ISO-Standards für Zahlungen: Geldverkehr braucht eine gemeinsame Sprache

Zukunftssicherheit im Zahlungsverkehr durch UNIFI ISO 20022-Kommunikation

Frankfurt am Main / Magdeburg, 27. Januar 2020 – Bei Geldgeschäften betreiben Banken bisher einen hohen Aufwand für Übersetzungsleistungen. Nationale Standards unterschiedlicher Ausprägungen erfordern viel Handarbeit, die nicht nur die Anfälligkeit für Fehler vergrößert, sondern durch den Mehraufwand auch die Margen der Banken gefährlich schmälert. „Hinter dem Standard ISO 20022 steht ein moderner, XML-basierter Standard zum Austausch von Finanztransaktionen in den unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Der gemeinsame Standard beschleunigt den Transaktionsablauf und erhöht den Deckungsbeitrag der Institute“, sagt Dirk Vesper, Vice President Product Development bei valantic. Das Softwareunternehmen ist unter anderem auf den Bedarf der Finanzindustrie spezialisiert und liefert weltweit Lösungen in den Bereichen Electronic Trading, Zahlungsverkehr und Transaktionen an führende Finanzinstitute aus. Die ISO-Standards zeichnen sich durch sehr granulare Datenstrukturen aus, die Geschäftsinformationen mit weit höherem Detaillierungsgrad tragen können als die bisher genutzten und sehr unterschiedlichen Methoden. Automatisierungslücken können so kaum mehr auftreten.

Druck zur Digitalisierung

„Der Druck durch regulatorische Anforderungen und vor allem der Kostendruck aufgrund sinkender Margen und wachsender Globalisierung erfordert mehr Digitalisierung als das, was in Banken bisher Stand der Technik war“, so Vesper weiter. Die bisherigen Prozesse ließen kaum eine echte End-to-End-Verarbeitung in den Prozessketten zu, ohne per Hand eingreifen zu müssen. Prozesse, die durch wachsende Gefahren und Vorgaben nötig sind, wie Betrugsprüfung, Embargoprüfung oder Reklamationen, können über die elektronische Verarbeitungskette einfacher und kostengünstiger integriert werden. Die vollen Vorteile der ISO 20022 können allerdings erst dann genutzt werden, wenn alle Geschäftspartner den gemeinsamen Sprachstandard vollumfänglich nutzen. Die bisher überwiegend genutzten SWIFT MT-Standards stammen aus den 1970er Jahren und erfüllen im Zahlungsverkehr nicht mehr die Anforderungen einer digitalisierten Welt. Mit reinen Konvertierungslösungen ist indes der Branche kaum geholfen, da die Datenqualität verwässert wird.

Künstliche Intelligenz und Banking der Zukunft

„Gleichzeitig bieten die neuen Vorgaben die Chance, sich für die kommenden Dekaden sicher aufzustellen und das gesamte Bankgeschäft soweit wie möglich zu digitalisieren. In Zukunft werden Themen wie Künstliche Intelligenz und Wertschöpfung aus Transaktionsdaten noch weiteren Raum in Anspruch nehmen – und je mehr bereits digitalisiert ist, desto besser lassen sich Rückschlüsse aus den Daten ziehen“, führt der Softwareexperte von valantic weiter aus. Die Dienstleistungen der Finanzindustrie stellen derweil den Kunden als aktives Glied mit in die Prozesskette, sowohl im B2B- wie auch im B2C-Bereich. Die Einbindung von Portalen und Kundenbanksystemen in die Abwicklung von Transaktionen ist ein Element davon. Im Jahr 2021 wird das Großbetragszahlungssystem Target2 der EZB sowie SWIFT für den Zahlungsverkehr (Nachrichtenkategorien 1, 2 und 9) auf ISO 20022-Instrumente umgestellt. Bereits jetzt unterstützen die Anwendungen von valantic die neuen Anforderungen: Neben einer zentralen Datenablage für alle Zahlungen der Bank werden die Formate und Rulebooks verschiedener Zahlungsinstrumente – u. a. SEPA, SWIFT, Target2 und Instant Payments – unterstützt. Die komplette Software kann zudem dezidiert an die Besonderheiten und Erfordernisse der Bank angepasst werden, um dem Wunsch nach zukünftigen Individualisierungen Rechnung zu tragen.

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Pressekontakt

Maike Rose

Pressesprecherin