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Lünendonk-Liste 2023: Weiteres Wachstum in 2023

Top 20 mittelständische IT-Beratungen 2022: Wachstum von 14,5% - stärker als der gesamte IT-Dienstleistungsmarkt in Deutschland.

27. Juni 2023

2 Min. Lesezeit

Lünendonk-Liste 2023: Weiteres Wachstum in 2023 Quelle: Lünendonk

Führende mittelständische IT-Beratungen in Deutschland

Die 20 führenden mittelständischen IT-Beratungen wachsen 2022 um durchschnittlich 14,5 Prozent (2021: 16,0 %) und generieren somit in Summe Umsätze in Höhe von 3,0 Milliarden Euro (2021: 2,6 Mrd. €). Die Zahl der Mitarbeitenden steigt 2022 im Mittel um 9 Prozent von rund 19.000 auf 21.000 Mitarbeitende. Für das Jahr 2023 gehen die Unternehmen trotz der konjunkturell angespannten Lage von einem durchschnittlichen Umsatzplus von 12,8 Prozent aus. Im Vergleich zu den führenden 25 IT-Beratungen (+12,1 %) erwarten die mittelständischen Häuser damit ein leicht höheres Wachstum, was die zentrale Bedeutung der mittelständischen IT-Häuser für die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft widerspiegelt.

Dies sind Ergebnisse der neuen Lünendonk-Liste 2023 „Führende mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland“. Als mittelständische IT-Beratung definiert Lünendonk Unternehmen, die ihren Hauptsitz beziehungsweise die Mehrheit ihres Grund- und Stammkapitals in Deutschland haben sowie einen Umsatz von bis zu 500 Millionen Euro aufweisen. Mindestens 60 Prozent des Umsatzes müssen mit IT- oder Management-Beratung, Softwareentwicklung oder ‑einführung und Systemintegration erwirtschaftet werden. Darüber hinaus dürfen die IT-Beratungen, wenn sie einem Konzern angehören, nur maximal 25 Prozent ihres Umsatzes innerhalb des Konzerns erzielen.

Das Ranking im Überblick

Aufgrund der Überschreitung der Umsatzgrenze von 500 Millionen Euro erfüllt Materna eines der Aufnahmekriterien nicht mehr. Platz eins belegt dadurch in diesem Jahr valantic mit einem Gesamtumsatz von 413,0 Millionen Euro. Das Umsatzplus von 53 Prozent wurde sowohl durch organisches als auch durch anorganisches Wachstum in Form von mehreren Übernahmen erzielt. Von Rang fünf auf Rang zwei mit einer Umsatzsteigerung von rund 27 Prozent auf nun 210,0 Millionen verbessert sich Senacor. Auf Platz drei folgt der Neueinsteiger Intive aus München mit 200 Millionen Euro. Die Top 5 komplettieren Conet und init. Mit Ausnahme von Intive sind alle Unternehmen der Top 5 ebenfalls in der Lünendonk-Liste der führenden 25 IT-Beratungen vertreten.

Das stärkste Wachstum durch organische Aktivitäten verzeichnete ISO aus Nürnberg mit einem Umsatzplus von knapp 33 Prozent, wodurch ein Sprung von Rang zwölf auf zehn gelang. Ebenfalls um fast 30 Prozent ist TNG Technology Consulting gewachsen, welche sich um drei Plätze verbessert und sich nun auf Rang 16 einreiht.

Während im vergangenen Jahr noch sieben Unternehmen unter 100 Millionen Euro erwirtschafteten und Teil der Liste waren, sind es 2022 nur noch fünf Unternehmen: TNG, Sycor, Codecentric, Seven Principles und Consileon. Die Umsatzuntergrenze des letzten Platzes – Rang 20 – stieg damit von rund 70 auf nun 80 Millionen Euro an.

Optimistischer Ausblick auf 2023 und 2024

2022 war für die meisten mittelständischen IT-Beratungen ein sehr erfolgreiches Jahr. Alle Unternehmen der Liste konnten ihre Umsätze steigern. Während sich das durchschnittliche Wachstum der Mittelständler in den letzten fünf Jahren auf 11,5 Prozent belief, konnten sie 2022 mit 14,5 Prozent ein überdurchschnittlich hohes Wachstum erzielen. Die Entwicklung 2022 zeigt darüber hinaus, dass Unternehmen und der öffentliche Sektor trotz einem Multi-Krisen-Umfeld einen hohen Digitalisierungsdruck verspüren und weiter investieren. IT-Dienstleister erwarten daher auch in Zukunft eine hohe Nachfrage nach IT Consulting, der Entwicklung digitaler Lösungen, der Modernisierung der IT sowie der Cloud-Transformation. Zwar sollen 2023 die Umsätze aufgrund der anhaltend schlechten konjunkturellen Lage mit 12,8 Prozent etwas langsamer wachsen, allerdings spiegeln die Erwartungen die konstant hohe Nachfrage nach externen IT-Dienstleistungen zur Umsetzung der digitalen Transformation wider.“

Tobias Ganowski, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder