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IT-Architekturberatung – ein Überblick

Fabian Saccilotto

15. November 2021

Bild von Personen im Gespräch vor einer Planungstafel mit Notizzetteln, IT-Architekturberatung Übersicht

Das Wichtigste im Überblick

Zukunftsfähig, flexibel anpassbar, wirtschaftlich und sicher. So sollte eine IT-Architektur im Idealfall sein. Das ist allerdings häufig nicht der Fall. Genau da kommen unsere erfahrenen Expert*innen ins Spiel: Wir beherrschen die hohe Kunst der Systemintegration – und begleiten Unternehmen beim Umstrukturieren von historisch gewachsenen Insellösungen bis hin zu einer konsistenten IT-Systemlandschaft.

Im Rahmen der IT-Architekturberatung ist es unsere Aufgabe, die bestehende IT-Infrastruktur in Frage zu stellen:

  • Welche Technologien und Methoden braucht es, um die definierten Geschäftsziele zu erreichen?
  • Entspricht die momentane Lösung den aktuellen Standards?
  • Wie lassen sich Innovationen sinnvoll integrieren?
  • Und letztlich: Welchen Mehrwert hat die Kundin oder der Kunde von einer Erneuerung des bestehenden Systems?

Das Ergebnis ist eine serviceorientierte IT-Systemlandschaft, die sich konsequent an den Unternehmenszielen und -prozessen ausrichtet. Ein motiviertes und umsetzungsstarkes Team mit technologischem Know-how und umfassender Erfahrung im strukturierten Vorgehen: Es ist diese Kombination, die uns zu einem starken Partner für kleine und große IT-Architekturanalysen macht.

Vorweg: Was bedeutet IT-Architektur?

Bevor es um die eigentliche Beratung geht, sollte zunächst geklärt werden, was die IT-Architektur eigentlich ist. Einfach erklärt, handelt es sich um verschiedene Aspekte der Informationstechnik in einer organisierten Struktur, wie etwa in einem Betrieb oder Unternehmen. Also um notwendige Komponenten – zum Beispiel IT-Systeme, Anwendungen, Integrationsschnittstellen, Datenstrukturen und Infrastrukturkomponenten – und um deren Zusammenspiel.

Sowohl Technologiestandards wie auch Architekturprinzipien sind integrale Bestandteile der IT-Architektur. Diese kann demnach diverse Modellierungswerkzeuge, Frameworks, Spezifikationen, Guidelines und Referenzmodelle umfassen.

Apropos Modelle: IT-Architekturen haben verschiedene Aufgaben. Sie dokumentieren einerseits den Ist-Zustand und gewährleisten damit die effiziente Bestandsverwaltung der IT-Komponenten. Andererseits können IT-Architekturen als Planungsinstrumente dienen, die den Soll-Zustand abbilden.

Trigger und Ziele der Beratung

Das Thema ist nach wie vor noch nicht so ganz greifbar? Die nachfolgenden Trigger und Ziele veranschaulichen, was mit einer umfassenden IT-Architekturberatung erreicht werden kann.

Szenario 1:

  • Trigger: Mehrere global vorhandene Commerce-Applikationen sollen vereinheitlicht werden.
  • Ziel: „Wir haben verschiedene Systeme im Einsatz und möchten einen Überblick erhalten.“

Szenario 2:

  • Trigger: Auf Basis einer umfassenden Analyse, soll eine Strategie entwickelt werden.
  • Ziel: „Wir möchten ein Assessment unserer aktuellen IT-Architektur erhalten.“

Szenario 3:

  • Trigger: Die Wahl einer passenden Commerce-Technologie soll auf Basis einer Analyse erfolgen.
  • Ziel: „Wir möchten eine Empfehlung für eine passende Commerce-Technologie im Hinblick auf die Anforderungen unserer IT-Architektur erhalten.“

Szenario 4:

  • Trigger: Verschiedene Kanäle für unterschiedlichen Content sollen vereinheitlicht werden.
  • Ziel: „Wir möchten alles aus einer Hand anbieten und die IT-Architektur dahingehend anpassen.“

Szenarien wie diese verdeutlichen, wie wichtig eine strategische Entwicklung der IT-Architektur ist. Höchste Zeit, sich anzusehen, wie unsere Beratung in diesem Bereich genau abläuft.

Ablauf der IT-Architekturberatung

Jedes Unternehmen „tickt“ anders. Daher ist es selbstverständlich, dass jede IT-Architekturberatung individuelle Züge hat. Trotzdem gibt es einen groben Ablauf in vier Schritten, der in jedem Szenario gleich ist – und diesen möchten wir an dieser Stelle gerne erläutern.

