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Ein Blick in den elektronischen Handel von morgen

Bild von Mathias Schmidt, Produktmanager bei valantic, im Hintergrund Computerbildschirme

5 Fragen an… Mathias Schmidt

Jeder Trade hat seine eigene Handschrift – und trotzdem auch eine gemeinsame Signatur. Was kann aus Verhandlungsdaten gelesen und als Erkenntnis für die Zukunft genutzt werden?

In der Handelswelt ist es wichtig, der Konkurrenz stets einen Schritt voraus zu sein. Dies kann über eine Vielzahl von Strategien erreicht werden. Eine davon ist es, die Menge an Geschäftsverhandlungsdaten besser zu verstehen. Insbesondere die Sell-Side sammelt große Datenmengen an. Künstliche Intelligenz bietet die Chance, diese Daten zu analysieren und sinnvolle Erkenntnisse daraus zu generieren. Mit einem internen Projekt arbeiten wir daran, Verhandlungsdaten zu sammeln, entsprechend aufzubereiten und dem Nutzer visuell gut strukturiert anzeigen zu lassen. Dadurch wird es möglich, Chancen zu erkennen sowie bisherige Fehler bei den durchgeführten Handelsstrategien zu vermeiden. Ergebnis unserer Lösung sind eine Unterstützung und Beschleunigung bei Handelsentscheidungen – mentor nimmt dem Menschen die Entscheidung nicht ab, macht sie aber schneller und sicherer.

Wie erfolgt eine sinnvolle Aufbereitung der Handelsdaten?

Zunächst muss geklärt sein, welches Ziel verfolgt werden soll. Nehmen wir ein Beispiel: Ich will meinen Umsatz mit meinen Top 5 Kunden erhöhen. Als Key Performance Indicators (kurz KPI) definiere ich anschließend das Verhältnis zwischen tatsächlich gehandeltem Umsatz und von den jeweiligen Kunden angefragtem Volumen. Nun benötige ich nur noch die entsprechenden Anbindungen (API) an die Bestandssysteme, um mir die bisherigen Geschäftsdaten durch die Indicator-Plattform mentor aggregieren lassen zu können. Im Dashboard werden mir umgehend durch einfache und sinnvolle Statistiken neue Handlungsempfehlungen angezeigt, woraufhin ich mein Geschäft anpassen kann.

Unsere Lösung lässt sich in jede bankeneigene IT implementieren, ist aber dank der offenen Schnittstellen auch für eine Cloud-Nutzung konzipiert. Kleiner Vorteil: Updates lassen sich in der Cloud schneller umsetzen.

Wie werden die KPI angezeigt?

Für die Anzeige steht in mentor eine Web-UI zur Verfügung. Dort können die definierten KPI tabellarisch oder grafisch angezeigt werden. So erhält man sowohl einen guten Überblick über die aktuellen Indikatoren als auch über deren zeitliche Entwicklung. Zudem ist es möglich, einzelne Handelsdaten zu einem Geschäftsvorfall anzeigen zu lassen. Einem tieferen Einblick in die Datenmenge steht somit nichts im Wege, um relevante Erkenntnisse zur Vereinfachung zukünftiger Handelsprozesse zu erhalten.

Nutzeroberfläche von mentor

Welche Zielgruppe wird durch eine solche Analysemethode angesprochen?

Tendenziell gehört jeder, der Geschäftsverhandlungsdaten verarbeitet, zur Zielgruppe – und zwar an jeder Stelle, die ein Trade durchläuft; sei es in der Preisermittlung, dem Settlement oder der Verbuchung. Der Händler kann sehen, welche Produkte oder Papiere zurzeit stark nachgefragt sind, und auch das Verhältnis zum Kunden und die Erfahrung aus vorigen Deals stehen personalübergreifend zur Verfügung. Damit wird auch die Bindung von Wissen an einzelne Akteure vermieden und stattdessen ein starkes Schwarmwissen angelegt. Der Sales kann sehen, wie sich die Performance verbessert – und das nicht nur anhand von Abschlussquoten und Umsätzen, sondern auch an einzelnen Aspekten der Trades, die vorher wenig Beachtung fanden. Der Business Analyst kann die aufbereitete Datenmenge für Analysen und Konzeptvorschläge nutzen, die Einfluss auf die generellen zukünftigen Prozesse in der Bank und im Trading haben. Generell lassen sich KPI auch für die Vorgesetzten besser auswerten.

Infografik: Zielgruppen von mentor

Was wird technisch für eine Lösung wie mentor benötigt?

Das hängt davon ab, wie die Entscheidung des Hostings ausfällt. Mit der Inhouse-Plattformlösung wird die Software in der technischen Infrastruktur des Kunden betrieben. Die Cloud-Variante bietet denselben Leistungsumfang, die Geschäftshandelsdaten werden dazu per API in die Cloud transferiert, verschlüsselt und umfassend gesichert, damit die Daten nicht in fremde Hände gelangen können. Bei diesem Modell sind wir für den Betrieb der Software verantwortlich. Neue Add-ons und Updates werden ebenfalls in der Cloud in Echtzeit eingespielt.

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