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Marketing Automation leicht gemacht

Adscape - a valantic company Product Information Management (PIM)

EXPERT_TALK mit Andreas Michalski, CI HUB

Heute dürfen wir Herrn Andreas Michalski im EXPERT_TALK begrüßen. Herr Michalski ist Gründer und Geschäftsführer der CI HUB GmbH und steht uns zum Interview zur Verfügung.

Porträt von Andreas Michalski, Ci HUB GmbH
Andreas Michalski ist einer der Initiatoren des Web2Print Marktes. Mit seinem Unternehmen iBrams hat er früh auf die Möglichkeiten gesetzt, die der Adobe InDesign Server für die webbasierte Bearbeitung von CI Konformen Marketingmaterialien für Unternehmen bietet. iBrams wurde hundertfach bei Konzernen weltweit eingesetzt. Das 40-köpfige Team war einer der Innovationstreiber für das Regelbasierte bearbeiten. Nach dem erfolgreichen Verkauf des Unternehmens an einen französischen DAM Hersteller, war die Gründung der CI HUB der konsequente Schritt, um das Thema Marketing Automatisierung richtig anzugehen. Andreas Michalski ist 1965 in Frankfurt geboren.

Kahler: Herr Michalski, mit der Ci HUB GmbH starten Sie ein neues Projekt im Bereich Marketing Automation. Was steckt hinter der Idee?

Michalski: Hinter CI HUB liegt die einfache Erkenntnis, dass das Thema Marketing Automatisierung für den Benutzer anders sein muss als es heute in der Regel ist. Es ist großartig das die meisten DAM Hersteller wunderbare Webanwendungen haben und die User sich aber vorrangig in Ihren Unternehmens- und Desktop Anwendungen bewegen. Dies bedeutet aber, dass der Anwender immer zwischen der DAM Web Anwendung und den Desktop Produkten wie z.B. den Adobe Produkten, den Office Anwendungen und zum anderen ihrem ERPCRM oder den Google Apps, wechseln muss. In den Desktop-Unternehmensanwendungen findet Marketing Automatisierung und ein einfacher Zugang zu den Marketing Assets bis heute nicht statt. Genau das ändern wir mit CI HUB und werden damit enorme Zeit und Kostenersparnisse für die Unternehmen erzielen.

Kahler: Wie kann ich mir das vorstellen?

Michalski: Mit CI HUB bauen wir Plugins, die bald für immer mehr relevanten Unternehmensanwendungen vorhanden sein werden. Diese unterstützen den Benutzer direkt in seinem Programmen beim Erstellen und Arbeiten mit den Marketing Assets. Nur so kann man dem User Automatisierungen und AI zur Verfügung stellen, dass einen wirklichen Nutzen für den Anwender hat. Jedoch ist es noch ein langer Weg, bis AI am Desktop echten Nutzen bringen wird der messbar ist. Wir haben eine klare Vorstellung vom Ziel und kennen den Weg.

Wir starten jetzt mit den Adobe Produkten und bis Ende 2019 liefern wir auch die Plugins für die Office Produkte. Danach stehen kollaborative Produkte wie Microsoft Teams etc. auf der Agenda.  Auf der anderen Seite verbinden wir CI HUB mit den relevanten MAM /DAM/PIM Systemen und natürlich mit den Cloud-Diensten wie Dropbox oder den Stock Anbietern wie Getty Images oder Adobe Stock. Das bedeutet das diese Systeme zum Anwender kommen und nicht umgekehrt. Also wenn ich meine Bilder in Power-Point verwenden will, dann sind sie über unser CI HUB Plugin direkt verfügbar oder ich kaufe über das Plugin Bilder direkt beim Stockanbieter. Darüber hinaus ist noch viel mehr geplant. Wir liefern Automatisierungen über das CI HUB Panel in die vorhandenen Anwendungen. Wenn z.B. ein Bild in hoher Auflösung in meinem DAM System liegt, dann fügen wir in Power-Point trotzdem nur eine dazu passende Auflösung ein. Es können Bausteine (InDesign Snippets) eines Layouts in Rahmen platziert werden und wir bieten Inhalte Kontext sensitiv an.

Wir sind gerade dabei die Technologie „KIMEcrop“ unseres Partners „append[x] GmbH“ einzubinden. Das ist die führende Lösung um einen intelligenten, vollautomatischen Bildausschnitt zu ermöglichen. Unsere Plugin Plattform ist technologisch so aufgebaut, dass wir solche Funktionen, die einen enormen Nutzwert liefern, einfach einbinden können. Das Bild muss für das DAM System einmalig ausgezeichnet werden und liefert dann direkt die richtigen Zuschnitte, je nach benötigtem Zielformat und Seitenverhältnis. Das System wird seit einem Jahr bei einer großen Full Service Agentur für eine führende deutsche Fluggesellschaft getestet und liefert wirkliche Effizienz. Ebenso werden wir Kollaborations- und Workflow funktionen unserer Partner unterstützen und diese über CI HUB verfügbar machen. Ein Switch zwischen den jeweiligen Plattformen wie vorhin beschrieben entfällt in Zukunft mit unserer Plattform komplett.

