Von der Idee zur Umsetzung: Der strukturierte Einstieg in Agentic AI

Interview mit Maria Kern, Digital Experience Architect valantic

Maria, viele Unternehmen sehen die Potenziale von Agentic AI – tun sich aber schwer mit dem Einstieg. Woran liegt das aus deiner Sicht?

Den meisten Unternehmen mangelt es nicht an Ideen, sondern an klarer Orientierung. Sie fragen sich: Wo fangen wir an? Welcher Use Case lohnt sich wirklich? Und wie vermeiden wir, in einer Pilotphase stecken zu bleiben? Agentic AI wirkt auf den ersten Blick komplex, weil es Prozesse, Daten, Systeme und Organisation gleichzeitig betrifft. Umso wichtiger ist ein strukturierter Einstieg und der beginnt nicht bei der Technologie, sondern bei konkreten Business-Zielen.

An diesem Einstieg setzt der valantic AI Discovery Workshop an. Was ist die Grundidee?

Der Workshop ist bewusst so konzipiert, dass Unternehmen Agentic AI nicht nur verstehen, sondern erleben. In einem kompakten Format arbeiten Fachbereiche und IT gemeinsam an realen Fragestellungen – zum Beispiel aus Marketing, Service, Sales, Commerce oder Datenmanagement. Ziel dabei ist nicht, eine theoretische Roadmap zu entwickeln, sondern ein greifbares Ergebnis: ein erster funktionsfähiger KI-Agent, der auf einen echten Use Case ausgerichtet ist, inklusive messbarer KPIs, konkreter Umsetzungsschritte sowie eines Konzepts zur Orchestrierung und der sauberen Integration in bestehende Systeme. Die Teilnehmenden erleben dabei den gesamten Weg von der Idee über den Agenten-Entwurf bis hin zu einem ersten produktionsnahen Workflow.

Wie läuft der Workshop konkret ab?

Wir starten immer mit der Frage: Welche Business- Ziele haben aktuell die höchste Priorität? Das kann Effizienzsteigerung sein, eine kürzere Time-to-Market, Personalisierung oder bessere Conversion.

Darauf aufbauend prüfen wir gemeinsam die Daten- und System-Readiness: Welche Daten stehen zur Verfügung? Welche Systeme sind im Einsatz? Wo gibt es Brüche? Dabei berücksichtigen wir auch frühzeitig Governance-Anforderungen, um sicherzustellen, dass Datenflüsse, Verantwortlichkeiten und Kontrollmechanismen von Anfang an klar definiert sind. Erst dann schauen wir auf Potenziale und mögliche Einsatzfelder von Agenten:

• Welche Aufgaben sind repetitiv oder zeitkritisch? • Wo kann ein Agent Entscheidungen vorbereiten oder automatisieren? • Welche Agenten-Typen sind sinnvoll – etwa Analytics-, Content-, Personalisierungs- oder Orchestrierungs-Agents?

In der anschließenden Build-Phase entwickeln die Teams – begleitet von valantic – einen ersten produktionsnahen Agenten, der auf den priorisierten Use Case zugeschnitten ist. Wir achten darauf, dass der Agent nicht nur technisch funktionsfähig ist, sondern auch in bestehende Prozesse eingebettet wird – inklusive Steuerungsmechanismen und Leitplanken, die Vertrauen und Transparenz gewährleisten.

Was unterscheidet diesen Ansatz von klassischen Workshops?

Aus meiner Sicht ist es vor allem die Verbindlichkeit. Viele Formate enden bei Ideen, Skizzen oder Präsentationen. Wir bauen hingegen eine handfeste Lösung – und zwar mit Blick auf reale Prozesse und Ziele, häufig über mehrere Systeme und Teams hinweg orchestriert. Ein wichtiger Teil des Workshops besteht darin, den entwickelten Agenten in den Arbeitsalltag einzuordnen: Wir legen fest, welchen Prozess er unterstützt, woran sein Impact gemessen wird und wer dafür verantwortlich ist. Daraus entsteht der nächste Umsetzungsschritt – ein klar abgegrenzter Weiterentwicklungs-Sprint, mit dem der Agent vom Prototyp in den produktiven Einsatz überführt werden kann.

Für welche Unternehmen eignet sich dieser Einstieg besonders?

Der Workshop eignet sich besonders für Unternehmen, die über die Phase punktueller KI Experimente hinausgehen und Agentic AI gezielt in ihre Organisation einbinden möchten. Dabei profitieren vor allem Unternehmen mit interdisziplinären Teams oder komplexeren Strukturen: Fachbereiche wie Marketing, Vertrieb, IT und Operations können gemeinsam an einem klaren Ziel arbeiten.

Ein großer Vorteil des Formats ist, dass wir es individuell an die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten jedes Teams anpassen. Das Format ist flexibel genug, um auf die jeweiligen Strukturen, Herausforderungen und Ziele einzugehen

Was nehmen Unternehmen aus dem Workshop konkret mit? Unternehmen gehen mit drei Takeaways aus dem Workshop:

  • Klarheit, welche Agentic AI Use Cases für sie wirklich relevant sind und den größten Mehrwert schaffen
  • ein funktionierender Prototyp, der auf reale Ziele ausgerichtet ist und von den eigenen Teams selbst mitgebaut wurde
  • ein konkreter Umsetzungsfahrplan, der zeigt, wie der Prototyp im produktiven Betrieb Wirkung hat

Damit wird Agentic AI von einer abstrakten Zukunftsidee zu einem steuerbaren Bestandteil der eigenen Organisation. Unternehmen mit klaren Governance- und Umsetzungsplänen sind deutlich erfolgreicher darin, KI-Lösungen zu skalieren und geschäftlichen Mehrwert zu generieren. Genau darauf zielt der valantic AI Discovery Workshop ab. So entsteht nicht nur ein erster Agent, sondern ein gemeinsames Verständnis dafür, wie Agentic AI im Unternehmen nachhaltig aufgebaut und skaliert werden kann.

Vielen Dank, Maria, für die spannenden Einblicke.

Das Interview gibt einen Überblick darüber, wie Unternehmen durch einen strukturierten Einstieg und die Entwicklung eines produktionsnahen Agenten erste Erfolge erzielen und ihre KI-Strategie nachhaltig skalieren.

Haben Sie Fragen oder möchten mehr über Ihre Möglichkeiten zum Einsatz von Agentic AI erfahren?

Maria steht Ihnen gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Treten Sie direkt mit ihr in Kontakt und lassen Sie uns gemeinsam die nächste Evolutionsstufe der KI gestalten.

Maria Kern Digital Experience Architect, valantic

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