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Die CSRD als bedeutsamer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit

Die CSRD macht Nachhaltigkeit messbar – und zur echten Chance für Unternehmen, Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen zu stärken. Jetzt ist der Moment, Nachhaltigkeit strategisch zu verankern.

Happy agronomist with wind turbine model in garden center

Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)

Was verbirgt sich hinter der EU-Richtlinie?

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine EU-Richtlinie, die eine signifikante Änderung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung für europäische Unternehmen mit sich bringt. Sie verlangt, dass Nachhaltigkeitsinformationen in den Lagebericht integriert und auf ähnlicher Ebene wie die finanzielle Berichterstattung behandelt werden, einschließlich einer Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer.

Die CSRD verbessert die Vergleichbarkeit und Transparenz von Nachhaltigkeitsleistungen, wodurch Unternehmen in Bezug auf ihre Nachhaltigkeitsperformance klarer von Stakeholdern wie Investoren, Kunden, Behörden und NGOs bewertet werden können.

Welche Auswirkungen hat die CSRD auf Unternehmen?

Seit 2024 müssen bereits einige EU-Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsberichte gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) in den Lagebericht integrieren. Dazu zählen Unternehmen, die bereits zuvor gemäß der Non-Financial Reporting Directive (NFRD) berichtet haben.

Mit dem Omnibus-Paket wurde die ursprünglich vorgesehene schrittweise Ausweitung des Anwendungsbereichs angepasst. Ab dem Berichtsjahr 2027 unterliegen damit ausschließlich Unternehmen der CSRD, die mehr als 1.000 Beschäftigte haben und einen Nettojahresumsatz von über 450 Millionen Euro erzielen. Gleichzeitig wurde im Rahmen der politischen Einigung eine Überprüfungsklausel eingeführt. Diese sieht vor, den Anwendungsbereich der CSRD zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu evaluieren. Ziel ist es, eine mögliche künftige Erweiterung so auszugestalten, dass sie ohne erheblichen zusätzlichen administrativen Mehraufwand für die Unternehmen umgesetzt werden kann.

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind demnach nicht mehr verpflichtet, gemäß der CSRD zu berichten. Für sie wird stattdessen eine Berichterstattung auf Basis des VSME-Standards (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs) empfohlen. Dieser freiwillige Berichtsrahmen unterstützt KMU dabei, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten strukturiert darzustellen und den wachsenden Transparenzanforderungen externer Stakeholder, wie Banken und Geschäftspartner, gerecht zu werden.

Ziel der CSRD ist es die Berichterstattung transparenter und verlässlicher zu machen, sie auf das Niveau finanzieller Berichte heben und so nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung fördern. Unternehmen müssen dafür bis zu 400 Datenpunkte, einschließlich der Scope-3-Emissionen, systematisch erfassen und offenlegen. Im Zuge der durch das Omnibus-Paket erfolgten Lockerung der Pflichten wurde eine Kürzung der bisher erforderlichen Datenpunkte um circa 68 Prozent vorgenommen.

Bei Nichteinhaltung drohen Strafen, während Konformität Förderungen und Wettbewerbsvorteile bringen kann. Die konkrete Ausgestaltung der Strafen liegt in der Zuständigkeit der EU-Mitgliedsstaaten und deren Umsetzung der CSRD in nationales Recht.

Dr. Jens Lehnen, mm1

Dr. Jens Lehnen
Principal, valantic GmbH

„Die CSRD ist mehr als eine Richtlinie – sie ist ein Versprechen an die Zukunft. Unsere tiefgreifende Kenntnis der Wesentlichkeitsanalyse versetzt Unternehmen in die Lage, über Compliance hinaus zu denken und Nachhaltigkeit als Kern ihrer Geschäftsstrategie zu verankern.“

Inhalte der CSRD-Berichterstattung

ESG im Fokus

Die CSRD fordert die Berichterstattung gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Diese gliedern sich in die drei Hauptbereiche Environmental, Social und Governance (ESG):

Inhalte der CSRD-Berichterstattung

Verpflichtungen außerhalb der Berichtserstattung

Ziel der CSRD war zunächst neben einer inhaltlichen Erweiterung der Non-Financial Reporting Directive auch die Ausweitung der von der Direktive betroffenen Unternehmen. Durch Anpassungen im Zuge des Omnibus-Pakets gehen Schätzungen etwa 10.000 betroffenen Unternehmen in der EU aus.

