Anforderungen an digitale Produktdaten

Adscape - a valantic company Product Information Management (PIM)
Marco Kahler
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EXPERT_TALK mit Fabian Müller, Schmitter Hydraulik

Wir freuen uns einen weiteren EXPERT_TALK mit Ihnen zu teilen. Heute mit dabei, Fabian Müller, Teamleader Product Information bei Schmitter Hydraulik GmbH.

Porträt von Fabian Müller, Teamleader Product Information bei Schmitter Hydraulik GmbH
Fabian Müller, Teamleader Product Information bei Schmitter Hydraulik GmbH

Kahler: Willkommen im EXPERT_TALK. Herr Müller Sie sind Teamleader Product Information bei der Schmitter Hydraulik GmbH und somit Power User eines PIM-Systems. Was bedeutet PIM für Schmitter?

Müller: Wir sind ein namhafter deutscher Anbieter von fluidtechnischen Systemen und Komponenten mit den Schwerpunkten Hydraulik und Pneumatik. In diesen Bereichen bieten wir spezialisierte und qualitativ hochwertige Leistungen an. Auf über 5.800 qm Lagergrundfläche werden über 70.000 Artikel vorgehalten.

PIM ist somit ein essenzielles Thema für uns und ermöglicht eine effiziente und flexible Handhabung unserer Produktinformationen in einer zentralen, medienneutralen Datenquelle. Die Time-to-Market für unsere Produktinformationen wird immer wichtiger!

PIM bedeutet für die Firma Schmitter Hydraulik also konkret die Anforderungen an digitale Produktdaten und deren Verfügbarkeit, in unseren Zielkanälen, zielgruppenspezifisch zu bedienen.

Kahler: Das bedeutet Sie verfolgen eine Multichannel-Strategie. Würden Sie sagen, dass sich die Zielkanäle bzw. Touchpoints im Vergleich zu vor ein paar Jahren verändert haben und mehr geworden sind?

Müller: Die Zielkanäle bzw. Touchpoints im B2C-Bereich haben sich im letzten Jahrzehnt massiv weiterentwickelt. Die Zeiten statischer Websites sind lange vorbei, denn die digitale Transformation ist bereits weit fortgeschritten. So ist der Mobile-first Ansatz und die digitale Kundenansprache hier inzwischen essenziell. Wir bei Schmitter sind ausschließlich im B2B tätig. Im B2B-Bereich empfinde ich die digitale Transformation als noch nicht ganz so weit fortgeschritten. Ein Grund hierfür ist sicherlich die Wichtigkeit der direkten Kundenbindung, worauf wir viel Wert legen. Wir möchten unseren Kunden die beste Beratung und das beste Produkt für ihren Bedarf bzw. für ihre Anwendung bieten!

Wenn ich einen Blick zurück in die Vergangenheit werfe, waren die Print-Medien das wichtigste Instrument bzw. der eine klassische Zielkanal. An die „dicken“ Kataloge der Versandhandel Branche kann sich praktisch noch jeder erinnern. Das hat sich jetzt grundlegend geändert. Es sind neue Zielkanäle und Touchpoints entstanden, welche nun vollumfänglich bedient werden müssen.

Das bedeutet für uns konkret, unserem Kunden, egal über welchen Kanal er kommt, egal zu welcher Uhrzeit, die gleichen qualitativ hochwertigen Produktdaten zu präsentieren. Das schaffen wir nur durch die zentralisierte Versorgung unserer Zielkanäle aus PIM mit Produktinformationen.

Dennoch hat der klassische Print-Katalog nach wie vor eine hohe Bedeutung und seine Daseinsberechtigung. Für uns ist er der Impulsgeber z.B. für unseren Onlineshop. Er schafft Kaufanreize und dient uns als Kommunikationsmedium in der Customer Journey.

Kahler: Die Daseinsberechtigung des klassischen Printkataloges können wir zu 100% bestätigen. Lassen Sie uns zu einem anderen Thema kommen. Welche Rolle spielt die Usability beim Thema PIM? Ist aus Ihrer Sicht eine ausgeprägte Usability wichtiger als z.B. innovative Funktionen und wie bewerten Sie das Verhältnis?

Müller: Die am Markt vorhandenen PIM-Systeme mit den innovativsten Funktionen oder Modulen sind tatsächlich nicht immer auch diejenigen mit der attraktivsten Usability. Die modernen Lösungen haben hier den Fokus nicht nur auf innovative Funktionen, sondern eben auch auf die Userführung gelegt. Die Usability des Systems ist de facto ein wichtiger Punkt für die Akzeptanz der User und eine nicht zu unterschätzende Komponente. Schließlich sollen nicht nur Power User im Daily Business mit dem System umgehen, sondern auch nichttechnische Teams effizient arbeiten können. Die Bedienbarkeit des Systems ist daher entscheidend für die Akzeptanz und den nachhaltigen Erfolg!

Es gibt Meinungen, die sagen, Funktionalität geht immer vor Usability. Meine Meinung hierzu ist, dass das nicht zu Ende gedacht ist. Was nutzen die besten Funktionen, welche nicht einfach zu bedienen sind? Nur die Kombination aus innovativen Funktionen und einer ausgeprägten Usability sorgt für Effizienz.

Kahler: Vielen Dank für Ihre Einschätzung! Kommen wir nun zur letzten Frage. Wie sehen Sie den zukünftigen Markt der PIM-Systeme oder anders, was wünschen Sie sich von dem PIM-Markt bzw. den PIM-Anbietern?

Müller: Ich wünsche mir flexible Integrationen neuer und innovativer Weiterentwicklungen, um unseren Kunden noch schneller hochwertige und passgerechte Produktinformationen in unseren Zielkanälen präsentieren zu können.

Die Time-to-Market von qualitativ hochwertigen Produktdaten wird immer wichtiger und entscheidet letztlich über Erfolg oder Misserfolg!

Kahler: Vielen Dank für das Interview und die Einblicke, die Sie uns geboten haben!

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