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SAP S/4HANA-Migration: 40% der Unternehmen haben noch keine konkreten Pläne

Das Ende der SAP ECC-Standardwartung rückt näher. Doch 40 Prozent der SAP-Unternehmen in Deutschland haben noch keinen Plan für die S/4HANA Migration.

26. August 2022

Joachim Hackmann

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Deutschland ist Heimat-Turf der SAP, die Anwendergemeinde steht treu zum Software-Konzern aus Walldorf. Die jährliche CxO-Umfrage des Marktforschungs- und Analystenhauses PAC belegt die enge Bindung zwischen Kunden und Softwarehaus: Nahezu alle befragten, aktuellen SAP-Nutzer wollen dem Schwenk in Richtung SAP S/4HANA folgen. Lediglich 5% der insgesamt 106 Befragten gaben an, ihre derzeitigen SAP-Applikationen durch alternative Angebote ersetzen zu wollen.

Der hohe Zuspruch wundert nicht, die schleppende Vorbereitung in vielen Unternehmen indes schon: 6% der Befragten räumten ein, bislang keinerlei Vorbereitungen getroffen zu haben, weitere 34% haben zwar immerhin schon die frühe Phase der Vorbereitung gestartet, einen konkreten Zeitplan gibt es jedoch auch dort noch nicht.

Damit steuern rund 40% der befragten Unternehmen auf eine bedenkliche Situation: Die ECC-Standardwartung endet in gut fünf Jahren (also Ende 2027), abzüglich der Phase der Vorbereitung und des eigentlichen Migrations- und Roll-out-Projekts schwindet das Zeitfenster, in dem das Vorhaben angegangen werden kann. Schwerer noch wiegt der anhaltende Mangel an SAP-Experten, denn je weniger Zeit bleibt, desto größer wird der Bedarf an SAP S/4HANA-Spezialisten. Migrations-Know-How ist schon heute ein knappes Gut. Die Situation dürfte in den kommenden Jahren kaum besser werden.

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Bild von Joachim Hackmann, Principal Consultant bei teknowlogy|PAC

Joachim Hackmann

Principal Consultant bei PAC

Joachim Hackmann leitet das weltweite Business Application Software & Services Team des Analystenhauses teknowlogy|PAC. Als Gastautor schreibt er regelmäßig über Themen der Digitalisierung.