Kahler: Das verstehe ich, aber gibt es denn solche Plugins nicht schon bei den Herstellern.

Michalski: Nun es ist die Frage was man unter „gibt es die nicht schon“ versteht. Unser Team arbeitet nun seit mehr als 1 ½ Jahren an den Plugins und wir haben uns 100 Lösungen angesehen, die es im Markt gibt. Keine davon ist wirklich vergleichbar. In der Regel bauen die Hersteller Plugins die über eine Grundfunktion nicht hinaus geht. Wenn überhaupt lösen die Plugins nur die Anbindung an ihre eigenen Systeme und der Funktionsumfang ist dementsprechend gering.

An der Stelle ist für die Anwender ein Thema wesentlich und entscheidend: Das Thema nur ein Plugin für unterschiedliche Datenquellen zu haben und diese in einer Anwendung sinnvoll zu vereinen.

Wenn Anwender gefragt werden, dann wollen Sie nicht ein Plugin zu DAM x und ein Plugin für DAM y und ein Plugin um die Getty Images und noch eins zu Shutterstock oder so zu nutzen. Und dann gibt es Plugins für die Adobe Welt aber nicht für Microsoft oder umgekehrt. Das macht so keinen Sinn! Jedes muss für sich administriert und gelernt werden. Das ist teuer und aufwendig. Außerdem wissen wir alle wie schnell sich Versionen ändern, bei Adobe gibt es alle 6 Monate ein Release und alle 12 eine neue Version. Wir stellen sicher das die Plugins kompatibel bleiben.

Kahler: Und warum sollten die DAM/MAM/PIM Hersteller das wollen und nicht selbst machen?

Michalski: Nun sehen wir uns die Automobilhersteller an. Jedes Auto hat Scheinwerfer, Kupplungen, Assistenzelektronik usw., aber kein Hersteller baut alle Komponenten selbst. Ein Scheinwerfer ist ein hochtechnologisches Produkt. Die Entwicklungsaufwände können heute nur noch gestemmt werden, wenn man sich spezialisiert. Ein Lampenhersteller kann problemlos alle Automobilhersteller beliefern und sich eine aufwendige Forschung, Entwicklung und Qualitätskontrolle leisten.

Nichts anderes passiert in unserem Umfeld. Die guten Softwareunternehmen konzentrieren sich auf ihre USP´s, sie arbeiten mit uns zusammen und sichern sich Features und Funktionen, die nur ihre Adapter bieten und sichern sich so trotzdem einen Vorsprung, auch wenn sie auf eine verbreitete Plattform setzen. So macht es für alle Sinn. Das CI HUB Team hat 15 Jahre Erfahrung in Marketing Automatisierung, in der Zusammenarbeit mit Adobe und mit der Lieferung von regelbasierten Automatisierungen an Konzerne. Das Wissen kommt all unseren Partner zu Gute und das zu erschwinglichen Kosten.

Kahler: Grundsätzlich klingt das nach einem sehr spannenden Ansatz. Aber im Schwerpunkt geht es vor allem um DAM und Assets. Oder? Denken Sie auch über eine MAM und PIM Anbindung nach?

Michalski: Ja wir starten mit dem Schwerpunkt DAM. Das Asset ist nun mal der Dreh- und Angelpunkt für alles was im Marketing entsteht. Aber CI HUB heißt ja Content Integration HUB, weil er über die Verbindung zwischen den Systemen dafür sorgt das es übergreifend funktioniert. Das bedeutet das ein Bild, das in den Metadaten eine Artikelnummer hat, über den CI HUB problemlos die PIM Daten ziehen kann. Diese lassen sich dann per Drag & Drop im Layout oder Power-Point einsetzen. Und das ist erst der Anfang.

Kahler: Klingt danach als ob Sie mit CI HUB noch nicht am Ende seit mit den Ideen.

Michalski: Nein, wir haben einen 5 Jahres-Plan. Unsere Roadmap ist voll mit Funktionen, die ineinandergreifen und die mehr und mehr Automatismen für den Anwender liefern. Wir beginnen damit die Assets zum Desktop zu bringen und das ist der Beginn um Automatisierungen zur Verfügung zu stellen.

Wir sind sicher, dass wir in 2021 in unseren Adaptern eine ganze Reihe von Funktionen liefern werden, die die Erstellung von CI konformen Marketing Assets extrem vereinfachen werden.

Und wir wissen das der Weg dahin nicht einfach ist, aber er wird eine Menge Freude bereiten.

Kahler: Danke für das Interview. Ich würde mich freuen, wenn Sie uns auch zukünftig über Ihre Entwicklungen auf dem Laufenden halten würden.

Michalski: Danke für die Chance so früh im Projekt schon darüber etwas berichten zu dürfen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jeder den das Thema interessiert auf unserer Webseite für den Betatest anmeldet. Wir informieren über die Verfügbarkeit des Public-Beta und alle sind eingeladen ihre Wünsche und Feedback einzubringen.

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