Die Mehrheit der Entscheider:innen ist überzeugt: Unternehmen, die KI nicht konsequent in ihre Kernprozesse und Geschäftsmodelle integrieren, werden ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Gleichzeitig sehen viele Unternehmen KI als zentralen Treiber für Produktivität und Wachstum. Die Studie macht aber auch deutlich: Ein unkoordinierter oder überhasteter KI-Einsatz birgt Risiken – etwa durch Fehlinvestitionen oder unrealistische Erwartungen.
Zustimmung zur Aussage – Keine Wettbewerbsfähigkeit ohne KI
Diese Ansicht ist besonders weit bei den Entscheider:innen aus Unternehmen mit einem hohen KI-Reifegrad verbreitet. Bei ihnen ist das Bewusstsein bereits stärker ausgeprägt, wie kritisch und wesentlich die Technologie für die Überlebens- und Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Unternehmen ist. In den anderen Unternehmen wird die Bedeutung von KI vielfach noch als marginaler eingestuft, was sich als riskant erweisen kann, falls deshalb das Engagement zu gering ausfällt.
der Entscheider:innen sind der Meinung, dass bis 2030 Unternehmen, die KI nicht konsequent in ihre Kernprozesse und Geschäftsmodelle integrieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren werden.
der Entscheider:innen gehen davon aus, dass KI bis 2030 die gesamtwirtschaftliche Produktivität steigern und damit das Wirtschaftswachstum stimulieren wird.
Makroökonomischer Beitrag von KI zur Produktivität
KI spielt jedoch nicht nur bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen eine größere Rolle, sondern hat ebenfalls eine Bedeutung für die Gesamtwirtschaft. Etwas mehr als vier Fünftel der Unternehmensentscheider:innen erwarten, dass künftig KI die gesamtwirtschaftliche Produktivität steigern und damit das Wirtschaftswachstum stimulieren wird. Damit ist die Technologie gerade für Deutschland besonders wichtig, da es hierzulande drei Jahre in Folge kein nennenswertes Wirtschaftswachstum mehr gab.
Viele Unternehmen müssen noch durch ein Tal der Tränen gehen. Sie haben zwar in verschiedenen Anwendungsfeldern Projekte aufgesetzt, werden nun aber damit konfrontiert, dass sie einen Kompetenzmangel in den Unternehmen haben, die Qualität der Unternehmensdaten oft nicht ausreichend ist und die Amortisation der KI-Investitionen mehr Zeit braucht und sich die Mehrwerte nicht sofort zeigen.
Dr. Bettina Uhlich, Vorsitzende des Präsidiums, VOICE – Bundesverband der IT-Anwender e.V.
