Shopware – Insights über PIM, Shop, Projekt und Perspektiven

Bild von Laurenz Wenning, daneben Person die auf ein Laptop tippt und eine Person am Whiteboard
Marco Kahler
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PIM-Systeme in Zusammenarbeit mit Shopware – die perfekte Lösung?

Porträt von Laurenz Wenning, Partner Manager bei Shopware AG
Über Laurenz Wenning: 3 Jahre Agenturerfahrung und unangefochtene 9 Jahre Produkterfahrung mit vertrieblicher Ausrichtung bei der shopware AG machen aus Laurenz Wenning einen E-Commerce Spezialisten der neuen Generation. Als Partner Manager betreut er die strategisch wichtigsten Vertriebspartner der shopware AG und unterstützt Sie auf täglicher Basis mit seiner technischen sowie vertrieblichen Expertise im Pre- und Aftersales.

Shopware im Expert Talk mit valantic

Marco: Hallo Laurenz, herzlich Willkommen in unserem Expert Talk. Du bist Partner Manager bei der shopware AG. Welche Bedeutung haben für euch PIM-Systeme? 

Laurenz: Hallo Marco, das ist eine sehr spannende Frage. PIM-Systeme sind für unsere Kunden mittlerweile unabdingbar und das ist uns auch bewusst. Das PIM bildet das Fundament, auf dem dann alles Weitere aufgebaut wird. Denn ohne gute Produktdaten hilft dir auch der schönste Shop nicht. Daher pflegen wir eine sehr enge Beziehung zu verschiedenen PIM-Anbieter, um von KMU bis Enterprise alles abdecken zu können.

Marco: Kannst du sagen, ob eure Shop-Projekte, die mit einem PIM-System umgesetzt werden, erfolgreicher sind, und wenn ja warum?

Laurenz: Also direkte Zahlen, die das Belegen, kann ich dir so nicht liefern, da wir in unseren Case Studies primär auf die Shop-Aspekte eingehen. Ein Großteil unserer Kunden sieht den Shop aber „nur“ als weiteren Absatzkanal, so dass das Auslagern sämtlicher Produktdaten in ein strukturiertes PIM hochgradig sinnvoll ist.

Marco: Manche PIM-System verfügen über sog. „Data-Syndication“ Funktionen, also Module, die es dem Anwender ermöglichen seine Produkt-Daten auf diversen fremden Marktplätzen bzw. Plattformen, wie z. B. Amazon oder Mercateo, zu publizieren. Das können Shopsysteme prinzipiell auch, wo siehst du mehr die Hoheit dieser Funktionen, im Shop oder im PIM?

Laurenz: Also prinzipiell ist beides möglich. Um zu entscheiden, was für den einzelnen Kunden sinnvoller ist, muss man sich die komplette IT-Landschaft anschauen. Sofern der Kunde ein PIM einsetzt, macht es immer Sinn, auch daraus die Kanäle zu besteuern. Warum? – dort kann man zentral die Produktdaten anreichern und dann für die jeweiligen Kanäle vorbereiten. Sofern man ein komplettes Ökosystem im Einsatz hat (Shop, ERP, PIM, etc.) macht es weniger Sinn, diese Kanäle über Shopware zu bespielen, da ja auch das Order-Management z. B. nicht mehr im Shop liegt, sondern im ERP.

Also zusammengefasst: eine Frage der IT-Landschaft. Sobald ERP und PIM involviert sind, sollte man dies auch über die Systeme erledigen, damit man einen SPOT hat.

Marco: Laurenz, gemeinsam mit dem PIM Hersteller Akeneo und uns, der valantic, darf man dich als Experten in der Kampagne „Online-Handel für Weiterdenker“ erleben. Was ist Ziel dieser Kampagne?

Laurenz: Die zwei häufigsten Fragen, die ich zuletzt mitbekomme, sind „Warum sollte ich ein PIM einsetzen“ und „Was soll ich zuerst umsetzen – PIM oder Shop“ und genau diese beiden Leitfragen haben wir als Anlass genommen, um mit Akeneo und der valantic als Umsetzungspartner beider Systeme darüber genauer zu sprechen. Und ich glaube mit der Masterclass beleuchten wir nicht nur die beiden Punkte, sondern geben auch interessante Impulse für alle die sich gerade vor oder in der Entscheidung in diesem Thema befinden.

Marco: In der Kampagne geht es unter anderem um das Thema Single Source of Truth (SSoT). Warum ist das Thema so wichtig für den Kunden?

Laurenz: Das Thema ist so wichtig, da die IT-Landschaft der Kunden immer komplexer wird. Bedeutet, immer mehr Systeme kommunizieren miteinander, oder eben auch nicht. Damit man dort nicht die Übersicht verliert und vor allem damit keine inkonsistenten Daten entstehen, muss es ein System geben, was für gewisse Dinge wie z. B. die Produktdaten die Hoheit hat. Somit legt man fest, dass Produktdaten immer aus dem PIM kommen und dort auch gepflegt werden. Diese werden dann an die unterschiedlichen Kanäle wie Shop oder Marktplatz verteilt.

Marco: Kommen wir schon zur letzten Frage. Aus meiner Sicht ist aktuell der Markt ziemlich „aufgeheizt“, es gibt viele Projekte und es tauchen gefühlt ständig neue Technologie auf. Was denkst du, wie sich dies in Zukunft entwickeln wird? Kannst du irgendeinen Trend oder sogar Megatrend erkennen?

Laurenz: Ein großer Trend ergibt sich ein wenig aus meiner vorherigen Antwort – nämlich Composable Commerce. Ich sehe, wie sich Projekte immer weiter standardisieren und somit die einzelnen Komponenten in einer API-getriebenen Welt einfacher miteinander kommunizieren bzw. auch austauschen lassen. Und der Trend führt zum meiner Meinung nach größten Trend, zumindest in Deutschland – nämlich der Weg in die Cloud. Und da arbeiten wir von der shopware AG auch mit Hochdruck dran.

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