Schritt 1: Sichtung aller Dokumente

Zu Beginn der IT-Architekturberatung geht es darum, sich einen Überblick über alle vorhandenen Informationen zu verschaffen: Durch IT-Tools-Listen, das Strategiepapier und Prozessübersichten oder durch Interviews mit den zuständigen IT-Leiter*innen. Eines der Ziele ist es, herauszufinden, was die Intention bzw. das Grundkonzept eines (unbekannten) Tools ist.

Infografik und Übersicht zur IT-Architekturberatung
Übersicht der IT-Architektur eines Dienstleistungsunternehmens in der Tourismus- und Freizeitbranche

Schritt 2: Interviews mit relevanten Stakeholdern

Jedes Unternehmen hat Stakeholders, also Personen, die ein berechtigtes Interesse an unternehmensinternen Projekten und Prozessen haben – im Bereich der IT sind das zum Beispiel CIO, CTO, IT Managers oder Process Owners. Mithilfe von Einzelinterviews erörtern wir im zweiten Schritt der IT-Architekturberatung relevante Themen und Fokusgruppen.

Denkbare Interviewfragen wären zum Beispiel:

  • Über welche Kanäle tritt das Unternehmen mit Kund*innen in Kontakt?
  • Welche Systeme sind aktuell im Einsatz?
  • Welche speziellen Bedingungen sind zu beachten (Sprachen, Preise, etc.)?
  • Welche Schnittstellen sind aktuell integriert?
  • Was ist der Lebenszyklus der eingesetzten Lösungen?
  • Wer ist zuständig für die Weiterentwicklung der IT-Architektur?
  • Welches interne IT-Know-how besitzen wir?
  • Wie hoch ist die aktuelle Umsetzungsqualität des Systems?

Schritt 3: Abstrahierung der Ergebnisse in ein Modell

Sind alle Informationen zur bestehenden IT-Lösung gesammelt, geht es in Schritt Nummer drei ans Eingemachte. Sprich: Die gesammelten Daten werden auf ein Modell übertragen, das an die individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst ist. Dafür finden Kategorisierungen nach einer ganzen Reihe von Kriterien statt:

  • Einteilung in E-Business-Systeme: CMS (Content Management System), DAM (Digital Asset Management), CDN (Content Delivery Network), PIM (Product Information System), CRM, IAM (Identity und Access Management), CPQ (Configure Price, Quote), ESB (Enterprise Service Bus), etc.
  • Wahl des Applikations-Levels: Layering-Architektur (UI, Business, Persistence) oder Client-Server-Architektur (Frontend, Middleware, Backend)
  • Definition der Architekturtypen: monolithische, service-orientierte Architektur (SOA) oder Microservices (u. a. Headless Commerce)
  • Entscheidung über die Art der Bereitstellung: Cloud, hybrid oder on-premises

Schritt 4: Bewertung der Ergebnisse

Im Anschluss an die Modellausarbeitung gilt es, die Ergebnisse technisch wie auch strategisch zu bewerten. Macht das, was wir uns für die IT-Architektur überlegt haben, Sinn – heute, aber vor allem auch in Zukunft? Das soll in diesem vierten und letzten Schritt der Beratung herausgefunden werden.

Analyse der nachfolgenden technischen Dimensionen:

  • Performance: Durchlauf und Skalierbarkeit
  • Sicherheit: DMZ (demilitarisierte Zone), Authentifizierung und sensible Daten
  • Erweiterbarkeit: Wartung, Betrieb und Flexibilität
  • Kosten/Nutzen: Wiederkehrende Lizenzkosten, Instandhaltungskosten, Mehrwert der Lösung

Analyse der nachfolgenden strategischen Dimensionen: An dieser Stelle wird die aktuelle IT-Architektur den strategischen Zielsetzungen gegenübergestellt. Leichter erklären lässt sich das mit einem konkreten Beispiel. Es ist das Ziel, den Kund*innen alle produktbezogenen Services für alle relevanten Kanäle aus einer Hand anzubieten? Dann sollten die derzeit bestehenden verschiedenen Commerce-Systeme für die App, die Website und für Dritte unbedingt zusammengeführt werden.

Die vier Schritte der IT-Architekturberatung auf den Punkt gebracht: In den ersten beiden Schritten findet eine quantitative und qualitative Erhebung des Status quo statt. Diese Ergebnisse werden in weiterer Folge in ein Modellsystem eingebracht und umfassend analysiert.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Analyse Ihrer IT-Infrastruktur.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktanfrage.

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