Was ist Consulting und welche Vorteile bringt es?

Consulting ist eine professionelle Dienstleistung, die von Einzelpersonen oder Unternehmen mit Fachkenntnissen in einem bestimmten Bereich oder einer Branche erbracht wird. Consulting reicht von Expertenempfehlungen und -analysen bis zu Lösungen für Kunden. Unternehmen gehen mithilfe von Berater*innen dringende Herausforderungen an, treffen informierte Entscheidungen, verbessern den Geschäftsbetrieb, steigern den Unternehmenswert und erreichen schneller ihre strategischen Ziele. Berater*innen nutzen ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre analytischen Fähigkeiten, um Organisationen bei der Lösung komplexer Probleme und der Optimierung ihrer Leistung zu unterstützen.

Digital Consulting ist eine Beratungsdienstleistung, die sich auf digitale Technologien, Prozesse und Strategien fokussiert. Diese Art der Unternehmensberatung konzentriert sich darauf, wie Firmen und Institutionen digitale Instrumente, Plattformen und Lösungen am effektivsten nutzen können, um ihre Geschäftsziele zu erreichen, Wachstum zu fördern, Effizienz zu steigern und Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

1. Was ist Consulting und welche Aspekte umfasst es?

Consulting umfasst unter anderem folgende Aspekte:

  1. Digitale Transformation: Berater*innen helfen Unternehmen dabei, ihre Geschäftsmodelle und Prozesse zu überdenken und digitale Technologien zu integrieren, um wettbewerbsfähiger zu werden. Dies kann die Einführung von Cloud-Computing, Big Data-Analyse, künstlicher Intelligenz, IoT (Internet of Things) und anderen digitalen Werkzeugen beinhalten.
  2. Digitale Strategie: Berater*innen unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung von klaren digitalen Strategien, die darauf abzielen, die Geschäftsziele zu erreichen, neue Märkte zu besetzen, die Kundenbindung zu verbessern und die Effizienz der Geschäftsprozesse zu optimieren.
  3. Technologieimplementierung: Digitalberater*innen können bei der Auswahl und Einführung von Technologien und Plattformen helfen, die am besten zu den Bedürfnissen des Unternehmens passen.
  4. Change Management: Da die digitale Transformation oft Veränderungen in der Unternehmenskultur und den Arbeitsprozessen mit sich bringt, unterstützen Digitalberater*innen bei der Bewältigung dieser Veränderungen und stellen sicher, dass Mitarbeitende die erforderlichen Fähigkeiten und das Verständnis für neue Technologien entwickeln.
  5. Performance-Messung: Digitalberater*innen helfen Unternehmen, die Leistung ihrer digitalen Initiativen zu messen und den Return on Investment (ROI) zu verfolgen. Dies umfasst die Analyse von Daten und KPIs (Key Performance Indicators), um sicherzustellen, dass die Ziele erreicht werden.

In einer sich ständig weiterentwickelnden digitalen Welt wird Digital Consulting immer wichtiger, da Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit aufrechterhalten müssen. Berater*innen in diesem Bereich sind darauf spezialisiert, Unternehmen dabei zu helfen, die Chancen der digitalen Transformation zu nutzen.

2. Warum benötigen Unternehmen Beratungsdienstleistungen?

Unternehmen suchen Beratungsdienste aus mehreren Gründen: Beratungsunternehmen und -expert*innen verfügen über spezialisiertes Wissen, Fachkenntnisse und Erfahrungen in bestimmten Bereichen, die Unternehmen möglicherweise intern nicht besitzen. Dieses Fachwissen kann von unschätzbarem Wert sein, um komplexe Probleme zu lösen oder in speziellen Bereichen wie Recht, Finanzen, Informationstechnologie oder Marketing Verbesserungen zu erzielen.

Externe Berater*innen bringen außerdem eine unvoreingenommene Sichtweise mit. Sie sind nicht von den internen Politiken oder Vorurteilen des Unternehmens beeinflusst und können daher objektive Analysen und Empfehlungen liefern. Die Beauftragung von Beraterinnen kann oft kostengünstiger sein als die Schaffung und Aufrechterhaltung interner Expert*innenteams.