Die neuen Pflichten, die mit der CSRD einhergehen, sind:

  • Quantifizierung der Berichtsinhalte durch Kennzahlen: Für eine verbesserte Messbarkeit sollen die Nachhaltigkeitsberichte mithilfe von spezifischen Kennzahlen quantifiziert werden.
  • Neues Verständnis von Wesentlichkeit (doppelte Wesentlichkeit): Die Richtlinie verlangt von Unternehmen, dass sie jegliche Auswirkungen ihres Handelns sowohl auf die Umwelt & die Gesellschaft (inside-out) erörtern und darstellen, als auch die Auswirkungen ihrer Nachhaltigkeitsthemen auf die finanzielle Lage des Unternehmens selbst (outside-in).
  • Einheitliches elektronisches Berichtsformat (ESEF): Unternehmen sind gemäß der Richtlinie dazu verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitsberichte im European Single Electronic Format (ESEF) zu veröffentlichen. Diese Maßnahme soll die Lesbarkeit der Berichte sowohl für Menschen als auch für Maschinen sicherstellen.
  • Auditierung der Nachhaltigkeitsberichtserstattung: Analog zur Finanzberichterstattung ist nun auch die Nachhaltigkeitsberichtserstattung einer externen Prüfung zu unterziehen. Diese erfolgt gemäß den aktuellen Beschlüssen auf EU-Ebene mit begrenzter Sicherheit (Limited Assurance). Die Europäische Kommission hat angekündigt, bis 2026 gezielte Leitlinien für die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten („targeted assurance guidelines“) zu veröffentlichen, um die Anforderungen an Umfang und Durchführung der Prüfung weiter zu präzisieren.

Zukunftsorientiertes Handeln

Die Ziele und der Nutzen der CSRD

Die CSRD bietet eine Vielzahl von Vorteilen, darunter die Förderung von Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen, was Unternehmen dabei unterstützt, ihre Leistung auf diesem Gebiet besser zu verstehen und zu optimieren.

Zudem erleichtert sie die Identifizierung von Best Practices und Benchmarks, was wiederum Unternehmen ermöglicht, von den Erfahrungen anderer zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus trägt die Richtlinie dazu bei, Investitionsentscheidungen zu vereinfachen, indem sie Investoren transparente Einblicke in die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen bietet und somit die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in Entscheidungsprozesse fördert.

Nicht zuletzt kann die CSRD dazu beitragen, Nachhaltigkeit als einen Wettbewerbsvorteil zu positionieren, indem sie Unternehmen dazu ermutigt, ihre Nachhaltigkeitspraktiken zu verbessern und ihr Engagement für umwelt- und sozialverträgliches Handeln zu demonstrieren.

Businesspeople working in an office lobby

Fristen der Umsetzung der Richtlinie

1. Januar 2024 - 31. Dezember 2026

Gültigkeit für große Unternehmen, die bereits nach NFRD berichten müssen

1. Januar 2027

Gültigkeit für EU-Unternehmen mit >1.000 Beschäftigten und >450 Millionen Euro jährlichem Nettoumsatz

1. Januar 2028

Gültigkeit für Nicht-EU-Unternehmen mit folgendem Nettoumsatz innerhalb der EU:​ 1) Drittstaatenunternehmen mit >450 Millionen Euro Nettoumsatz ​ 2) Tochterunternehmen bzw. Niederlassungen mit >200 Millionen Euro Nettoumsatz Hinweis: Für Nicht-EU-Unternehmen kann die Ebene der Berichterstattung einzelfallabhängig variieren.

5 Steps zur Umsetzung der CSRD

Anforderungen

Herausforderungen in der Unternehmenspraxis

...und ihre Lösungen

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre internen Prozesse so anzupassen, dass eine umfassende und präzise Berichterstattung möglich wird. Die Kernherausforderungen umfassen die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die bestehenden Berichtssysteme, die Sicherstellung der Datenqualität und -verfügbarkeit sowie die Entwicklung einer kohärenten Kommunikationsstrategie, die den Anforderungen der Stakeholder gerecht wird.

Die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, strategische Ansätze zu entwickeln, die nicht nur auf die Erfüllung der Anforderungen der CSRD abzielen, sondern auch die Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen im Bereich der Nachhaltigkeit legen. Dabei geht es darum, Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu verankern und somit langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Geringe Ressourcenverfügbarkeit

Templates für schnelle Umsetzung

Viele lokale Ansprechpartner

Befähigung der Organisation in einem strukturierten Transformationsansatz

Hoher manueller Aufwand

Smarte Data Analytics Lösungen

Unklarheit: “Where to start CSRD?”

