, um neuen Umweltstandards zu genügen, darunter das EU‑PFAS‑Verbot in Löschschäumen. In der Folge sahen sich Betreiber mit höheren betrieblichen Aufwänden konfrontiert, während spezialisierte Serviceanbieter von einer strukturell wachsenden Compliance‑ und Dokumentationslast profitierten.
Key Takeaways:
Die nachgelagerte Brandschutzbranche ist weiterhin stark fragmentiert und umfasst drei zentrale Anbieterarchetypen. Internationale Technologieintegratoren wie Firian, Fire Protection Solutions, Minimax, Siemens, svt Group und Fogtec fokussieren sich auf komplexe industrielle und große gewerbliche Projekte und differenzieren sich über fortgeschrittenes Engineering, IoT‑fähige Systeme, Predictive Maintenance und Gebäudeautomationskompetenz. Nationale Serviceanbieter wie Systeex, CWS Fire Safety, Jockel und Arasti bieten breite Lösungsportfolios und bundesweite Abdeckung und kombinieren Brandschutz häufig mit angrenzenden Gebäudetechnologien wie Safety und Security. Lokale Spezialisten adressieren primär regionale Märkte und fokussieren typischerweise auf Feuerlöscher, Alarme und Standardsysteme; Beispiele sind PROTEC Brandschutz, ROCHE, Rössig Brandschutz, Brandschutz Mandelartz, Weber Feuerlöscher, Brandschutztechnik Feldhaus, Buschenhofen & Partner, Hanisch Feuerschutz, Becker Gruppe, BPK Brandschutz und Inburex Consulting. Einige dieser Nischenanbieter liefern zudem hochkomplexes Engineering für spezifische Industriesegmente. Über alle drei Gruppen hinweg variiert die Technologietiefe und Abdeckung der Wertschöpfungskette deutlich; Integratoren und größere nationale Player sind stärker in Systemdesign und digitale Services eingebunden. Seit 2018 wurden mindestens 117 Akquisitionstransaktionen verzeichnet, an denen internationale Gruppen wie Hiller und Presto sowie Finanzinvestoren mit Roll‑up‑Strategien beteiligt waren. Dies unterstreicht eine klare Verschiebung hin zu skalierten, plattformbasierten Wettbewerbern.
Key Takeaways:
Entlang der Wertschöpfungskette der Brandschutzbranche blieben vorgelagerte Aktivitäten wie Materialbeschaffung und Produktion kapitalintensiv und preisgetrieben, mit begrenzter Differenzierung über Normenkonformität hinaus. Margen in diesem Segment waren durch standardisierte Produkte und starken OEM‑Wettbewerb begrenzt. Im Gegensatz dazu boten nachgelagerte Aktivitäten wie Engineering, Systeminstallation, Inbetriebnahme, Wartung und Nachrüstung deutlich attraktivere Economics. Projektmargen hingen typischerweise von der Komplexität ab: designintensive Projekte honorierten Engineering‑Kompetenz, während schlecht gemanagte Installationsarbeiten die Profitabilität verwässern konnten. Die attraktivsten Geschäftsmodellelemente lagen in wiederkehrenden Wartungs‑ und Inspektionsservices, die von gesetzlich vorgeschriebenen Zyklen, langen Asset‑Lebensdauern und in der Regel geringer Kundenabwanderung profitieren. Bruttomargen in diesen wiederkehrenden Verträgen erreichten häufig 50 bis 70 %, unterstützt durch relativ geringe Arbeitsintensität und hohe Kundenbindung, oft über 20 bis 40 Jahre pro installiertem System. Nachrüstungen und End‑of‑Life‑Upgrades generierten zusätzliches Projektvolumen, wenn sich Regulierungen und Nachhaltigkeitsanforderungen weiterentwickelten.
Key Takeaways:
Die zukünftige Wertschöpfung in der Brandschutzbranche wird von drei zentralen Wachstumshebeln getrieben. Erstens können Anbieter wiederkehrende Services skalieren, indem sie die Vertragsdurchdringung erhöhen, Cross‑Selling zwischen aktivem und passivem Brandschutz ausbauen und in angrenzende Gebäudetechnologien expandieren. Dies stärkt die Kundenbindung und schafft operative Hebel auf zentralisierte Planung und Backoffice‑Setups. Zweitens wird der breitere Roll‑out von IoT‑fähigen Geräten, Predictive‑Maintenance‑Plattformen, integrierten Brand‑ und Security‑Systemen sowie digitalen Inspektionstools die Serviceeffizienz steigern und die Integration in die Abläufe der Kunden vertiefen, wodurch sich Türen für Outcome‑basierte Angebote und datengestütztes Upselling öffnen. Drittens bleibt Konsolidierung ein zentraler Wertschöpfungstreiber. Eine fragmentierte Landschaft regionaler Spezialisten und Nischen‑Engineering‑Firmen bietet weiterhin eine substanzielle Pipeline für Bolt‑on‑Akquisitionen. Seit 2018 wurden mindestens 117 Transaktionen verzeichnet, bei denen internationale Gruppen und Finanzinvestoren wiederholbare Roll‑up‑Strategien nutzen, um nationale Dichte aufzubauen und Lösungsportfolios zu verbreitern.
Key Takeaways:
Der vollständige Viewpoint zur Brandschutzbranche ist auf Anfrage verfügbar.
Typischer Umfang unserer Viewpoints:
• Marktgröße
• Markttrends und -treiber
• Wettbewerbslandschaft inkl. Wettbewerbergruppen und Benchmarking
• Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette
• Zukünftige Wachstumspotenziale
Jan Dingerkus
Partner & Managing Director
Private Equity Practice
Christoph Nichau
Partner & Managing Director
Private Equity Practice
Khalid Ouaamar
Managing Director
Private Equity Practice