Durch die Auslagerung von spezialisierten Aufgaben an Berater*innen können Unternehmen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und gleichzeitig sicherstellen, dass wichtige Aufgaben außerhalb ihres Fachgebietes effektiv erledigt werden. In einem sich ständig verändernden Geschäftsumfeld kann die Zusammenarbeit mit Berater*innen deshalb dazu beitragen, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, innovative Strategien entwickeln und den Marktanforderungen auch in Zukunft gerecht werden.

Weiterführender Link: Strategie- und Transaktionsberatung (valantic.com)

3. Welche Arten von Consulting gibt es?

  • Managementberater*innen konzentrieren sich auf die Optimierung von Geschäftsprozessen, Organisationsstrukturen, strategische Planung und Führungsentwicklung. Managementberater*innen helfen Unternehmen dabei, effizienter zu arbeiten und ihre strategischen Ziele zu erreichen.
  • IT-Berater*innen bieten Unterstützung bei Technologiefragen und -projekten. Dies kann die Auswahl und Implementierung von Software, Cybersicherheit, IT-Infrastruktur, Cloud-Computing und digitale Transformation umfassen.
  • Finanzberater*innen helfen Unternehmen bei finanziellen Aspekten wie Kapitalbeschaffung, Investitionen, Budgetierung, Risikomanagement, Fusionen und Übernahmen sowie bei der Entwicklung von Finanzstrategien.
  • Personalberater*innen bieten Dienstleistungen im Bereich Human Resources (HR) an, darunter Rekrutierung, Talentmanagement, Organisationsentwicklung, Mitarbeiterbindung und Schulung.
  • Marketing- und Vertriebsberater*innen unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung von Marketingstrategien, Marktforschung, Markenentwicklung, Produktmanagement, Vertriebsstrategien und digitaler Marketingkampagnen.
  • Rechtsberater*innen bieten rechtliche Unterstützung in verschiedenen Bereichen wie Vertragsrecht, Unternehmensrecht, geistiges Eigentum, Compliance und Rechtsstreitigkeiten an.
  • Kommunikationsberater*innen unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung von Kommunikationsstrategien, PR (Public Relations), Krisenkommunikation, Unternehmenskommunikation und Stakeholder-Engagement.
  • Technologieberater*innen konzentrieren sich auf die Beratung in Bezug auf neue Technologietrends, Technologieauswahl und -integration, Datenanalyse und künstliche Intelligenz.

Diese Liste ist nicht erschöpfend, und es gibt viele weitere spezialisierte Beratungsbereiche für die individuellen Anforderungen der Unternehmen und Branchen.

4. Was macht ein/e Berater*in?

Berater*innen führen umfassende Bewertungen, Forschung und Analysen durch, um Probleme, Chancen und potenzielle Lösungen für ihre Kunden zu identifizieren. Anschließend geben sie Empfehlungen ab, entwickeln Aktionspläne und arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen, um Veränderungen umzusetzen. Berater können auch Schulungen anbieten, Workshops durchführen und den Fortschritt überwachen, um erfolgreiche Ergebnisse sicherzustellen.

Ein Berater hat die Aufgabe, Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen mit Fachwissen, Analysen und Empfehlungen zu unterstützen, um spezifische Herausforderungen zu bewältigen, Verbesserungen vorzunehmen oder Geschäftsziele zu erreichen. Die genauen Aufgaben und Verantwortlichkeiten eines Beraters oder einer Beraterin können je nach Beratungsgebiet und Projektkontext variieren, aber im Allgemeinen umfassen sie: Problemidentifikation, Analyse und Recherche, Handlungsempfehlungen, Aktionspläne erstellen und deren Umsetzung unterstützen, Monitoring, Kommunikation und Schulung der Mitarbeitenden.

5. Wie funktioniert der Consulting-Prozess?

Der Consulting prozess besteht aus mehreren Schritten, die systematisch durchlaufen werden. Eine allgemeine Darstellung des Beratungsprozesses:

  • Kundenbedarf und Zielfestlegung: In dieser ersten Phase ermittelt der Berater bzw. die Beraterin die Bedürfnisse und Ziele des Kunden. Dies beinhaltet die Klärung der Problemstellung, das Festlegen von Zielen und die Identifizierung der Hauptprobleme oder Herausforderungen, die gelöst werden müssen.
  • Informationssammlung und Analyse: Die Berater*innen sammeln umfassende Informationen über das Unternehmen, die Branche, die aktuellen Geschäftsprozesse und andere relevante Faktoren. Dies kann mittels Interviews, Umfragen, Datenanalysen und Wettbewerbsanalysen geschehen.
  • Diagnose und Bewertung: Auf Grundlage der gesammelten Informationen führt der Berater bzw. die Beratin eine Diagnose und Bewertung durch, um die Ursachen der identifizierten Probleme zu verstehen. Dies beinhaltet auch das Identifizieren von Engpässen, Schwachstellen und Chancen.
  • Empfehlungen entwickeln: Basierend auf der Analyse entwickelt die Beraterin/der Berater maßgeschneiderte Empfehlungen und Lösungen. Diese Empfehlungen sollten klar, umsetzbar und auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sein.
  • Aktionsplan erstellen: Der Berater/die Beraterin erstellt einen detaillierten Aktionsplan, der die Schritte zur Umsetzung der Empfehlungen, Zeitpläne, Verantwortlichkeiten und Ressourcenanforderungen umfasst. Der Aktionsplan dient als Leitfaden für die Umsetzung.
  • Umsetzung: In dieser Phase wird der Aktionsplan in die Praxis umgesetzt. Dies kann die Schulung von Mitarbeitenden, die Einführung neuer Prozesse, die Implementierung von Technologien und/oder andere Maßnahmen umfassen.
  • Überwachung und Anpassung: Während der Umsetzung überwacht der Berater/die Beraterin den Fortschritt und vergleicht ihn mit den definierten Zielen und Leistungskennzahlen. Bei Bedarf werden Anpassungen vorgenommen, um sicherzustellen, dass die Ziele erreicht werden.
  • Abschluss und Berichterstattung: Am Ende des Projekts schließt der Berater den Prozess ab und erstellt einen Abschlussbericht. Dieser Bericht enthält eine Zusammenfassung der durchgeführten Arbeit, den erreichten Fortschritt und die Ergebnisse im Vergleich zu den Zielen.
  • Kundenzufriedenheit und Feedback: Die Beraterin/der Berater sammelt Feedback vom Kunden, um sicherzustellen, dass die Erwartungen erfüllt wurden und um Verbesserungen für zukünftige Projekte zu identifizieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Beratungsprozess nicht starr abläuft, sondern an die spezifischen Anforderungen und Herausforderungen eines Projekts angepasst werden kann.

6. Wie wählt man das richtige Beratungsunternehmen oder die richtigen Berater*innen aus?

Die Auswahl des richtigen Beratungsunternehmens oder einzelner Berater*innen ist entscheidend für den Erfolg eines Beratungsprojekts. Zunächst kommt es darauf an, die Bedürfnisse und Ziele klar zu definieren. Welche Probleme sind zu lösen und welche Ergebnisse will ein Unternehmen erreichen? Referenzen früherer Kunden, Online-Bewertungen und Empfehlungen können dabei helfen, ein Beratungsunternehmen zu finden, das eine bestimmte Branche und ihr Geschäftsfeld genau kennt und das über alle erforderlichen Fachkenntnisse und Qualifikationen verfügt.

Kostenstrukturen sollten im Voraus geklärt und schriftlich festgehalten werden, inklusive aller Leistungen, Zahlungsbedingungen und Vertraulichkeitsvereinbarungen. Wenn möglich sind erfolgsbasierte Vergütungsmodelle zu bevorzugen, bei denen die Zahlung an die Erreichung bestimmter Ziele geknüpft ist. Unternehmen sollten die Bedingungen und Verträge sorgfältig verhandeln, damit die Ergebnisse am Ende den Erwartungen und Bedürfnissen entsprechen.

Die Beratungsbranche entwickelt sich kontinuierlich weiter, um den sich ändernden Bedürfnissen und Herausforderungen der Unternehmen gerecht zu werden. Hier sind einige der neuesten Trends in der Beratungsbranche:

  • Digitale Transformation: Die digitale Transformation bleibt ein dominierender Trend. Beratungsunternehmen unterstützen Firmen dabei, digitale Technologien zu implementieren, um Prozesse zu optimieren, Kundenerlebnisse zu verbessern und wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Nachhaltigkeits- und ESG-Beratung: Immer mehr Unternehmen legen Wert auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) – auch, weil gesetzliche Vorgaben Firmen unter bestimmten Bedingungen zum ESG-Reporting verpflichten. Berater*innen helfen Unternehmen dabei, nachhaltige Geschäftspraktiken zu entwickeln, ESG-Kriterien zu erfüllen und positive soziale Auswirkungen zu erzielen.
  • Datenanalyse und KI: Die Nutzung von Datenanalyse und künstlicher Intelligenz (KI) zur Gewinnung von Erkenntnissen und zur Unterstützung von Entscheidungen wird immer wichtiger. Berater*innen bieten Unterstützung bei der Implementierung von Datenlösungen und der Nutzung von KI.
  • Agile und anpassungsfähige Methoden: Beratungsunternehmen passen ihre Methoden an, um agiler und anpassungsfähiger zu sein und helfen Kunden bei der Implementierung agiler Methodiken. Dies ermöglicht es, auf sich ändernde Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse schnell zu reagieren.
  • Gesundheitsberatung: Aufgrund der globalen Gesundheitskrise hat die Nachfrage nach Gesundheitsberatung zugenommen. Dies betrifft sowohl das Gesundheitswesen als auch die Unterstützung von Unternehmen bei der Anpassung an neue Gesundheitsvorschriften.
  • Cybersicherheit und Datenschutz: Mit zunehmenden Bedrohungen im Bereich Cybersicherheit sind Beratungsunternehmen gefragt. Sie helfen Unternehmen dabei, ihre Daten und Systeme zu schützen und die Einhaltung der Datenschutzvorschriften sicherzustellen.
  • Veränderungsmanagement: Berater*innen spielen eine wichtige Rolle im Veränderungsmanagement, da Unternehmen sich an neue Arbeitsmodelle und Geschäftspraktiken anpassen müssen. Dies umfasst auch die Unterstützung von Kunden bei der Bewältigung von Widerstand gegen Veränderungen.
  • Kundenzentrierung: Die Ausrichtung auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden ist von entscheidender Bedeutung. Beratungsunternehmen entwickeln gemeinsam mit ihren Kunden Strategien und verbessern die Kundenerfahrung.
  • Unterstützung für Start-ups und Innovation: Die Beratungsbranche unterstützt vermehrt Start-ups und Unternehmen bei Innovationsprojekten. Dazu zählen die Identifizierung neuer Geschäftsfelder und die Förderung von Innovationen.

8. Wie können Unternehmen die ROI von Beratungsdienstleistungen messen?

Die Messung des Return on Investment (ROI) von Beratungsdienstleistungen umfasst das Verfolgen von Leistungsindikatoren (KPIs), die sich auf die spezifischen Ziele des Beratungsprojekts beziehen. Dazu gehören zum Beispiel Umsatzsteigerungen, Kosteneinsparungen, verbesserte Produktivität, größere Kundenzufriedenheit und Wachstum des Marktanteils. Ein Vergleich der Leistungskennzahlen vor und nach der Beratung kann dazu beitragen, die Auswirkungen und den Mehrwert, den Berater*innen geliefert haben, zu bewerten.

Durch die Messung des Return on Investment (ROI) können Unternehmen sicherzustellen, dass die Beratungsausgaben für sie einen Mehrwert generieren. Hilfreich ist außerdem, die Leistung des Unternehmens nach der Beratung mit der Leistung ähnlicher Unternehmen oder mit Branchenstandards zu vergleichen. Dies kann dabei helfen, den Erfolg der Beratung im Kontext zu bewerten. Die allgemeine Formel für den ROI lautet: ROI = (Gewinn – Kosten) / Kosten. Der ROI wird normalerweise in Prozent ausgedrückt.

9. Wie sieht die zukünftige Aussicht für die Beratungsbranche aus?

Die Beratungsbranche wird weiterhin wachsen und sich an wechselnde Geschäftsumgebungen anpassen. Die Nachfrage nach spezialisiertem Fachwissen, Unterstützung bei der digitalen Transformation und nachhaltigen Praktiken wird voraussichtlich hoch bleiben. Da Unternehmen Herausforderungen wie Remote-Arbeit und globale Probleme bewältigen, werden Berater zusätzlich eine entscheidende Rolle bei der Führung von Organisationen in eine erfolgreiche Zukunft spielen. Die Aussichten für die Beratungsbranche bleiben daher positiv.

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