CSRD GAP Analyse (Readiness-Check)

Diffuse Prozess Governance

Maximale Prozess Transparenz durch automatisiertes Reporting Tool

Aufwändige und heterogene Berichterstattung

Integriertes Performance-Management

Gemeinsam nachhaltige Schritte wagen

Um Herausforderungen effizient und pragmatisch abzudecken und die Chancen gleichzeitig optimal zu nutzen, unterstützen wir Sie end-to-end mit individuell angepassten Lösungsansätzen. Wir stehen Ihnen als Begleiter während Ihrer gesamten Nachhaltigkeitsreise, von der Ermittlung wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen bis zur Erstellung und Umsetzung thematischer Nachhaltigkeitsstrategien sowie deren Einbettung in unternehmensübergreifendes Performance Management zur Seite.

Unser spezialisiertes Beratungsangebot umfasst folgende Schlüsselbereiche:

Status Quo im Nachhaltigkeitsberichtswesen

Abgleich des Status Quo im Nachhaltigkeitsberichtswesen mit den Anforderungen der CSRD sowie weiteren internen und externen Nachhaltigkeitsanforderungen

Roadmap

Konzeption und Umsetzung der Roadmap inkl. Detailplanung zur Schließung inhaltlicher (bspw. Erstellung Dekarbonisierungsstrategie) sowie prozessualer (bspw. Datenverfügbarkeiten, interne Verantwortlichkeiten) Lücken

Performance Management System

Konzeption und Umsetzung eines Performance Management Systems zur pragmatischen und optimalen Erfüllung wiederkehrender Berichtspflichten, inkl. Umsetzung von Anforderungen der EU-Taxonomie als Teil der CSRD-Berichtspflichten

Nachhaltigkeitsstrategien

Erstellung und Begleitung von Nachhaltigkeitsstrategien zur inhaltlichen Umsetzung wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen (bspw. Dekarbonisierungsstrategie inkl. Reduktion Scope-3 Emissionen)

Circular Economy

Circular Economy durch Entwicklung und Implementierung von Strategien, die Kreislaufwirtschaft fördern und Ressourceneffizienz sowie Wiederverwendung entlang der Wertschöpfungskette erhöhen

Nachhaltige Lieferketten

Nachhaltige Lieferketten durch Analyse, Optimierung und Transparenzsteigerung aller Zulieferprozesse unter Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Standards

Data Analytics

Data Analytics zur systematischen Erhebung, Aufbereitung und Analyse relevanter Nachhaltigkeitskennzahlen, um faktenbasierte Entscheidungen und Berichte zu ermöglichen

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Durchführung einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse inkl. Umfeld- und Stakeholderanalyse zur Identifikation wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen und der Ableitung von Berichtspflichten

Nachhaltige Ökosysteme & Unternehmenskultur

Nachhaltige Ökosysteme & Unternehmenskultur durch Integration von Nachhaltigkeit in Strukturen, Prozesse und Werte, um langfristig Akzeptanz und Engagement zu sichern

Ökobilanz und Life Cycle Assesment

Ökobilanz und Life Cycle Assessment zur Bewertung von Umweltauswirkungen entlang des gesamten Produkt- und Unternehmenslebenszyklus und Ableitung konkreter Optimierungsmaßnahmen

Ihre Ansprechpartner zu CSRD

Sie haben Fragen? Lassen Sie uns ins Gespräch kommen.

Jan Laakmann, valantic

Jan Laakmann

Partner

valantic

  • Nachhaltigkeitsstrategie & -roadmap
  • ESG Reporting (GRI, CSRD, VSME etc.)
  • Nachhaltige Lieferketten (LKSG, EUDR, PPWR, CSDDD, etc.)
Bild von Marco Fuhr, Managing Consultant, valantic Supply Chain Excellence

Marco Fuhr

Managing Consultant

valantic

  • Dekarbonisierung
  • Nachhaltige Lieferketten
  • Twin Transformation
Dr. Jens Lehnen, mm1

Dr. Jens Lehnen

Principal

valantic

  • Nachhaltigkeitsstrategie & -roadmap
  • Circular Economy
  • Green IT
  • Klimaresilienz
Sebastian Badaghlou

Sebastian Badaghlou

Partner & Managing Director

valantic

  • Digital Finance
  • Financial Steering
  • Corporate Perfomance Management
  • Financial Consolidation