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Bild eines nassen blauen Regenschirms, valantic Case Study Siemens AG

Re-Implementierung einer IBM Notes Legacy Applikation für SIGNAL IDUNA

Für die SIGNAL IDUNA haben wir rund 90 formularbasierten Workflows in eine Webanwendung migriert. Zuvor basierten diese auf einer IBM Notes Datenbank. Auslöser war die Konzernentscheidung der SIGNAL IDUNA, IBM Notes abzulösen.

Die Ergebnisse auf einen Blick

Es entstand ein System, welches

vollständig als javabasierte Webanwendung realisiert wurde.
den Mitarbeitenden einen leichten und unkomplizierten Übergang in die neue Welt ermöglicht.
durch eine sorgfältige Dokumentation einen zusätzlichen Mehrwert erhielt.
um eine Rahmenanwendung ergänzt wurde, die hilft, auch künftige Formulare unkompliziert zu erstellen

Tradition, die Zukunft schafft

Über die SIGNAL IDUNA Gruppe

Die SIGNAL IDUNA Gruppe geht zurück auf kleine Krankenunterstützungskassen, die Handwerker und Gewerbetreibende vor über 100 Jahren in Dortmund und Hamburg gegründet hatten. Heute hält die SIGNAL IDUNA das gesamte Spektrum an Versicherungs- und Finanzdienstleistungen für alle Zielgruppen bereit. Der Gleichordnungskonzern betreut mehr als zwölf Millionen Kunden und Verträge und erzielt Beitragseinnahmen in Höhe von rund 5,6 Milliarden Euro.

Hintergrund

Ablösung von IBM Notes – hin zu reinen Webanwendungen

Bis dato steuerte die SIGNAL IDUNA viele Prozesse und betrieb Geschäftsanwendungen über den Einsatz von umfangreichen Anwenderformularen mittels Lotus Notes. Beispielsweise die Bearbeitung von Personalangelegenheiten, Kundenreaktionsmanagement oder auch Beantragung von Zugriffsrechten sowie vieles mehr.

IBM Notes war beim Kunden jahrelang im Einsatz und ist dadurch einfach in die Jahre gekommen. Erforderliche Updates des Programmsystems wurden nicht mehr regelmäßig durchgeführt, um gegebenenfalls befürchteten Inkonsistenten aus dem Weg zu gehen.

Durch zahlreiche Weiterentwicklungen und Anpassungen durch die Anwender, hat das ursprüngliche System viele Zusätze und Anhänge erfahren, sodass die Wartung zunehmend umständlicher und aufwendiger wurde. Daher konnte ein weiterer Einsatz, zumindest aus mittelfristiger Sicht, nicht mehr verantwortet werden.

Innerhalb des Konzerns wurde darüber hinaus auch in anderen Bereichen auf webbasierte Anwendungen migriert.

Aufgabe und Rahmenbedingungen auf einen Blick

Portierung des SIGNAL IDUNA Formular Centers auf eine zukunftsfähige Webanwendung
Beibehaltung der bestehenden Strukturen und Schnittstellen zu den Bestandsprogrammen
Wiedererkennung der bisherigen Formularstruktur bei gleichzeitiger Modernisierung der Benutzeroberflächen

Vorgehen

Eisbrecherformulare und Rahmenanwendung für einen Quick-Start

Um schnell in eine routinierte Umsetzung zu kommen, haben wir zu Beginn des Projektes zehn typische Formulare identifiziert und auf Ähnlichkeiten und Unterschiede hin untersucht. Diese sogenannten Eisbrecherformulare haben wir neu entworfen und detailliert und eng mit der Auftraggeberin abgestimmt.

Mit den so gewonnenen Erkenntnissen entwickelten wir eine Rahmenanwendung. Diese ermöglichte uns die folgenden Formulare und damit verbundenen Prozesse schneller und unkomplizierter sukzessive in Wellen zu realisieren.

Herausforderung und Lösung

Re-Engineering eines gewachsenen Systems mit rudimentärer Dokumentation

Durch unsere fundierten Kenntnisse von IBM Notes Datenbanken und webbasierten Systemen waren wir technologisch einwandfrei aufgestellt. Dennoch ist es immer eine besondere Herausforderung, bestehende Systeme zu migrieren. Denn jedes Projekt, jede Umgebung und jeder Kunde ist einzigartig.

