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Bild von einem Turm, valantic Auslandskopfüberwachung

Auslandskopfüberwachung

Inhalt

Table of contents

Was ist Auslandskopfüberwachung (AKÜ)?

Die Auslandskopfüberwachung ist eine spezielle Form der Telefonüberwachung. Überwacht werden Telefongespräche, die aus Deutschland ins Ausland gehen oder nach Deutschland hereinkommen. Die Telekommunikationsüberwachung ist ein Eingriff in die verfassungsrechtlich geschützten Grundrechte des Artikel 10, des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und daher gelten hohe Hürden für solch eine Maßnahme.

Die AKÜ ist ein (datentechnisch) sehr sensibles Thema, das nur in Zusammenhang mit Maßnahmen aus der Strafprozessordnung (StPO) eingesetzt werden kann. In der Regel dauern solche Überwachungsmaßnahme bis zu drei Monaten. Diese Frist kann allerdings je nach Sachlage verlängert werden. Maßnahmen nach § 100a StPO dürfen nur auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch ein Gericht angeordnet werden [1].

Die Regelungen zur Auslandskopfüberwachung sind dabei festgelegt in der Telekommunikations-Überwachungsverordnung – TKÜV [2]. Neben den Grundsätzen sind die technischen und organisatorischen Anforderungen beschrieben und festgelegt.

Die Telekommunikation wird über Netze abgewickelt, deren technische Struktur und physikalische Grundlage (Draht, Glasfaser, Funk) sehr heterogen ist. Damit Telekommunikation nicht nur innerhalb des Netzes des jeweiligen Betreibers möglich ist, sind die TK-Netze der verschiedenen Betreiber zusammengeschaltet. Auf gleiche Weise sind in- und ausländische TK-Netze zusammengeschaltet. Die Zusammenschaltung inländischer mit ausländischen TK-Netzen erfolgt durch Verbindung inländischer Knotenpunkte mit ausländischen Knotenpunkten (Auslandsköpfe).

Eine inländische Telekommunikationsüberwachung, die Verbindungen von unbekannten Anschlüssen im Inland zu einem bestimmten Anschluss im Ausland erfassen soll, heißt Auslandskopfüberwachung.


[1] Vorliegen einer Katalogtat gemäß § 100a Abs.1 Nr.1, Abs.2 StPO

[2] Verordnung über die technische und organisatorische Umsetzung von Maßnahmen zur Überwachung der Telekommunikation (TKÜV)

Wer ist zur Auslandskopfüberwachung verpflichtet?

Die Verpflichtung zur Auslandskopfüberwachung betrifft Netzbetreiber die Telekommunikationsanlagen für den öffentlichen Zugang bereithalten. Der Kreis der Verpflichteten ist im TKÜV definiert [3]. Betroffen sind Systeme mit mehr als 10.000 Anschlüssen im Bereich Telekommunikation und 100.000 bei Internetdiensten über Telefonleitungen.


[3] Genaueres siehe TKÜV – §3 Kreis der Verpflichteten

Welche Anforderungen muss eine Lösung zur Auslandskopfüberwachung erfüllen?

Die grundlegenden technischen Anforderungen für eine ordnungsgemäße Auslandskopfüberwachung ergeben sich für die Verpflichteten aus dem TKÜV in §6

  • Dass Anordnungen unverzüglich umgesetzt werden können (An- und Abschaltung)
  • Sicherstellung der Verfügbarkeit seiner Überwachungseinrichtungen
  • Die Gestaltung der Auslandskopfüberwachung,
  • Sicherstellung, dass er die Überwachung derselben zu überwachenden Kennung gleichzeitig für mehr als eine berechtigte Stelle ermöglichen kann.

Neben den grundlegenden technischen Anforderungen gibt es im TKÜV weitere Spezifizierungen zur Datenüberwachung und dem Datenaustausch.

Wie setzt valantic die Anforderungen für die Auslandskopfüberwachung um?

Zur Umsetzung der AKÜ-Anforderungen haben wir ein spezialisiertes „Behörden-Team“, das unter anderem die Umsetzung der Maßnahmen verantwortet und gleichzeitig auch die Rechnungslegung gemäß JVEG [4] betreut. Das beinhaltet auch die Prüfung der Beschlüsse und die Schaltung der Maßnahmen.

Ein weiteres Team führt die Betreuung und das Operating des Systems durch, etwa die technische Überwachung und Pflege. valantic garantiert dabei eine 7/24-Verfügbarkeit des Systems.

Technisch gliedert sich das TKÜ-System in ein

  • TKÜ-System für die prozedurale Bearbeitung (LI-Management-System) und
  • SINA-Boxen für einen verschlüsselten Datenaustausch

[4] JVEG steht für Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz

Welche Betriebsmodelle und Services bietet valantic zur Auslandskopfüberwachung an?

valantic bietet ein Full-Service-Angebot für die gesetzeskonforme Umsetzung der Auslandskopfüberwachung als Systemlösung, in Verbindung mit dem Business-Prozess.

Welche Schritte sind einzuleiten, um die Auslandskopfüberwachung mit valantic zu starten?

Ihr Ansprechpartner bei valantic ist Stefan Michaelis. Er berät und betreut sie in allen Fragen rund um unsere Leistung.

Was leistet valantc im Bereich TKG-Compliance?

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Welche weiteren Lösungen zur Umsetzung der Anforderungen des TKG bietet valantc an?

Bearbeitung von
Aus­kunfts­er­su­chen § 113a TKG

cAIS reduziert Ihren Personalaufwand bei der Bearbeitung von Auskunftsersuchen durch schnellere und einfachere Bear­beitung von Behörden­anfragen. Weiterlesen

Tele­kom­muni­kations-
­über­wach­ung § 110 TKG

cLI Managed Service ist unser Full-Service-Angebot zur Umsetzung der Tele­kom­muni­kations­über­wachung gemäß § 110 TKG und der TKÜV – als System­lösung oder als Managed Service. Weiterlesen

Vor­rats­da­ten­spei­cher­ung
§ 113b–§113g TKG

Mit cVDS setzen Sie die gesetzlichen Vorgaben der Verkehrs­daten­speicher­ung rechts­konform um. Wählen Sie zwischen On-Premise Installation und dem Betrieb als Managed Service. Weiterlesen

Welche Kompetenz hat valantic im Bereich TKG-, BDSG- und DSGVO-Compliance?

Wir entwickeln Kommunikations- und Informationstechnologie sowie die damit verbundenen Prozesse für die Bereiche Behördenauskunft, TKG, TKÜ, BDSG bzw. DSGVO wie auch Verkehrs- und Vorratsdatenspeicherung. Die Lösungen von valantic sind stets perfekt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.

Ihr Ansprechpartner

Bild von Stefan Michaelis, Business Executive, valantic Telco Solutions & Services

Stefan Michaelis

Prokurist, Business Unit Executive
valantic Telco Solutions & Services