Fünf Fragen an einen MarTech Consultant zur Bloomreach Customer Data Platform

MarTech: Bloomreach Customer Data Platform
Maja Gapatsa
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Die Customer Data Platform als Lichtung im MarTech Dschungel?

Im Bereich der Marketing Technologien (MarTech) sprechen wir gerne metaphorisch von einem Dschungel, denn die Thematik erweist sich als vielseitige Landschaft mit unterschiedlichen Terrains und Disziplinen. Aufgrund der schieren Masse läuft man leicht Gefahr, den Überblick zu verlieren.
Im Rahmen dieser Metaphorik lassen sich Customer Data Platforms (CDPs) als grüne Lichtung beschreiben, von der der Großteil dieser Terrains zugänglich ist. Eine dieser Lichtungen kann die Bloomreach Engagement Platform sein.

Um einen besseren Blick auf die Thematik und auf das Tool zu geben, haben wir unserem Kollegen und MarTech Consultant David Deronja fünf Fragen zur Bloomreach Engagement Platform gestellt. David arbeitet bereits seit vielen Jahren nicht nur im MarTech Umfeld, sondern auch mit Bloomreach als Tool und ist daher absoluter Experte auf dem Gebiet. Er kennt die Funktionen in- und auswendig und weiß genau, worauf es bei Marketing-Automatisierung und Data-Driven Marketing ankommt.

Was ist Bloomreach Engagement und was kann das Tool?

Zuallererst sollten wir einige MarTech Begrifflichkeiten klären: Im Marketing Automation Kontext arbeiten wir mit zwei grundlegenden Systemen: Die CDP und die CXP. Die Customer Data Platform (auch CDP genannt) fokussiert sich als Tool auf die Aufbereitung, Transformation und Aggregation von Kund*innendaten. Eine Customer Experience Platform (kurz CXP) setzt ihr Augenmerk auf das Omnichannel Kund*innenerlebnis. Sie ermöglicht eine Omnichannel Ausspielung relevanter Marketing-Botschaften an die Zielgruppe. Bloomreach Engagement (ehemals als Exponea bekannt) vereint diese beiden Tools miteinander und bietet eine Kombination aus den Funktionalitäten.

Bloomreach ermöglicht seinen Anwender*innen die Erstellung hochgradig personalisierter Marketingkampagnen, Omnichannel Targeting und Customer Journey Mapping – und das stets in Echtzeit. Durch maschinelles Lernen lässt sich außerdem Kunden*innenverhalten vorhersagen sowie ideale Versand-/ Ausspielungszeitpunkte für jede einzelne und jeden einzelnen Kund*in bestimmen.

Welches Businessproblem löst Bloomreach?

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihren Kund*innen keine konsistente Customer Experience über alle Berührungspunkte hinweg bieten zu können. Oftmals liegt das an einer nicht-einheitlichen Ansprache über die verschiedenen Kanäle (solche wie E-Mail, Push oder In-App Messages) des Unternehmens. Bei diesem Problem setzt Bloomreach an: Kund*innen können über alle Kanäle konsistent angesprochen werden – das sichert eine Customer Experience aus einem Guss.

Außerdem fehlen Marketeers oft die Daten, um genau diese Kund*innen personalisiert ansprechen zu können. Bloomreach kann Kund*innendaten aus verschiedenen Quellen zusammenführen, sie aggregieren und dem individuellen 360-Grad Kundenprofil zuführen. Damit werden Datensilos beseitigt und das Marketing erhält Zugang zu wichtigen Daten, auf die der Zugriff ehemals verwehrt blieb. Auf diese Weise entsteht die optimale Basis für personalisierte, datengetriebene Marketingkampagnen.

Manche Marketingteams klagen auch über ihre hohe Abhängigkeit von der IT-Abteilung. Sie können ohne deren Unterstützung kaum mit Daten arbeiten. Mit den Low-Code bzw. No-Code Features von Bloomreach haben Marketingteams, unabhängig von der IT, die volle Kontrolle über die Daten für ihre Kampagnen. So können sie stets in Echtzeit dafür sorgen, dass Kund*innen relevante Inhalte mit passenden Angeboten zum richtigen Zeitpunkt genießen dürfen.

Was macht das Tool besonders?

Bloomreach hat wirklich auf jede große Herausforderung im Online Marketing eine Antwort. Zu verdanken ist das dem modularen Aufbau des Tools:

Das CDP Modul verfügt beispielsweise über einen Segmentierungs-Builder, der Marketeers als Werkzeug dient, um seine ideale Zielgruppe auf Basis von Echtzeitdaten zu erstellen . Diese Zielgruppe kann er dann konsistent über alle gewünschten Kanäle einheitlich ansprechen. Zu diesen Kanälen können zum Beispiel Email, App Push, Onsite Personalisierung oder auch Facebook und Google gehören.

Sehr gut finde ich auch das User Interface des Tools, welches sehr intuitiv gestaltet ist und sich besonders einfach vom Endanwender*innen bedienen lässt.

Welche Entwicklungspotenziale siehst du?

Dem Umstand zufolge, dass CDPs und CXPs noch vergleichsweise junge Tools auf dem Markt sind, gibt es in einigen Punkten noch Entwicklungspotenzial, welches in naher Zukunft jedoch noch umgesetzt wird.

Wenn es eine Funktion gibt, die Bloomreach für mich noch runder machen würde, wäre das die Unternehmensfähigkeit im Bereich der Datenorganisation. Das bedeutet: Für verschiedene Geschäftsbereiche, die in der gleichen Instanz arbeiten wollen, gibt es noch keine Funktion, um unterschiedliche Datenansichten auf einzelne Datenfelder zu steuern. Lösbar ist es aktuell aber dennoch: Durch Workarounds und durch gut aufstellte organisatorische Prozesse kann das Ganze entschärft werden.

Was rätst du Anderen, die in Betracht ziehen, dieses Tool zu nutzen?

Als Implementierungspartner von Bloomreach haben wir besonders gute Erfahrungen damit gemacht, sich dem Tool zu Beginn aus der Richtung der Marketing Use Cases zu nähern. Daraus kann man hervorragend den Datenbedarf ableiten und die Quellsysteme identifizieren und diese dann zur Implementierung als Grundlage heranziehen.

Außerdem ist es sehr wichtig, die organisatorischen Prozesse innerhalb eines Unternehmens etwas umzustellen. Es macht nur wenig Sinn, ein sehr gutes Tool einzuführen, welches intern aber nicht als gewinnbringend und nützlich wahrgenommen wird. Neue Tools bedürfen immer einer internen organisatorischen Neuabstimmung.

Vielen Dank für das Teilen deiner wertvollen Erfahrungen mit uns, David!

David Deronja, valantic
David Deronja, MarTech Consultant bei valantic
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