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CX & Customer Journey

Bitkom-Umfrage: Das macht der Onlinehandel für das Klima

Der deutsche Onlinehandel scheint sich des Themas Nachhaltigkeit bewusst zu sein. Wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt, fassen 63 Prozent der Online-Einzelhändler Bestellungen zusammen, um Lieferwege zu reduzieren. 52 Prozent der Befragten setzen auf nachhaltiges Verpackungsmaterial wie Mehrwegversandtaschen oder -kartons und 22 Prozent haben mindestens eine der beiden Maßnahmen in Planung.

4. November 2021

Bild von einem Hund in einem Paket, Customer Experience & Customer Journey Quelle: unsplash/Erda Estremera

Gebündelte Bestellungen, nachhaltig produzierte Verpackungen, Bäume zur CO2-Kompensation pflanzen – der deutsche Einzelhandel setzt auf unterschiedlichste Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Onlinegeschäft.

Laut einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom fassen sechs von zehn Online-Einzelhändler (63 Prozent) Bestellungen zusammen, um Lieferwege zu reduzieren. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) hat nachhaltiges Verpackungsmaterial wie Mehrwegversandtaschen oder -kartons im Einsatz. Gleichzeitig haben 22 Prozent mindestens eine der beiden Maßnahmen in Planung. Demnach bieten 4 von 10 Onlinehändlern im Einzelhandel (38 Prozent) einen Reparaturservice für defekte Waren an. Bei 35 Prozent gibt es Auswahlfilter für nachhaltige Produkte und 32 Prozent haben eine über die gesetzliche Regelung hinausgehende Rücknahme von Alt-Geräten. Jeder Fünfte (19 Prozent) bietet auch gebrauchte Produkte an.

Grafik von Bitkom: Klimaschutzmaßnahmen im Online-Einzelhandel, Customer Experience & Customer Journey
Bitkom: Klimaschutzmaßnahmen im Online-Einzelhandel; Quelle: Bitkom

Viele Onlinehändler bieten darüber hinaus die Möglichkeit, die mit ihrem Einkauf verbundenen CO2-Emissionen auszugleichen. So können Kundinnen und Kunden bei einem Fünftel der Onlinehändler (22 Prozent) für Umweltprojekte spenden oder Bäume pflanzen, weitere 3 von 10 (30 Prozent) planen die Einführung einer solchen Möglichkeit. Eine Option, für einen kleinen Aufpreis die bei der Lieferung entstandenen CO2-Emissionen zu kompensieren, bietet zwar erst jeder Elfte (9 Prozent) an, aber jeder Vierte (25 Prozent) plant bereits die Einführung einer solchen Möglichkeit.

„In der Corona-Pandemie ist der Onlinehandel stark gewachsen. Um die Umweltbelastung durch das Onlinegeschäft möglichst gering zu halten, setzen die Händler verstärkt auf Nachhaltigkeit“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Mithilfe digitaler Technologien kann der Handel Retouren und Leerfahrten vermeiden sowie Verpackungsmaterial reduzieren. Klimaschutz und Digitalisierung schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich auch im Onlinehandel bestens.“ Die Händler haben die Bedeutung des Zusammenspiels erkannt. So sagen 43 Prozent der Einzelhändler mit Onlinegeschäft, dass durch digitale Technologien der CO2-Fußabdruck von Waren reduziert werden kann.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 505 Händler – online wie offline – aus dem Groß- und Einzelhandel in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Welche der folgenden Maßnahmen und Services haben Sie im Zusammenhang mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit bereits im Einsatz, planen oder diskutieren Sie umzusetzen und welche sind aktuell kein Thema?“ und „Was sind aus Ihrer Sicht für den Handel die wichtigsten Vorteile der Digitalisierung?“