In diesem Projekt bestand die Herausforderung darin, die bestehenden Formulare mit deren Programmanhängen (Workflowintegration, E-Mail-Versand) und den dahinter liegenden Workflows zu analysieren, damit sie sinnvoll im Zielsystem umgesetzt werden konnten. Dokumentationen lagen zu den abzulösenden Formularen und Workflows nur rudimentär vor, da es sich um ein gewachsenes System handelte, das über viele Jahre und von unterschiedlichen Personen weiterentwickelt wurde. Daher mussten wir den Code jedes einzelnen Formulars lesen und nachvollziehen.

Unterstützung im Re-Engineering erfuhren wir durch die wirklich zuverlässige und konstruktive Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der SIGNAL IDUNA. Das Projektteam und die Fachabteilungen – welche letztendlich die Power User der Formulare, Berechtigungen und Workflows sind – arbeiteten stets zielorientiert und freundschaftlich zusammen. Die Arbeitsatmosphäre war geprägt von Aufgeschlossenheit und Kompromissbereitschaft.

Besonderheiten des Projektes

Moderne Technologie bei gewohnter Bedienung und Framework für zukünftige Formulare

Wir erstellten für den Kunden eine Webanwendung mit einem hohem Wiedererkennungswert gegenüber dem Alt-System. Gemäß Kundenwunsch haben wir die Oberflächengestaltung weitestgehend beibehalten. Lediglich grundlegende Gestaltungselementen, wie Abstände und Schriftgrößen, wurden für ein moderneres und freundlicheres Erscheinungsbild angepasst. Änderungen an bisherigen Strukturen und Bedienoptionen für die Anwender wurden auf ein Minimum begrenzt. Ein gesonderter Schulungsaufwand war für den Einsatz der neuen Webanwendung folglich nicht erforderlich, trotz der Umstellung auf eine moderne Technologie.

Im Zuge des Projektes haben wir auch eine Art Baukasten für wiederkehrende Aufgabenstellungen in den verschiedenen Formularen entwickelt, auf die wir dann jeweils zurückgreifen konnten (z.B. Namensauswahl-Dialoge oder ähnliches). Dieser vereinfacht und beschleunigt auch die Entwicklung zukünftiger Formulare.

Screenshots

Vorher - Nachher

Screenshots des Systems der Signal Iduna, valantic Case Study

Zusammenfassung

Ein komplexes Projekt geprägt von Teamgeist und Kooperation

Die Umsetzung erfolgte javabasiert. Durch den Einsatz verschiedener zukunftssicherer State of the Art Werkzeuge konnten wir die Kundenanforderungen wie erwartet umsetzen. Unsere Teammitglieder haben ihre jeweiligen Schwerpunkte gut eingesetzt.

Überrascht haben uns die umfangreichen Verknüpfungen innerhalb des bestehenden Systems, die im Zuge der Migration zu analysieren waren und einiges an Arbeit mit sich zogen. Aufgrund enger Abstimmungen im Team und mit dem Kunden konnten wir dennoch zielgerichtet und effizient entwickeln.

Durch die auf Kooperation ausgerichtete Projektführung konnten auch schwierige Punkte schnell und für alle zufriedenstellend gelöst werden. Zu kritischen Punkten wurden Kompromisse gefunden, die letztlich das Gesamtergebnis positiv beflügelten.

Die Projektleitung sowie das Anforderungsmanagement unterlag unserem langjährigen Kollegen Andreas Olesch. Er wurde unterstützt von einem heterogene 6-köpfigen Entwicklerteam, bestehend aus erfahrenen Architekten und jungen Nachwuchskräften. Alle konnten ihre individuellen Schwerpunkte einbringen und von den Stärken der anderen lernen.

Im Anschluss an das Projekte wurden wir mit der Wartung und Weiterentwicklung des Formular Centers betraut.

Routiniert mit viel Erfahrung

Warum haben ausgerechnet wir dieses Projekt umsetzen dürfen

Wir arbeiten seit vielen Jahren:

  • als Berater in Sachen IBM Notes Anwendungen und Domino Infrastrukturen.
  • an der Analyse unterschiedlichster Geschäftsprozesse.
  • Planungen für neue Lösungen und Konzepte aus und setzten diese um.
  • führend auf dem Gebiet der Realisierung von webbasierten Lösungen.

Auf Grund dieser Attribute entschied sich die SIGNAL IDUNA für eine Umsetzung durch valantic. Mit dem nötigen Know-how sowie der personellen Struktur ist valantic genau der richtige Auftragnehmer für solche Migrationsprojekte.

Eingesetzte Technologien

JEE | WebSphere | jBPM | Hibernate | Groovy | AngularJS

Ihr Ansprechpartner

Bild von Andreas Winter, Business Development IoT und Digitalisierung bei valantic

Andreas Winter

Business Development IoT und Digitalisierung
valantic FSA