Industrie 4.0 macht Unternehmen nachhaltiger

Laut der Bitkom-Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“ ist der Einsatz digitaler Technologien ein wichtiger Baustein zur Erreichung der gesteckten Klimaziele bis zum Jahr 2030. Die Studie zeigt die Potenziale von Vernetzung und Industrie 4.0 im Hinblick auf die Reduzierung der CO2-Emissionen auf. In diesem Zusammenhang zeigen insbesondere drei Technologien ein großes Potenzial.

18. Oktober 2022

Blick in einem Wald nach oben zu den Baumkronen Quelle: Unsplash/Arnaud Mesureur

Die Bitkom-Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“ beleuchtet die Potenziale von Vernetzung und Industrie 4.0 im Hinblick auf die Reduzierung der CO2-Emissionen. Unter dem Strich zeigt sich, dass Digitalisierung ein wichtiger Baustein dafür ist, die gesteckten Klimaziele bis zum Jahr 2030 zu erreichen. 

Nach den Zahlen der Studie lassen sich in Deutschland bei einem beschleunigten Einsatz digitaler Technologien allein in der Fertigung bis zu 64 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente einsparen. Das entspricht 17 Prozent der anvisierten CO2-Reduktion im Rahmen der Klimaziele für das Jahr 2030. Vor allem drei Technologien zeigen in diesem Zusammenhang ein großes Potenzial.  

Die Bedeutung digitaler Zwillinge

Ein digitaler Zwilling ist ein digitales Abbild von Objekten in der realen Unternehmenswelt. Das können einzelne Maschinen und Produkte, aber auch ganze Industriehallen und Fabriken sein. Mit dem digitalen Zwilling lassen sich Prozesse beschleunigen und ständig verbessern und optimieren. 

Durch den digitalen Zwilling und die Automatisierung der Produktion lässt sich ein signifikanter Teil der erwarteten Emissionen von industriellen Fertigungsprozessen vermeiden. Die Simulation und Optimierung mit digitalen Zwillingen kann laut der Studie 33 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Eine konsequente Automatisierung der Produktion reduziert die CO2-Emissionen um zusätzliche 31 Millionen Tonnen. Digitale Technologien wie Steuerungssysteme reduzieren dabei die manuellen Eingriffe und den Materialeinsatz über den gesamten Produktionszyklus hinweg und steigern die Prozesseffizienz. Mit digitalen Zwillingen und Automatisierung lassen sich neben den CO2-Emissionen auch die Kosten spürbar senken. Auf Knopfdruck simuliert das Programm eine andere Produktvariante, was bei einem Prototyp so nicht geht. Nach einer Auswertung des Software-Herstellers Aveva sinken allein die Wartungskosten von Industrieanlagen um 50 Prozent. Auch in einer Studie von Capgemini priorisieren 79 Prozent der 1.000 befragten Unternehmen den Einsatz von digitalen Zwillingen aufgrund der Kostenersparnis.  

IoT-Plattformen verschaffen Einsparpotenzial

Ein weiteres Schlüsselwort lautet Vernetzung. Im produzierenden Gewerbe vernetzen IoT-Plattformen Menschen und Maschinen und befeuern so die Digitalisierung. Einsparungen ergeben sich etwa durch die vorausschauende Wartung von Maschinen. Ersatzteile kommen nur bei Bedarf zum Einsatz und genau rechtzeitig, bevor ein kostspieliger Ausfall eintritt.  

Die Systeme und Anlagen lassen sich zentral aus der Ferne überwachen, die Prozesse laufen automatisiert und die Unternehmen können schnell auf Veränderungen reagieren. Eine digitalisierte Reparatur-Logistik kommt so auch dem Klima zugute. 

Intelligente Logistik

Apropos Logistik: Dort verbessert Digitalisierung die Transparenz in den Lieferketten und reduziert unnötigen Verkehr und damit die Emissionen. Eine intelligente Technik zur Routenplanung und zur Steuerung von Warenströmen optimiert die Transportwege. Digitale Techniken wie additive Fertigung ermöglichen zudem eine bedarfsgerechte Fertigung vor Ort und verkürzen so vielgliedrige Lieferketten. 

Mittelstand mit Nachholbedarf

Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in der deutschen Industrie deutlich Schwung verliehen. Industrie 4.0 ist im produzierenden Gewerbe definitiv angekommen. Doch das gilt vor allem für größere Unternehmen, der deutsche Mittelstand hat hier noch großen Nachholbedarf. Laut der Bitkom-Studie bezeichnen sich 58 Prozent der befragten Mittelständler als digitale Nachzügler. Auch den Hauptgrund dafür liefert die Studie: Es sind überwiegend fehlende finanzielle Mittel. 

Nachhaltigkeitsberatung von valantic

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielt die Industrie eine Schlüsselrolle. valantic versteht Nachhaltigkeit als einen ganzheitlichen Ansatz, der neben der Ökologie auch soziale und ökonomische Aspekte berücksichtigt. Dies liegt der Nachhaltigkeitsberatung von valantic zu Grunde, um gemeinsam mit den Kunden die beste Vorgehensweise zu ermitteln und die Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit zu erreichen. 

Durch eine langjährige Erfahrung im Logistikmanagement und der ganzheitlichen Betrachtung der Supply Chain unterstützt valantic die Kunden dabei, Nachhaltigkeit als Chance für umfassende Optimierungen umzusetzen. So lässt sich Schritt für Schritt Transparenz in die Lieferkette bringen und das Lieferkettengesetz einhalten. Eine konsequente Digitalisierung macht die Unternehmen nicht nur nachhaltiger, sondern auch wettbewerbsfähiger. Mehr über Nachhaltigkeitsberatung erfahren Sie hier.