Technologie-Scouting mithilfe von Künstlicher Intelligenz

Adscape - a valantic company Product Information Management (PIM)
Marco Kahler
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EXPERT_TALK mit Herrn Benjamin Hill, ensun

Heute dürfen wir Herrn Benjamin Hill im EXPERT_TALK begrüßen. Herr Hill ist Geschäftsführer der Digital Business Plattform „Ensun“ uns steht uns zum Interview zur Verfügung.

Porträt von Benjamin Hill, Geschäftsführer der Digital Business Plattform „Ensun“
Nach dem erfolgreichen Abitur auf dem Fürst-Johann-Moritz Gymnasium im Jahr 2018, begann Herr Hill anschließend das Studium der Wirtschaftsinformatik. Kurz darauf im Jahr 2019 gründete Herr Hill die ensun GmbH um bei Problemen im Bereich der Digitalisierung und Technologie passende Lösungsanbieter zu bieten.

Kahler: Herr Hill, Sie sind Geschäftsführer der Digital Business Plattform „Ensun“. Was verbirgt sich hinter „ensun“?

Hill: Die ensun GmbH ist ein 8-köpfiges in Siegen ansässiges Start-Up, welche sich das Ziel gesetzt hat, Technologie-Scouting neu zu definieren und vollständig zu digitalisieren. Wir haben eine Plattform entwickelt, welche ein KI-gestütztes Matching generiert, sodass wir für jedes digitalisierungs- & technologische Problem/Projekt die passende Technologie und Lösungsanbieter (Experten) finden. Mittlerweile haben wir über 850 Experten in unserer Community, wovon ca. 80% High-Tech Start-Ups und High-Tech KMUs sind. Auf der Problemsteller-Seite haben wir ca. 65 Registrierungen, wobei auch einige Konzerne aus der DACH Region dabei sind. Aufgrund dieser Community sind wir in der Lage für jedes Projekt/Problematik den passenden Lösungsanbieter zu finden.

Kahler: Verstanden, dann ist ENSUN sozusagen eine Vermittlungsplattform. Worin liegt der Fokus der Projekte? Sprechen Sie primär Anbieter von Standard-Software-Lösungen an oder geht es generell um Digitalisierung-Projekte, die auch eine komplette Individual-Entwicklung mit sich führen?

Hill: Im Grunde wollen wir alle Projekte umsetzen, die sich in den Themen Digitalisierung (Data Analytics, AR/VR, Cloud Computing, etc.), Technologie & Innovation bewegen. Zuerst einmal ist es nicht relevant, das Problem technisch zu identifizieren. Aufgrund unseres innovativen Inserierungsprozesses wird der Problemsteller automatisch in die technologische Problembeschreibung geleitet. Die Lösungen für unsere Problemstellungen/Projekte sind dabei sehr vielseitig. Sowohl ein Produkt, als auch ein Service kann dabei gefragt sein. Auch eine individuelle Lösung ist von hoher Relevanz, besonders bei innovativen Projekten.

In unserer TEC-Community haben wir eine große Bandbreite von Experten (Freelancer, Start-Ups bis hin zu Konzernen), sodass wir nicht nur Technologien finden, sondern auch jede Projektgröße umgesetzt bekommen.

Kahler: Aufgrund von COVID-19 befinden wir uns in Mitten einer weltweiten Krise. Wie nehmen Sie die Situation wahr? Gibt es in dieser Zeit besonders gefragte Themen?

Hill: Unsere Situation bzgl. Corona ist recht gespalten. Auf der Seite der Problemsteller ist es etwas schwierig & schleppend gewesen, da das Geld einfach an anderen Stellen gebraucht wurde. Jedoch gab es auch Unternehmen, welche genau in dieser Zeit in die Digitalisierung investiert haben, was man an unseren Projekten sieht. Wir als ensun GmbH, haben die Corona-Zeit bis dato aber gut überstanden, auch wenn die Akquise der Projekte etwas schwieriger geworden ist.

Das größte und gefragteste Thema in dieser Zeit ist meiner Meinung nach Digitalisierung. Quasi alle Unternehmen auf der Welt waren gezwungen, digital zu werden. Sowohl Meetings als auch andere Arbeitsprozesse mussten digital durchgeführt werden, was die Relevanz und das Potential der Digitalisierung nochmals untermauert hat.

Kahler: Sie sagen, dass also im Bereich der digitalen Kommunikation ein hohes Wachstum besteht. Gibt es weitere auffällige Bereiche, in denen die Digitalisierung merklich an Präsenz zunimmt?

Hill: Im Generellen nimmt die Digitalisierung in den Bereichen Produktion, Service/Support, etc. extrem zu. Da immer mehr Effizienz und Gewinn gefordert wird, müssen sowohl Produkte & Prozesse als auch Services digital werden. Ein Beispiel ist der, fast auf jeder Plattform existierende, „Live-Chat“. Ein gewöhnliches Telefonat bei Fragen oder Hilfestellungen dauert i.d.R. schon zu lange. Aber auch in der Produktion jeglicher Unternehmen soll es keine Stillstände mehr geben, sodass auch dort mit Hilfe von Data Analytics, etc. Vorhersagen über Ausfälle getroffen werden müssen.

Es gibt Bereiche, in welchen die Digitalisierung merklicher zunimmt, jedoch ist letztendendes so gut wie jeder Bereich „betroffen“, sodass man die generelle Präsenz deutlicher wahrnimmt.

Kahler: Produkte und Prozesse als auch Services werden immer mehr digitalisiert. Haben Sie in Bezug auf die Produktdatenkommunikation Lösungsanbieter in Ihrem Portfolio? Wie sehen Sie das Thema Product Information Management (PIM)?

Hill: Da unser Portfolio an Lösungsanbietern sehr breit aufgestellt ist, haben wir auch Experten im Bereich Produktdaten-Kommunikation. Dieser Bereich hat jedoch noch einen kleinen Anteil an der Experten-Community.

Das Thema Product Information Management (PIM) sehe ich in der Zukunft als sehr relevant an. Da die Daten- und Informationsmengen immer größer und unübersichtlicher werden, ist ein System zum Management dieser von großer Wichtigkeit. Der Aufwand von Pflege, Bereitstellung und Zugriff auf Informationen und Daten muss so gering wie möglich sein.

Kahler: Vielen Dank für das Interview.

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